Mittwoch, 22. November 2017


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Regionalverband präsentiert Baubarometer "Wohnen"

100 Einwohner pro Hektar als Ziel

Karlsruhe, (lifePR) - Die Region Mittlerer Oberrhein ist nach wie vor auf Wachstumskurs, was die Wirtschaft und die Bevölkerungszahl anbelangt. Wohnraum ist zum knappen Gut geworden, Gleiches gilt scheinbar für Neubauflächen. Wie sich der Wohnungsmarkt in der Region wirklich gestaltet, darüber informierten am vergangenen Freitag Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und Prof. Dr. Gerd Hager vom Regionalverband vor Medienvertretern unter dem Stichwort Baubarometer.

„Einerseits gibt es regional gesehen bereits erheblich Flächenreserven in den Plänen, die mobilisiert werden können. Allein 300 Hektar könnte die Innenentwicklung abdecken. Andererseits sollten wir sparsam mit unserer letztlich begrenzten Fläche umgehen“, lautete eine Kernaussage der Verwaltungsspitzen. „Aber es ist uns bewusst, dass wir dieses Ziel nicht von oben herab, sondern nur im Dialog mit den Kommunen erreichen können. Und dieser fruchtet“. In diesem Sinne habe das Landratsamt bereits vor zwei Jahren auf Kreisebene zu einem „Runden Tisch für den sozialen Wohnungsbau“ eingeladen. Auf regionaler Ebene sei die Veranstaltung mit dem Titel „Wohnraumversorgung in der Region Karlsruhe – Im Zeichen des Zuzugs“ auf große Resonanz gestoßen.

„Unser Baubarometer dokumentiert, dass die Mittelzentren wie beispielsweise Rastatt oder Bruchsal nach der Zahl der genehmigten Wohnungen derzeit regelrechte ‚boomtowns‘ sind“, zeigte sich Verbandsvorsitzender Schnaudigel positiv überrascht. Nachdem in Karlsruhe die verfügbaren Bauflächen immer knapper geworden sind, schreite die Verstädterung langsam in die Region. „Aus Dörfern werden kleine Vorstädte“, prognostiziert Verbandsdirektor Hager. Allein in den letzten zweieinhalb Jahren zählte der Regionalverband rund 90 Bebauungsplanverfahren mit zusammen etwa 160 Hektar Wohnbaufläche.

Nach Schätzungen der regionalen Planungsbehörde werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren regionsweit rund 100 Hektar Bauland pro Jahr benötigt, falls das Bevölkerungswachstum anhält. Gleichzeitig plädiert der Planungsverband für eine Siedlungsdichte von durchschnittlich 100 Einwohnern pro Hektar. Das bedeute, dass der Geschosswohnungsbau im Verbund mit Einfamilienhäusern und einer dichteren Bebauung bald zum gängigen Siedlungsbild auch außerhalb der Zentren gehören wird, erklärt Hager. Im Oberzentrum werde der Trend bei der Innenentwicklung liegen. Beim ersten Siedlungsring und bei den Mittelzentren erwarten die Regionalplaner eine Mischung von Innen- und Außenentwicklung, letzteres mit Schwerpunkt nur noch in ländlicheren Gegenden.

„Gleichzeitig muss die Entwicklung der Infrastruktur Schritt halten. Dort wo gebaut wird, müssten Angebote der Nahversorgung, der Betreuung und Bildung bis hin zum Glasfasernetz mitbedacht werden“, gab Landrat Schnaudigel abschließend zu bedenken. Informationen zum „Baubarometer“ sind in Kürze auch auf der Internetseite www.region-karlsruhe.de zu finden.

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