Freitag, 17. November 2017


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Frühe Anregungen zum französischen Raumentwicklungsplan SRADDET

Karlsruhe, (lifePR) - Bei ihrer gestrigen (8.11.) Sitzung im Haus der Region haben die Mitglieder des Planungsausschusses die erste offizielle Stellungnahme des Regionalverbandes zum so genannten SRADDET voll und ganz unterstützt. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der erste einheitliche Raumentwicklungsplan der neuen französischen Nachbarregion Grand Est. „Noch bevor überhaupt ein Entwurf vorliegt, haben unsere Nachbarn über eine Online-Plattform die Möglichkeit eröffnet, bereits Anregungen in den planerischen Arbeitsprozess einzubringen“, lobte Verbandsdirektor Gerd Hager das offensive und frühe Beteiligungsverfahren.

Der Regionalverband betont in seiner Stellungnahme zunächst die positiven Erfahrungen und die gute Tradition in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die es zu vertiefen gelte. Als großes gemeinsames Dach sieht das Karlsruher Planungsteam die Trinationale Metropolregion Oberrhein und lädt darüber hinaus zur Beteiligung am bundesweiten Initiativkreis Metropolitane Grenzregionen ein, der im Haus der Region intensiv betreut wird. Als bewährte Arbeitsplattform empfiehlt der Regionalverband den Eurodistrict PAMINA, dessen Erfolge auf zum Teil langjährigen persönlichen Kontakten über die Länder und Landesgrenzen hinweg beruhen.

Die grenzüberschreitende Mobilität markiert die Stellungnahme als besondere Herausforderung mit dem Hinweis auf „nach wie vor bestehende Systembrüche an den nationalen Grenzen“. Auf der Grundlage des Aktionsplan PAMINA Mobilität sollten nicht nur in diesem Handlungsfeld die Partner den Schulterschluss üben und Fördermittel aus dem EU-Programm INTERREG für den Ausbau von länderübergreifenden Infrastrukturangeboten nutzen. Als Beispiele werden der Schienenpersonennahverkehr zwischen Karlsruhe und Strasbourg und die Radwegeverbindung im Bereich der Staustufe Iffezheim explizit genannt.

Weitere Anregungen betreffen die Bereiche Klima, Luft und Energie, wobei der Regionalverband hier vor allem auf die Nutzung der regenerativen Energien im Blick auf die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele abhebt.

Für den Erhalt der vielfältigen Natur- und Landschaftsräume am Oberrhein wünscht sich der Karlsruher Planungsverband die Fortsetzung der bisherigen grenzüberschreitenden Bemühungen für den Biotopverbund und führt als ein gutes Beispiel die Verbindung von ökologischen Maßnahmen und technischem Hochwasserschutz das Integrierte Rheinprogramm an.

„Die Sprache ist der Schlüssel für den grenzüberschreitenden Austausch bei der Ausbildung und am Arbeitsmarkt“, kommentierte Verbandsdirektor Gerd Hager den letztgenannten Eckpunkt in der Stellungnahme. Hier kann sich der Regionalverband entlang des Oberrheins Modellgebiete für einen grenzüberschreitenden, integrierten Arbeitsmarkt und ein durchlässiges Bildungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungssystem vorstellen.

Aus dem Gremium kam noch der Wunsch, im weiteren Verfahren auch die kulturelle Zusammenarbeit über den Rhein als wichtiges verbindendes Element zu thematisieren.

Der Planentwurf für den SRADDET soll bis Mitte des nächsten Jahres vorliegen. Der Beschluss wird für den Sommer 2019 angestrebt und am Ende desselben Jahres soll der Plan bereits in Kraft treten. „Mit dem SRADDET möchte die Region Grand Est einerseits die räumliche Entwicklung aber andererseits auch Investitionen für die nächsten drei Jahrzehnte gezielt steuern“, so Hager.

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