Gewerbeaufsicht startet bayernweites Überprüfungsprogramm zum Arbeitsschutz im Hotel- und Gastgewerbe

Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Mittelfranken koordiniert bayernweite Aktion

(lifePR) ( Ansbach, )
An die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe werden vielfältige Anforderungen gestellt. Die Arbeit ist unter anderem durch ungünstige Arbeitszeiten, wie beispielsweise geteilte Dienste, Nacht- und Sonntagsarbeit geprägt. Kurzfristig geänderte Schichtpläne und lange oder direkt aufeinanderfolgende Schichtdienste sind keine Seltenheit. Erwartet wird von den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen Flexibilität und Multifunktionalität. Überlange Arbeitszeiten führen die Beschäftigten jedoch auf Dauer an ihre physischen und psychischen Grenzen.

Die bayerischen Gewerbeaufsichtsämter werden deshalb von Mitte April bis Oktober 2015 gezielt Hotels und Gaststätten aufsuchen, um dort den Arbeitsschutz, besonders die Einhaltung der gesetzlich zulässigen Arbeitszeiten, zu überprüfen. Damit soll ein Beitrag für gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gastgewerbe geleistet werden. Koordiniert wird das bayernweite Überprüfungsprogramm vom Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Mittelfranken.

Im Mittelpunkt des Überprüfungsprogramms steht der Jugendarbeitsschutz. Viele Jugendliche verdienen sich im Hotel- und Gastgewerbe ein paar Euro dazu oder sind als Auszubildende beschäftigt. Entsprechend ihres Entwicklungsstandes müssen Jugendliche besonders vor Überforderung, Überbeanspruchung und den Gefahren am Arbeitsplatz geschützt werden. Beispielsweise dürfen sie nur acht Stunden täglich und maximal 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden. Wird die Arbeitszeit an einem Werktag auf weniger als acht Stunden verkürzt, dann können die Jugendlichen an den übrigen Werktagen derselben Woche achteinhalb Stunden beschäftigt werden. Ferner dürfen sie nur an fünf Tagen in der Woche beschäftigt werden und müssen ausreichend Ruhepausen zur Erholung erhalten. Ergänzend werden die Arbeitszeiten der Erwachsenen überprüft und die Arbeiten, mit denen Schwangere oder Stillende beschäftigt werden.

Weitere Informationen zum Arbeitsschutz erhalten Sie unter www.stmas.bayern.de//arbeitsschutz.
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