Mittwoch, 18. Juli 2018


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Flugreisen nur, wenn es nicht anders geht

Berlin, (lifePR) - Ein Flugzeug stößt auf einer Strecke von 100 Kilometern rund 30 Prozent mehr Treibhausgas CO2 aus wie ein Pkw und mehr als fünfmal so viel wie ein Zug. Das ergeben Zahlen, die der Rat für Nachhaltige Entwicklung in seinem Ratgeber „Der Nachhaltige Warenkorb“ veröffentlicht hat. Reisende sollten das Flugzeug daher nur nutzen, wenn es absolut nicht anders geht.

Alternativen zum Flugzeug suchen

Die Wahl des Verkehrsmittels ist ausschlaggebend für die Umweltbelastung und den Klima-Fußabdruck. Gerade für Strecken innerhalb Deutschlands sind daher die Bahn oder Fernbusse die bessere Wahl als das Flugzeug. Auch die oft angenommene Zeitersparnis mit dem Flugzeug auf kurzen Strecken ist ein Trugschluss. Reisende sollten ehrlich rechnen, wie viel Zeit die unterschiedlichen Reisearten von Tür zu Tür in Anspruch nehmen. Die Zeitersparnis ist oft geringer als angenommen, da bei Flugreisen Anfahrtswege und lange Wartezeiten hinzukommen.

Wenn schon Urlaub mit Flug, dann ruhig länger

Auch weiter entfernte Urlaubsreisen mit dem Flugzeug lassen sich nachhaltiger gestalten. Reisende sollten mindestens zwei Wochen an ihrem Urlaubsort verbringen und auf den Flugzeugtyp achten, mit dem eine Fluggesellschaft unterwegs ist. Modernere Maschinen verursachen weniger der klimaschädlichen Treibhausgase. Für die Treibhausgasemissionen, die beim Flug entstehen, können Passagiere einen Ausgleich leisten, indem sie für Klimaschutzprojekte spenden. Wirkungsvolle Projekte zur CO2-Kompensation erkennen Verbraucherinnen und Verbraucher am Siegel „The Gold Standard“ des Clean Development Mechanisms (CDM). Sie bieten ein Mindestmaß an Transparenz und Glaubwürdigkeit.

Regionale Reiseziele wählen

Strand oder Berge, Klettern, Einkaufen, Entspannen oder Kultur genießen – viele Reiseziele sind bequem per Zug zu erreichen, die Reisenden können zudem problemlos das Fahrrad mitnehmen. So sind sie am Urlaubsort mobil und umweltfreundlich unterwegs.

Was es auf Reisen und beim Einkauf noch zu beachten gibt, erklärt der Rat für Nachhaltige Entwicklung in seinem Einkaufsratgeber für nachhaltigen Konsum, dem „Nachhaltigen Warenkorb“ unter www.nachhaltiger-warenkorb.de.

Der Nachhaltige Warenkorb

Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich: Wie es geht, zeigt der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Konsumalternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen aus 16 Themenbereichen, darunter Lebensmittel, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik. Zudem bietet er Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Nachhaltige Warenkorb wird jährlich unter wissenschaftlicher Begleitung aktualisiert. Er ist als Broschüre erhältlich und im Internet. www.nachhaltiger-warenkorb.de

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