Maismarkt bleibt vorerst bullish

(lifePR) ( Stuttgart/Hohenheim, )
Obwohl die Maisernte dieses Jahr auf einen Rekordwert geschätzt wird, wird am weltweiten Maismarkt derzeit wegen großer Verbrauchszuwächse mit festen Preisen gerechnet. Ausführliche Hintergrundinformationen zu den nationalen und internationalen Agrarmärkten bietet das kostenfreie Agrarmarkt-Telegramm von Proplanta.

Das International Grains Council (IGC) veranschlagte Ende Mai die weltweite Maisernte 2010 mit 822 Mio. t um 13 Mio. t höher als im Vormonat. Damit würde die Maisernte eine neue Rekordmarke erreichen und die Vorjahresernte um 15 Mio. t übertreffen. Trotzdem ist der amerikanische Maismarkt "bullish" gestimmt, denn hohe Maisexporte besonders nach China, ein steigender Futtermaisbedarf in Lateinamerika sowie die zunehmende Bioethanolherstellung aus Mais schrauben wiederum die Verbrauchszuwächse nach oben.

Der Verbrauch für Nahrungsmittel und industrielle Verwertung soll zusammen auf 826 Mio. t steigen. Danach sollen trotz neuer Rekordernte die weltweiten Lagervorräte um 4 Mio. t auf 142 Mio. t sinken. Das entspräche gerade 15 % des Verbrauchs und sollte für feste Maispreise sprechen.

Welt-Weizenernte geringfügig höher veranschlagt, EU-Weizenernte schwächer

Die globale Weizenernte wurde mit 660 Mio. t geringfügig um 2 Mio. t höher als im Vormonat taxiert. Die Ernte bliebe danach um 16 Mio. t hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Laut IGC sind die Ernterwartungen in der nördlichen Hemisphäre weiterhin gut, aber die Weizenernte in der EU-27 dürfte wegen Trockenheit in Nordwesteuropa nicht so gut ausfallen wie zuvor angenommen. Auch die Überschwemmungen in Teilen Südpolens und Tschechiens könnten die Ernten gebietsweise vermindern.

Die weltweiten Verbrauchserwartungen bleiben vorerst bei 654 Mio. t, so dass die Weizenvorräte zum Ende des Wirtschaftsjahres 2010/11 auf 201 Mio. t anwachsen könnten, was einem Anteil von fast 31 % des Weltverbrauchs entspräche. Dabei bleibt zu beachten, dass mit steigenden Maispreisen auch der Weizenanteil im Mischfutter zunimmt. Die aktuelle Verbrauchschätzung geht von einem unveränderten Futterweizenverbrauch aus. Insofern basiert der Verbrauchzuwachs auf einem höherem Brotweizenverbrauch und einer steigenden Industrieverarbeitung.

Der Welthandel für Weizen wird wie im Vorjahr auf 120 Mio. t veranschlagt. Dabei werden höhere Weizenexporte in Argentinien und deutlich niedrigere Exporte in der Ukraine unterstellt. Noch unsicher sind die Exportentwicklungen in Russland und Kasachstan.

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