Europäische Getreideernte fällt niedriger aus

(lifePR) ( Stuttgart/Hohenheim, )
Die Ernteschätzungen für Getreide und Ölsaaten gehen in diesem Jahr von einer insgesamt etwas niedrigeren Erntemenge aus. Die Witterungsverhältnisse führen dabei zu regional sehr unterschiedlichen Prognosen. Ausführliche Hintergrundinformationen zu den nationalen und internationalen Agrarmärkten bietet das kostenfreie Agrarmarkt-Telegramm von Proplanta.

In der von Coceral veröffentlichten Finalschätzung zur Getreide- und Ölsaatenernte in der EU-27 wurde die Getreideernte 2010 auf 283,7 Mio. t veranschlagt. Das wären über 10 Mio. t oder 3,3 % Getreide weniger als im Vorjahr. Während die Weizenernte mit 132,2 Mio. t um 1,1 % höher erwartet wird als 2009, fallen die Ernten aller anderen Getreidearten niedriger aus: Gerste -11%, Braugerste -11,3 %, Mais -1,1 %, Roggen -12,3 %, Hafer -6 %, Sorghum -12,7 % und Triticale -8,8 %.

Im Ländervergleich zeigen sich in diesem Jahr ganz erheblich die unterschiedlichen Witterungsverläufe in Europa: Der niederschlagsreiche Südwesten und Südosten Europas verzeichnet hervorragende Erntergebnisse, während die Erträge im Nordosten und besonders Nordwesten mangels ausreichender Niederschläge geringer als sonst ausfallen. Spanien soll 16 % mehr Weizen und 18 % mehr Gerste als 2009 ernten. In Rumänien wird eine um 12 % höhere Weizenernte und um 11 % höhere Gerstenernte erwartet. In Ungarn soll die Ente von Gerste um 26 % und die von Mais um 15 % höher liegen als im Vorjahr.

Dagegen sinkt die Ernte von Gerste in Frankreich um fast 23 %, in England um 24,1 %, in Dänemark um 11,3 % und in Deutschland um 14 %. Auch die Maisernte soll in Frankreich um 3,5 % und bei uns um 2,6 % zurückgehen. Kurz: Das Getreideangebot nimmt in der EU-27 ab, der Anstieg der Weizenernte fällt geringer aus als erwartet. Der Ernterückgang signalisiert auf jeden Fall eine Stabilisierung, wenn nicht Anhebung der Getreidepreise.

Ob der Export letztlich die erforderliche Absatzmenge mit sich bringt, muss sich erst zeigen. Der Importdruck wird geringer, denn die Schwarzmeerregion geht derzeit von kleineren Exportmengen aus. Insbesondere die Ukraine will die Getreidelagerung mit staatlichen Zuschüssen stärker flankieren, um den ruinösen Preisverfall im Vorjahr nicht zu wiederholen.

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