Donnerstag, 26. April 2018


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Silva Semadeni tritt als Pro Natura Präsidentin zurück

Basel, (lifePR) - Silva Semadeni tritt zum Ende der Amtsperiode am 30. Juni 2018 als Pro Natura Präsidentin zurück. Mit Jean-Pierre Sorg und Rosmarie Eichenberger beenden Ende Juni 2018 zwei weitere Vorstandsmitglieder ihr langjähriges, ehrenamtliches Engagement im Pro Natura Zentralvorstand. Über die Nachfolge entscheidet der Pro Natura Delegiertenrat im April 2018.

Nach 22 Jahren, davon 16 als Präsidentin, verlässt die Bündner SP-Nationalrätin Silva Semadeni am Ende der Amtsperiode den Pro Natura Zentralvorstand. Die Historikerin prägte die älteste Naturschutzorganisation der Schweiz sondergleichen. Während ihrer Amtszeit wuchs der Mitgliederbestand von Pro Natura von 98'000 auf über 133'000 und die Finanzkraft verdoppelte sich. «Dieser wachsende Rückhalt, den die Natur in der Bevölkerung hat, freut mich sehr. Die Unterstützung ist aber auch dringend nötig, damit Moore, Auen oder Blumenwiesen als wertvolle Lebensräume für bedrohte Arten in Zukunft erhalten bleiben», sagt Silva Semadeni. Für den Zusammenhalt zwischen der Zentrale in Basel und den 23 Kantonalsektionen sowie für die Sprachen- und Kulturvielfalt innerhalb von Pro Natura spielte die in Chur lebende Puschlaverin eine prägende Rolle.

Neuer Nationalpark?
Nicht nur innerhalb der Organisation, sondern auch in der Landschaft hinterlässt die ehemalige Kantonsschullehrerin nachhaltige Spuren: Mit einem Vorstoss im Nationalrat setzte sie, in Zusammenhang mit der Pro Natura Kampagne «Gründen wir einen neuen Nationalpark», das erste Zeichen für neue Schutzgebiete in der Schweiz. Heute geben zusätzlich zum Schweizerischen Nationalpark im Engadin, 16 regionale Naturpärke und Naturerlebnispärke in der ganzen Schweiz wichtige Naturschutz- und Regionalentwicklungsimpulse. Gut möglich, dass mit dem Parco Nazionale del Locarnese sogar ein neuer Nationalpark den 1998 initiierten Prozess krönt.

Kompetenz, Kontinuität und Know-how
Mit Jean-Pierre Sorg und Rosmarie Eichenberger verlassen zwei weitere langjährige Mitglieder den Zentralvorstand per Ende Juni 2018. Jean-Pierre Sorg ist seit 1995 im Vorstand. Der Waldwissenschafter und ehemalige Lehrbeauftragte für internationale Waldwirtschaft an der ETH Zürich amtet seit 2010 als Vizepräsident. Seine fachliche Expertise war Garantin für viel Kompetenz und Kontinuität in der Vorstandsarbeit. Rosmarie Eichenberger ist seit 2006 im Pro Natura Vorstand und brachte als Dipl. Garten- und Landschaftsarchitektin sowie Raumplanerin wertvolles Know-how an der Schnittstelle Landwirtschaft, praktischer Naturschutz und Raumplanung ein.

Pro Natura bedankt sich bei allen abtretenden Vorstandsmitgliedern für ihr wertvolles und treues Engagement für den Naturschutz in der Schweiz und für Pro Natura als Organisation.

An seiner Sitzung vom 28. April 2018 wird der Pro Natura Delegiertenrat die Vakanzen neu besetzen. Als neue Präsidentin schlägt der Vorstand das bisherige Mitglied Ursula Schneider Schüttel vor. Die Freiburger SP-Nationalrätin und Rechtsanwältin und ist seit 2014 im Vorstand. Ursula Schneider Schüttel verfügt aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeiten im Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK, bis 2003) und als aktuell Zuständige für das Ressort «Planung» im Gemeinderat von Murten sowohl auf Bundes- als auch auf Gemeindeebene über viel Erfahrung und breite Kenntnisse in den wichtigen Dossiers des Natur- und Umweltschutzes.

Weitere Informationen:
www.pronatura.ch/zentralvorstand

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