Freitag, 20. Juli 2018


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SEPA: "Verzögerungen können teuer werden"

Duisburg, (lifePR) - .
- Die Zeit für die Umstellung auf die SEPA-Verfahren wird knapp
- Bis zum 1. Februar 2014 müssen die Prozesse sowie die eingesetzten IT-Systeme an die neuen Standards für den unbaren Zahlungsverkehr angepasst sein
- Uternehmen sollten jetzt handeln, sonst kann es teuer werden

"Zahlreiche deutsche Unternehmen sind nicht oder nur unzureichend auf die Umstellung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs auf das europäische SEPA-Verfahren vorbereitet", sagt Herr Dr. Christoph Swart, Partner der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage in Duisburg.

Für Unternehmen besteht dringender Handlungsbedarf. "Bis zum 1. Februar 2014 müssten die Prozesse sowie die eingesetzten IT-Systeme SEPA-fähig sein. Gelingt dies nicht rechtzeitig, kann es für die Unternehmen richtig teuer werden", warnt Dr. Swart. Die möglichen Folgen reichen von erhöhten Arbeitsaufwänden bei der Verarbeitung und Zuordnung von Zahlungen über mögliche Zwischenfinanzierungen aufgrund von verspäteten Zahlungseingängen und fehlgeschlagenen Lastschriften bis hin zu bußgeldbelegten Meldeverstößen im Außenwirtschaftsverkehr.

Handlungsbedarf analysieren

"Unternehmen sollten daher jetzt ihren Handlungsbedarf analysieren und die Umstellung auf SEPA umgehend in Angriff nehmen", empfiehlt Dr. Swart. Aus Unternehmenssicht ist zu beachten, dass die Änderungen nicht nur die vordergründig mit dem Zahlungswesen in Verbindung gebrachten Prozesse betreffen, sondern auch eine Vielzahl anderer Bereiche berühren. Dies erstreckt sich von der einfachen Änderung der Geschäftsbriefbögen bis hin zu gesonderten Regelungen zur Archivierung und Digitalisierung der in Papierform vorliegenden Lastschriftmandate. Insbesondere die im Unternehmen eingesetzten IT-Systeme müssen umgestellt werden. Sie müssen die neuen Datenformate unterstützen und die geänderten Prozesse bedienen können.

Das SEPA-Verfahren

Das SEPA-Verfahren löst zum 1. Februar 2014 in 32 europäischen Ländern die derzeitigen nationalen Verfahren für Überweisungen und Lastschriften in der Währung Euro ab. SEPA (Single Euro Payments Area) bezeichnet den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, der für Zahlungen in Euro keine Unterscheidung mehr zwischen Inlandszahlungen und grenzüberschreitenden Zahlungen vorsieht. Laut EU-Verordnung vom 14. März 2012 ist das zugrunde liegende Regelwerk zum 1. Februar 2014 verbindlich umzusetzen. Nationale Euro-Zahlverfahren dürfen dann grundsätzlich nicht mehr verwendet werden. Für einige Sonderverfahren (z. B. ELV) ist eine Fristverlängerung bis zum 1. Februar 2016 vorge­sehen.

Die SEPA-Verfahren unterscheiden sich in einigen wesentlichen Teilen vom heutigen Verfahren in Deutschland. Zu den Änderungen zählen u.a.:

- Einzugsermächtigungen (Mandate) müssen künftig mit vordefinierten Inhalten in Papierform vorliegen und vom Zahlungspflichtigen unterschrieben sein. Vertragsmuster, Formulare und die Prozesse zur Einholung des Lastschriftmandats müssen in den Unternehmen daraufhin angepasst werden.

- Lastschriften müssen dem Zahlungspflichtigen bis zu 14 Tage vor Fälligkeit angekündigt werden (Pre-Notification). Hierzu sind aktuelle Adressdaten erforderlich sowie geeignete Fristen und Übermittlungswege zu definieren, damit ein Lastschrifteinzug nicht unnötig verzögert wird.

- Es bestehen Vorlagefristen von bis zu fünf Banktagen vor Fälligkeit, so dass die Liquiditätsplanung beeinflusst wird und die Zahlläufe gegebenenfalls angepasst werden müssen.

- Die neue Kontoidentifikation über IBAN und BIC erfordert eine Umstellung der Stammdaten von Geschäftspartnern und Mitarbeitern.

- Das vorgesehene Datenaustauschformat (XML) besitzt ein erheblich größeres Datenvolumen, was sich negativ auf die System-performance auswirken kann. Die eingesetzten IT-Anwendungen und Schnittstellen müssen dieses Datenformat zudem verarbeiten können.

PKF International

PKF International ist ein weltweites Netzwerk unabhängiger Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs- und Unternehmensberatungsgesellschaften. Mit einem Jahresumsatz von weltweit ca. 2,6 Milliarden US-Dollar rangiert PKF International auf Position 10 der Prüfungs- und Beratungsunternehmen weltweit. PKF International beschäftigt heute weltweit rund 21.500 Mitarbeiter, davon ca. 2.200 Partner an ca. 440 Standorten in 125 Ländern.

PKF Fasselt Schlage Katharina Wentzel

PKF Fasselt Schlage gehört zu den führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland. Die mittelständisch geprägte, unabhängige und partnergeführte Gesellschaft beschäftigt an 15 Stand­orten insgesamt mehr als 600 Personen. Davon sind rund 200 Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte, viele von ihnen mit Mehrfachqualifikation.



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