Mittwoch, 24. Mai 2017


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"Kleider machen Leute"

VolkswagenStiftung fördert Marburger Forschungen im Museum

(lifePR) (Marburg, ) Mit 355.700 Euro unterstützt die VolkswagenStiftung das Vorhaben "Soziokulturelle Untersuchungen zur Bekleidungsgeschichte der 1930er/40er Jahre" von Dr. Kerstin Kraft vom Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft der Universität Marburg und Dr. Walter Hauser vom Rheinischen Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte in Oberhausen.

Die Förderung gehört zu den ersten elf Projekte im Rahmen der neuen Initiative "Forschung in Museen", für die die Stiftung insgesamt rund 3,7 Millionen Euro aufbringt, um neue Impulse für die Museumsforschung zu geben. Im Vordergrund stehen sowohl die Vernetzung mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen als auch die Ausbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Eine solche Kooperation ist das Marburg-Oberhausener Forschungsprojekt. "Unser Ziel ist es, die Alltagskleidung der Menschen, Trage- und Konsumgewohnheiten, die Verfügbarkeit von Kleidung und Mode sowie deren Herstellung in der Zeit zwischen der Weltwirtschaftskrise und der unmittelbaren Nachkriegszeit - also in den 1930er und 1940er Jahren - zu rekonstruieren", erklärt Dr. Kerstin Kraft vom Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps-Universität. Originale Kleidungsstücke aus einem großen Sammlungsbestand werden zu diesem Zweck gezielt untersucht und anschließend durch "objektbasierte Zeitzeugeninterviews" als kulturgeschichtliche Quellen verfügbar, interpretierbar und so auch für Nicht-Zeitzeugen erlebbar gemacht.

Die Forscher hoffen, dass insbesondere die Verbindung von Alltagsgeschichte und Politik als Rahmensetzung zu interessanten Ergebnissen führt. Von Vorteil für die wissenschaftliche Arbeit ist auch, dass seitens des Museums Kontakte zu entsprechenden Studiengängen etwa im Bereich Mode/Textildesign an den Universitäten Dortmund, Essen und Paderborn bestehen. Zur Halbzeit des Vorhabens im Jahr 2011 werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit in einer Ausstellung vorgestellt und darüber hinaus mit anderen Wissenschaftlern bei einem interdisziplinären Workshop diskutiert. Die Reaktionen auf beide Veranstaltungen bilden die Basis für die weitere Forschung und eine abschließende Publikation im Jahr 2012. Auf diese Weise soll ein in der musealen Forschung oft angestrebtes, aber selten verwirklichtes Ziel erreicht werden: Die Ausstellung selbst bildet die Grundlage für neue Forschung.

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