Ein Wetterschutzdach rechnet sich - Bauzeit verkürzt und hohe Qualität gesichert

Autobahnbrücke bei Grudziądz, Polen

(lifePR) ( Weißenhorn, )
Derzeit entsteht eine neue Brücke zur Überquerung der Weichsel. Für die Vorlandbrücke aus südöstlicher Richtung wird das so genannte Taktschiebeverfahren angewendet. Die Vorfertigung der einzelnen, sich wiederholenden Brückenabschnitte erfolgt mit einer ortsfesten Schalung. Ein temporäres Schutzdach auf Basis des PERI UP Modulgerüsts überspannt den Produktionsbereich und erlaubt die wetterunabhängige Herstellung der einzelnen Abschnitte des Überbaus. Der Einsatz des Wetterschutzdachs war einer der Faktoren, durch die die Bauunternehmung Skanska-NDI geplante Bauzeit um drei Monate verkürzen konnte. Dank des Mietkonzepts für das Wetterschutzdach ist diese Lösung dazu besonders wirtschaftlich.

Das Brückenbauwerk im Detail

Zwei Fahrbahnen mit je etwa 556 m Länge werden in 25 Takten mit einer Regellänge von 24 m hergestellt. Die Schalungen haben eine Länge von 25 m sind hinter dem Brückenwiderlager positioniert. Dort werden die einzelnen Teilstücke des Überbaus unmittelbar aneinander betoniert und durch Spannkabel miteinander verbunden. Anschließend wird der erhärtete Brückenabschnitt einige Millimeter angehoben und zusammen mit den anderen, bereits fertiggestellten Segmenten um eine Taktlänge in Richtung Brückenlängsachse nach vorn verschoben.Für die Betonierarbeiten des Hohlkastenprofils war ursprünglich eine Bauzeit von insgesamt zwölf Monaten eingeplant. Da die Ausführung im November 2009 startete, waren minimale Temperaturen von bis zu 25°C unter dem Gefrierpunkt zu erwarten.

Ein Schutzdach für wetterunabhängiges Arbeiten

Um vor sämtlichen Witterungseinflüssen und insbesondere vor den extrem niedrigen Temperaturen im Winter geschützt zu sein, plante die Bauunternehmung die Errichtung eines temporären Schutzdaches für die Bauzeit. Das technische Konzept von PERI überzeugte die Ausführenden. Die Möglichkeit, das LGS Schutzdach für den Nutzungszeitraum anzumieten, bot außerdem eine wirtschaftliche Lösung.

Insgesamt setzt das Baustellenteam vier Dachkonstruktionen ein: Zwei kleinere, fest installierte Zelte dienen der Bewehrungsvorbereitung; zwei verschiebbare Schutzdächer auf Basis des Fachwerkbindersystems LGS überspannen den Schalungs- und Betonierbereich.

Um ungehinderten Material- und Betoneinbau zu ermöglichen, erlaubt die Konstruktion das Verfahren der Schutzdächer. Die Binderauflager sind dazu mit Fahrschienen ausgestattet und erstrecken sich über eine Länge von 55,50 m. Sie sind damit mehr als doppelt so lang wie die Schutzdächer. Die eingesetzten Fahrwerke erlauben das Verfahren der Dächer in Längsrichtung. In Binderebene lässt sich mit Systembauteilen das statische System eines Einfeldträgers mit einem festen und einem verschieblichen Auflager problemlos realisieren.

Besondere Anforderungen an die LGS Lösung

Die räumliche Anordnung der beiden Taktschiebeanlagen gab die Position der Wetterschutzdächer vor, der Freiraum zwischen beiden Fahrbahnschalungen war stark begrenzt. Der Lastabtrag der Auflagerkonstruktion beider Wetterschutzdächer musste über ein gemeinsames Mittelauflager gewährleistet werden. Eine Herausforderung für die Planung - denn die hohen Lasten bringen große Durchbiegungen der Konstruktion mit sich, die das Verfahren der Dächer auf den Fahrschienen erschweren kann. Es galt also, anstehende Lasten und Verformungen in der Planung exakt zu berechnen und für die Ausführung zu berücksichtigen. Die anstehenden Windlasten können über Serienbauteile abgetragen werden. Um die Schutzdächer gegen Abheben zu sichern, wurden die Auflagerscheiben ballastiert und teilweise in der vorhandenen Bodenplatte verankert.

Optimale Arbeitsbedingungen durch geschlossene Einhausung

Mit Kederschienen und Planen ergeben die Gerüstkonstruktionen sehr leichte und lichttransparente Dächer. Die Lösung in Grudziądz sieht auch eine Seiten- und Giebelbeplanung vor. Überlappungen der Planen an sämtlichen Stößen ergeben eine möglichst dichte Hülle, die sich gleichzeitig einfach öffnen lässt. Bei extremen Außentemperaturen wurden die temporären Zelte zudem beheizt.

Dank dieser Schutzdachkonstruktion konnte und kann das Baustellenteam stetig und geschützt arbeiten - trotz der extrem geringen Außentemperaturen während des vergangenen Winters. Das Schutzdach trug dazu bei, die geplante Bauzeit erheblich zu verkürzen. Eine weitere positive Auswirkung der Einhausung ist die erzielte hohe und gleichbleibende Betonqualität aufgrund des stetig guten Abbindevorgangs zu jeder Jahreszeit. Nicht zuletzt sind die verbesserten Arbeitsbedingungen für das Personal zu nennen.

Beste Funktionsweise - Optimales Ergebnis

Für Bewehrungseinbau und Betonierarbeiten werden die LGS Schutzdächer jeweils über die Bewehrungszelte verfahren. Dazu dienen die leichtgängigen Fahrwerke aus dem PERI UP Standardprogramm. Trotz hoher Lasten und komplexer Randbedingungen lässt sich ein Schutzdach einfach von zwei bis vier Personen verschieben - ganz ohne Einsatz von Hilfsmitteln. Diese Tatsache belegt die hohe Stabilität und Maßgenauigkeit der Gerüstkonstruktion.

Die ausführende Bauunternehmung bewertet neben der technischen Lösung auch das Mietkonzept und die konstruktive Zusammenarbeit mit PERI als positiv. Die Summe aller Punkte führt zu einer äußerst wirtschaftlichen Lösung, die zum Projekterfolg beiträgt.

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