Mittwoch, 20. Juni 2018


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München zeigt seine effiziente Seite

"Passivhaus - das lohnt sich" - Passivhaustagung am 9. + 10. März 2018

Darmstadt/München, (lifePR) - München hat mehr zu bieten als hohe Preise: Tolle Projekte des klimafreundlichen Bauens sowie Wohnquartiere, die in Sachen Energieeffizienz und gemeinschaftliches Leben neue Maßstäbe setzen. Zu bezahlbaren Kosten! Einblicke in einzigartige Passivhaus-Projekte gibt es auf der 22. Internationalen Passivhaustagung in München. Das Schwerpunktthema lautet "Passivhaus - das lohnt sich" und stellt besonders die Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz in den Fokus.

"Energieeffizienz verbessert den Komfort und verringert die Gefahr von Bauschäden. Beim Neubau und bei ohnehin notwendigen Sanierungen ist Energieeffizienz dazu geeignet, die Gesamtkosten für die Nutzer der Gebäude zu reduzieren", erklärt der Gründer des Passivhaus Instituts, Prof. Dr. Wolfgang Feist. Das Passivhaus Institut richtet die Internationale Passivhaustagung im MOC Veranstaltungscenter München sowie die angeschlossene Fachausstellung aus.

München und Passivhaus

Während München häufig wegen teurer Preise und damit auch hoher Mieten in den Schlagzeilen steht, erlaubt die Internationale Passivhaustagung einen ganz anderen Blick auf Wohnen und Leben in der Landeshauptstadt. In München sowie im gesamten Freistaat tut sich viel in Sachen Energieeffizienz.

Viele Passivhäuser in München und Umgebung

Das beweist nicht nur das 10.000-Häuser-Programm zur Förderung effizienter und systemdienlicher Gebäude. Es gibt auch zahlreiche Projekte im Passivhaus-Standard: Dazu gehören die Gebäude des Montessori-Vereins Erding, das repräsentative Verwaltungsgebäude des Abwasserzweckverbands in Eitting, die Erweiterung des Bayerischen Landtags in München sowie Sanierungen zum Passivhaus-Standard.

München Vorbild in Sachen Quartier

Was viele nicht wissen: München ist ein Vorbild in Sachen Quartiersentwicklung. Dabei wird beim Gebäudestandard auf Energieeffizienz und beim Zusammenleben auf ein Miteinander großen Wert gelegt, so auch in den Quartieren Ackermannbogen und Domagkpark. Beide Quartiere entstanden auf ehemaligen Kasernengeländen in München und bieten heute mehreren tausend Menschen bezahlbaren Wohnraum sowie eine engagierte Nachbarschaft in der Großstadt. Diese Quartiere werden auch bei den Exkursionen zur Passivhaustagung angesteuert.

Arbeitsgruppen zur Wirtschaftlichkeit

Über 120 Referenten aus rund 50 Ländern haben sich für die Vorträge zur 22. Internationalen Passivhaustagung angekündigt. In zahlreichen Arbeitsgruppen fokussieren sie an den beiden Tagungstagen weltweite Neubau- und Sanierungsprojekte. Im Fokus steht dabei gemäß dem Tagungsschwerpunkt die Wirtschaftlichkeit von Passivhaus-Projekten. Zudem geht es um kostengünstige Lüftungslösungen, Ökologie beim Bauen sowie Komponenten und Gebäudetechnik. Die große Passivhaus-Party findet am Tagungsfreitag statt. Die Teilnahme daran ist bereits im Tagungsbeitrag enthalten.

Zahlreiche Workshops

Die 22. Internationale Passivhaustagung findet am 9. und 10. März 2018 im MOC Veranstaltungscenter München statt. Im Vorfeld der Tagung gibt es zahlreiche Workshops, darunter auch einen für kommunale Vertreter. In weiteren Seminaren können Planer und Berater ihr Wissen unter anderem in den Bereichen Lüftungskonzepte, Wirtschaftlichkeits-berechnungen und Inbetriebnahme vertiefen. Weitere aktuelle Themen sind u.a. Energieeffizienz und erneuerbare Energie, die wirtschaftliche Planung der Gebäudehülle, Kühlung und Entfeuchtung sowie die Planungswerkzeuge PHPP und designPH.

Programm für Energieberater und Planer

Energieberatern und Planern bietet das Passivhaus Institut ein maßgeschneidertes Programm. Dazu gehören Vorträge, die den Drahtseilakt zwischen Normung und Effizienzanforderungen fokussieren. Bei der Beratung von Bauherren spielen gerade die Aspekte Wirtschaftlichkeit sowie der bessere Wohnkomfort eine große Rolle.

Fachausstellung und Bauherrenforum

Passivhaus-Komponenten werden auf der gleichzeitig stattfindenden zweitägigen Passivhaus-Fachausstellung präsentiert. Führende nationale und internationale Hersteller stellen ihre Komponenten für Neubauten und Modernisierungen im Passivhaus-Standard aus, darunter Fenster und Türen, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung und Systeme zur Wärmedämmung sowie Messgeräte. Die Fachausstellung ist auch für Privatleute gedacht. Sie können sich beim Bauherren-Forum am Tagungssamstag über energieeffizientes Bauen informieren. Dafür stehen als Gesprächspartner neben den Passivhaus-Experten auch private Bauherren zur Verfügung.

Exkursionen in München und Umgebung

Im Anschluss an die Tagung können die Teilnehmer am Sonntag, 11. März 2018, an Exkursionen zu interessanten Passivhaus-Projekten in München und Umgebung teilnehmen. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Alle deutschen Vorträge werden simultan ins Englische übersetzt. Der Frühbucherrabatt gilt bis zum 15. Januar 2018. Weitere Informationen unter www.passivhaustagung.org 

Allgemeine Informationen

Passivhaus
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das dank seiner sehr guten Wärmedämmung ohne klassische Gebäudeheizung auskommt. "Passiv" werden die Häuser genannt, da der größte Teil des Wärmebedarfs aus "passiven" Quellen wie Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird. Ein Passivhaus verbraucht somit rund 90 Prozent weniger Heizwärme als ein bestehendes Gebäude und 75 Prozent weniger als ein durchschnittlicher Neubau.

Passivhaus & COP23 in Bonn 2017
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) benennt in "The Emissions Gap Report 2016" ausdrücklich Passivhäuser als eine der wesentlichen Möglichkeiten, die Energieeffizienz von Gebäuden zu erhöhen und dadurch die Erderwärmung zu vermindern.

Pionierprojekt
Das erste Passivhaus weltweit errichteten vier private Bauherren, einer von Ihnen war Dr. Wolfgang Feist, vor 25 Jahren in Darmstadt-Kranichstein. Die Reihenhäuser gelten seit dem Einzug der Familien 1991 als Pionierprojekt für den Passivhaus-Standard. Bauphysiker bescheinigen dem ersten Passivhaus nach 25 Jahren nach umfangreichen technischen Untersuchungen eine uneingeschränkt gute Funktionstüchtigkeit sowie einen unverändert geringen Verbrauch von Heizwärme. Auch das weltweit erste Passivhaus nutzt mit seiner neuen Photovoltaikanlage nun erneuerbare Energie und erhielt das Zertifikat zum Passivhaus Plus.

Passivhaus und erneuerbare
Energie Der Passivhaus-Standard lässt sich gut mit der Erzeugung erneuerbarer Energie direkt am Gebäude kombinieren. Seit April 2015 gibt es für dieses Versorgungskonzept die neuen Gebäudeklassen "Passivhaus Plus" und "Passivhaus Premium". Mittlerweile sind die ersten Häuser in diesen beiden Kategorien zertifiziert, sowohl Privathäuser als auch Bürogebäude.

Passivhäuser
Mittlerweile gibt es Passivhäuser für alle Nutzungsarten: Neben Wohn- und Bürogebäuden existieren auch Kitas und Schulen, Sporthallen, Schwimmbäder und Fabriken als Passivhäuser. In Frankfurt am Main entsteht gerade die weltweit erste Passivhaus-Klinik. Das Interesse steigt stetig. Mit Blick auf den Ressourcenverbrauch der Industrieländer sowie die Eindämmung der Klimaerwärmung setzen Kommunen, Unternehmen und Privatleute einen Neubau oder eine Sanierung zunehmend im Passivhaus-Standard um.

Passivhaustagung

Das Passivhaus Institut richtet die Internationale Passivhaustagung sowie die angeschlossene Passivhaus-Fachausstellung aus. Die 22. Passivhaustagung findet am 9. + 10. März 2018 in München statt. www.passivhaustagung.org 

Passivhaus Institut

Das Passivhaus Institut mit Sitz in Darmstadt ist ein unabhängiges Forschungsinstitut zur hocheffizienten Nutzung von Energie bei Gebäuden. Das von Prof. Dr. Wolfgang Feist gegründete Institut belegt eine internationale Spitzenposition bei der Forschung und Entwicklung zum energieeffizienten Bauen. Prof. Dr. Wolfgang Feist erhielt 2001 den DBU-Umweltpreis für die Entwicklung des Passivhaus-Konzeptes.

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