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Pressemitteilung BoxID: 688339 (PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e. V.)
  • PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e. V.
  • Zum Brook 4
  • 24143 Kiel
  • http://www.paritaet-sh.org
  • Ansprechpartner
  • Günter Ernst-Basten
  • +49 (431) 5602-12

Vom Frauenhaus in die eigenen vier Wände

Das Projekt 'Frauen_Wohnen' hilft bei der schwierigen Suche nach Wohnraum

(lifePR) (Kiel, ) Die schwierige Situation auf dem Wohnungsmarkt führt dazu, dass Frauen nach einem Aufenthalt in einem Frauenhaus oft erhebliche Probleme haben, eine angemessene und bezahlbare Wohnung zu finden. Sie bleiben oftmals länger als notwendig, auch wenn sie nicht mehr schutzbedürftig sind. Die Plätze stehen anderen Frauen und Kindern in Krisensituationen somit nicht zur Verfügung.

Das Projekt „Wohnraumbeschaffung durch Kooperation – bezahlbarer Wohnraum für Frauen, die mit ihren Kindern in Frauenhäusern leben“ (kurz: Frauen_Wohnen) soll dies ändern. Das Gleichstellungsministerium fördert das Projekt und startete es heute (21. Dezember) beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V.

„Es gibt zwei gute Gründe dieses Wohnraumprojekt umzusetzen: Zum einen brauchen wir die knappen Frauenhausplätze für die akuten Notfälle und zum anderen sollen die Frauen möglichst schnell den Übergang in eine gewaltfreie Normalität finden“, so Günter Ernst-Basten vom PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein.

„Wir können mit diesem Projekt nachhaltig die Lebenssituation von Frauen und natürlich auch deren Kinder stabilisieren und verbessern“, so die Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack. Durch das Projekt „Wohnraumbeschaffung durch Kooperation – bezahlbarer Wohnraum für Frauen, die mit ihren Kindern in Frauenhäusern leben“ sollen Frauen bei der Suche  nach einem angemessenen und  dauerhaft bezahlbaren Wohnraum gezielt unterstützt werden. Das Gleichstellungsministerium des Landes Schleswig-Holstein hat den PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein mit der Durchführung betraut.

„Frauen, die nach der Unterbringung im Frauenhaus eine Wohnung suchen, haben es nicht leicht. Sie sind vordringlich wohnungssuchend, stehen aber in Konkurrenz zu den vielen anderen, die ebenfalls auf dem Wohnungsmarkt aktiv sind. Das Projekt des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes wird ihnen helfen. Die Mitgliedsunternehmen des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen sehen ihre gesellschaftliche Verantwortung darin, das Projekt und damit die Frauen zu unterstützen. Nur über gutes Wohnen gelingt es, ihnen und ihren Familien ein menschengerechtes Leben zu sichern“, so Andreas Breitner, Verbandsdirektor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). Der Verband vertritt 81 schleswig-holsteinische Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften, die insgesamt rund 170.000 Wohnungen anbieten.

Matthias Wulf vom Fachbereich Soziales der Hansestadt Lübeck sieht einen weiteren ganz praktischen Nutzen in dem Projekt: „ Durch das Projekt können Vermittlungshemmnisse, die viele Frauen haben, überwunden werden. Begleitung und Betreuung können bei der Wohnungssuche und dem Übergang in die eigene Wohnung hilfreich sein.“

„Die Umsetzung des Projektes ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung und eine Innovation. Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen, Landesregierung, Kommunen und Wohnungswirtschaft werden eng zusammenarbeiten, um für die betroffenen Frauen und betroffenen Kinder Wohnraum zu organisieren“, so Ernst-Basten.

Die Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, Frauenhäusern, der Wohnungswirtschaft, die Vertreter der Kreise und Kommunen sowie des PARITÄTISCHEN starteten heute das gemeinsame Projekt und setzten einen begleitenden Beirat ein. Dieser Beirat soll während der gesamten Projektlaufzeit (bis Dezember 2022) die Begleitung des Vorhabens sicherstellen.In diesem Beirat sind neben dem Justizministerium und dem PARITÄTISCHEN, auch Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen, Vertreter der Kommunen und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen vertreten.

Vorgesehen sind vier regionale Servicestellen zur Umsetzung des Konzeptes, die dann für folgende Regionen zuständig sind:

Region 1: Lübeck, Ostholstein, Lauenburg, Stormarn
Region 2: Kiel, Plön, Neumünster
Region 3: Wedel, Pinneberg, Elmshorn, Norderstedt, Itzehoe
Region 4: Rendsburg, Dithmarschen, Flensburg, Schleswig-Flensburg