Kobolde machen selbstbewusst

Papilio mit der Augsburger Puppenkiste zu Gast in Frankfurt

(lifePR) ( Augsburg, )
Wenn Kita-Kinder starke Persönlichkeiten sind, wenn sie ein gesundes Selbstbewusstsein haben und sich in andere einfühlen können, dann ist das schon die „halbe Miete“ für eine positive weitere Entwicklung. Denn aus starken Kindern werden starke Jugendliche und aus starken Jugendlichen werden starke Erwachsene. Insbesondere das Risiko späterer Alkohol- oder Nikotinprobleme sinkt deutlich, ebenso die Lust auf und an Gewalt. Damit Eltern und Kitas mit dieser Herausforderung nicht alleine da stehen, werden sie von der AOK Hessen, der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS), dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und den hessischen Fachstellen für Suchtprävention ganz konkret unterstützt. Und dabei helfen Freudibold, Heulibold, Bibberbold und Zornibold. Die Kobolde sind Hauptdarsteller des Stücks „Paula und die Kistenkobolde“. Es ist ein wichtiges Element des vielfach bewährten Präventionsprogramms Papilio und wurde heute von der Augsburger Puppenkiste im Saalbau Gutleut aufgeführt. Schirmherr von Papilio in Hessen ist Staatsminister Stefan Grüttner.

Auch Spielzeug braucht mal Ferien
Papilio richtet sich an Kinder im Kindergartenalter, vermindert – wissenschaftlich nachgewiesen – erste Verhaltensauffälligkeiten und stärkt ganz konkret sozial-emotionale Kompetenzen. Das Stück rund um Paula und ihre kleinen Koboldfreunde ist jedoch nur ein Teil von Papilio. Im täglichen Kita-Alltag kommen noch viele weitere Maßnahmen hinzu. Ganz besonders beliebt ist dabei der „Spielzeug-macht-Ferien-Tag“. Durch ihn sollen die Beziehungen der Kinder untereinander ausgebaut sowie ihre Kreativität gestärkt werden. Das gilt auch für das „Meins-deinsdeins-unser-Spiel“, bei denen die Kinder selbst erdachte Regeln untereinander vereinbaren und auch auf deren Einhaltung achten.

20 Erzieherinnen bis 2015 zertifiziert
Elton Sheme, Mitarbeiter der Fachstelle Prävention in Frankfurt und Papilio Trainer begrüßt besonders den ganzheitlichen Ansatz des Programms: „Die Maßnahmen des Papilio-Programms sind so konzipiert, dass Kindergartenkinder, deren Eltern und ErzieherInnen die Inhalte des Programms nicht nur erfahren, sondern diese aktiv und längerfristig umsetzen sowie reflektieren können. Deswegen legt das Programm besonderen Wert auf die Verinnerlichung und Verkörperung entwicklungsfördernden erzieherischen Handelns.“ Das Programm wird in Frankfurt am Main von der Fachstelle Prävention seit 2007 angeboten. Bis Ende 2015 werden insgesamt 20 Erzieherinnen und drei Einrichtungen zertifiziert werden. Rund 350 Kinder wurden bisher direkt erreicht. Die Fachstelle Prävention wird das Programm auch im Jahr 2016 weiter anbieten.

Zehn Jahre Papilio in Hessen
Hessen war übrigens das erste Bundesland, das nach der Modellphase in Bayern ab 2006 die flächendeckende Einführung von Papilio beschlossen hat. Schon vorher, im Juni 2005, wurden hierzulande die ersten 17 Papilio-Trainerinnen ausgebildet. Dieses Jubiläum zur zehnjährigen Umsetzung wurde am 21. und 22. September in Wiesbaden im Rahmen eines großen Symposiums begangen, an dem auch der hessische Schirmherr, Sozialminister Stefan Grüttner, teilnahm. Er betonte im Rahmen des Symposiums die Bedeutung von Papilio für die frühe Prävention: „Mit Papilio wird nachgewiesenermaßen schon  im Kindergarten eine gute und  effektive Sucht- und Gewaltprävention geleistet. Dieses Engagement unterstütze ich bis heute gerne.“ Und die Zahlen sprechen für sich: Bisher sind in Hessen insgesamt rund 1.480 pädagogische Fachkräfte ausgebildet und über 29.600 Kinder erreicht worden.

Gesunde Kinder – Gesunde Zukunft
Mona Nüchter von der AOK Hessen freut sich über diesen Zuspruch: „Kindergesundheit ist das zentrale Thema für die AOK Hessen. Das machen wir nicht zuletzt mit unserer Initiative ‚Gesunde Kinder – Gesunde Zukunft‘ deutlich. Papilio passt bestens dazu, weil es vielfach bewährt und evaluiert ist und weil die Kinder richtig viel Spaß daran haben. Das merken wir heute hier vor Ort und das ist einfach großartig anzusehen.“ Die AOK Hessen hat bislang über eine Million Euro für Papilio in die Hand genommen.

Für die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) setzt Papilio an der genau richtigen Stelle an: „Aus wissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir, wie sich süchtiges Verhalten entwickelt und dass man dieser Entwicklung entgegenwirken kann. Bereits im Kindergarten gegen Sucht zu arbeiten heißt also, Kinder in ihrer normalen Entwicklung zu unterstützen, Ressourcen der Kinder und Schutzbedingungen zu aktivieren und erste Risiken aus dem Weg zu schaffen. Bei all diesen Punkten setzt Papilio an und wählt dafür bewusst den Kindergarten“, sagt Regina Sahl von der HLS.

120.000 Kinder profitierten
Entwickelt und wissenschaftlich überprüft wurde das Programm in Augsburg. Gemeinsam mit der Augsburger Puppenkiste veranstaltet das Sozialunternehmen Papilio e.V. jene bundesweite Aufklärungskampagne, die Papilio jetzt auch nach Wiesbaden geführt hat. Heidrun Mayer, geschäftsführende erste Vorsitzende von Papilio, zu den bisherigen Erfahrungswerten: „Insgesamt profitieren bereits über 120.000 Kinder durch 6.044 fortgebildete pädagogische Fachkräfte von dem Programm. Damit wir noch mehr Kinder in ihrer psychosozialen Gesundheit schon früh fördern können, ist es notwendig, die Erwachsenen in ihrer Verantwortung für die Zukunft der Kinder stetig zu sensibilisieren.“ Die bundesweite Verbreitung von Papilio wird u.a. von der gemeinnützigen Auridis GmbH, DEUTSCHLAND RUNDET AUF und Sternstunden e.V. gefördert, Schirmherr ist der Publizist Ulrich Wickert. Näheres zu Papilio und den Kistenkobolden gibt’s im Internet unter www.papilio.de. An Fortbildungen interessierte Erzieherinnen können sich außerdem an die Fachstelle für Suchtprävention wenden: Fachstelle Prävention, Verein Arbeit- und Erziehungshilfe e.V., Gebeschusstraße 35, 65929 Frankfurt am Main - Höchst, Tel: 069 97 38 39 30, Fax: 069 97 38 39 38, E-Mail: praevention@vae-ev.de

 
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