Samstag, 27. Mai 2017


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Oxfam-Umfrage: Afghanische Zivilbevölkerung macht Armut und Arbeitslosigkeit für den Krieg verantwortlich

Studie "The Cost of War", frei ab Mittwoch, 18.11. 2009, 00:01 Uhr

(lifePR) (Berlin, ) 70 Prozent der Befragten in Afghanistan nennen Armut und Arbeitslosigkeit als Hauptursache für den andauernden bewaffneten Konflikt in ihrem Land. Das zeigt eine neue Umfrage von Oxfam und mehreren afghanischen Partnerorganisationen. An zweiter Stelle nennen die Befragten die schwache afghanische Regierung sowie Korruption. Die Taliban und die Einmischung von Nachbarstaaten werden als die dritt- und viertwichtigsten Ursachen angesehen.

"Die Menschen in Afghanistan wollen endlich Frieden. Sie erwarten zu Recht, dass die wahren Ursachen des Krieges beseitigt werden", sagt Oxfam-Geschäftsführer Paul Bendix. "Das heißt in erster Linie, die Armut zu bekämpfen, unter der fast die Hälfte der Bevölkerung leidet." Die internationale Gemeinschaft müsse dem zivilen Aufbau klaren Vorrang vor militärischen Lösungen einräumen.

Die Umfrage ist Teil des neuen Oxfam-Berichts "The Cost of War", der ein düsteres Bild des seit 30 Jahren von Kriegen heimgesuchten Landes zeichnet. Es wurden 704 Personen aus verschiedenen Regionen Afghanistans befragt. Viele beklagen, dass die internationale Hilfe nicht diejenigen erreiche, die sie am dringendsten benötigen. "Die Menschen brauchen vor allem Arbeit", erklärt Bendix. "Die afghanische Landwirtschaft muss stärker gefördert und die Infrastruktur verbessert werden." Die Befragten wünschen sich außerdem, dass das Bildungs- und Gesundheitswesen ausgebaut wird.

Damit der Aufbau in Afghanistan gelingt, muss der Schutz der Zivilbevölkerung absolute Priorität haben", fordert Bendix. Luftangriffe und nächtliche Durchsuchungen durch die alliierten Streitkräfte müssten deshalb weitestmöglich beschränkt werden. Allein bis Oktober seien in diesem Jahr 2021 Zivilisten ums Leben gekommen.

Weitere Ergebnisse der Oxfam-Umfrage:

- Jede/r sechste Befragte erwägt derzeit, Afghanistan zu verlassen
- Drei Viertel der Befragten wurden seit 1979 vorübergehend oder auf Dauer aus ihren Wohnorten vertrieben
- Jede/r Fünfte wurde seit dem Beginn der Kämpfe im Jahr 1979 in Gefängnissen oder von bewaffneten Gruppen gefoltert

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