Dienstag, 19. September 2017


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G20-Gipfel: G20 blockieren weiter den Kampf gegen Korruption und Geldwäsche

Hamburg, (lifePR) - Am ersten Verhandlungstag sind die G20 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die “Erklärung der Staats-und Regierungschefs zur Bekämpfung von Terrorismus” enthält zum Thema Terrorismusfinanzierung nicht mehr als den Status quo. Die G20 haben es versäumt, Transparenz zu stärken, um Geldwäsche und Korruption zu bekämpfen. Dabei haben afrikanische Regierungen wiederholt darauf hingewiesen, dass Transparenz Bestandteil einer echten Partnerschaft mit Afrika sein müsse.

Stephan Exo-Kreischer, Deutschland-Direktor von ONE, sagt: "Heute hat die Kanzlerin lobend hervorgehoben, dass mit der Agenda 2063 der Afrikanischen Union zum ersten Mal ein Entwicklungsplan von Afrika für Afrika existiere. Dieser Plan wird jedoch nur zum Erfolg führen, wenn endlich der Kampf gegen Geldwäsche, Korruption und Steuerhinterziehung effektiv angegangen wird. Jährlich fließen durch illegale Finanzströme 89 Milliarden US-Dollar aus Afrika. Die Gestaltung der internationalen Finanzarchitektur gehört zu den Kernkompetenzen der G20. Sie muss hart gegen Scheinfirmen und Trusts vorgehen, die für schmutzige Geldwäsche genutzt werden.“ Er fährt fort: „Gerade beim Thema Terrorfinanzierung hätte man ein deutliches Zeichen für mehr Transparenz setzen müssen. Ohne den Kampf gegen Geldwäsche können Finanzquellen von Terrorgruppen nicht trockengelegt werden. Es reicht nicht, den Status quo beizubehalten. Die Panama Papers, der LuxLeaks-Skandal und auch die Malta Files haben gezeigt, dass massiver Handlungsbedarf besteht.”

ONE setzt sich für ein öffentliches Register der wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen und Trusts ein. Insbesondere die G20 stehen hier in der Pflicht, denn viel von dem Geld, das Afrika entgeht, wird in zwielichtigen Unternehmen und Trusts gewaschen, die sich in den Ländern der G20 befinden.“

ONE Deutschland

ONE ist eine entwicklungspolitische Lobby- und Kampagnenorganisation zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten, insbesondere in Afrika. Im Dialog mit der Öffentlichkeit und politischen Entscheidern setzt sich ONE für kluge und effektive Politikansätze und Programme ein, um Aids und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen, Investitionen in Landwirtschaft und Ernährung zu erhöhen und mehr Transparenz in Armutsbekämpfungsmaßnahmen zu schaffen. Rund 8 Millionen Menschen unterstützen die überparteiliche Arbeit von ONE mit ihrer Stimme. Mehr Informationen gibt es auf www.one.org und auf Twitter: @ONEDeutschland

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