Drei Sieger, viele Gewinner: Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs "Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor" von Transgourmet Deutschland auf der ALTENPFLEGE 2018 geehrt

Impulsgeber emotionaler Genuss 2018

(lifePR) ( Riedstadt, )
Ernährungs-ABC, musikalische Schlemmerabende, Gartengruppen oder mobiler Kiosk: Es sind Ideen wie diese, die aus nüchterner Verpflegung sinnlichen Genuss machen. Gelebt und täglich umgesetzt werden sie von den Gewinnern des Wettbewerbs „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – Wettbewerb für emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung“, den Transgourmet Deutschland 2017 zum zweiten Mal ausgelobt hat. Für ihre wegweisenden, innovativen Konzepte in der Seniorenverpflegung erhielten das AWO Seniorenzentrum Inge-Gabert-Haus in Ortenburg, das AWO-Zentrum Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz in Bayreuth und die CMS Dienstleistungs- und Objektservice GmbH in Greven gestern im Rahmen der diesjährigen ALTENPFLEGE die Auszeichnung „Impulsgeber emotionaler Genuss 2018“. Die Sieger dürfen sich über ein professionelles Kommunikationspaket in Bild und Film inklusive Regie und Schnitt freuen. Zu den wahren Gewinnern aber zählen die Bewohner in den prämierten Einrichtungen: Sie erleben Tag für Tag Genuss und Lebensfreude mit allen Sinnen.

Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder zahlreiche Einrichtungen am Wettbewerb. Die vierköpfige Jury aus gefragten Experten der Seniorenverpflegung nominierte sechs davon für die Endrunde. In den vergangenen Wochen wurden deren Genusskonzepte im Rahmen von persönlichen Besuchen genau unter die Lupe genommen. Am Ende überzeugten die jetzt prämierten Einrichtungen durch die beste Kombination aus innovativem Ansatz, authentischer Philosophie und gelebtem Alltag. Die Sieger wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf der ALTENPFLEGE 2018 in Hannover am 7. März auf der connect-Fläche „Verpflegung und Hauswirtschaft“ gekürt.

Nähe und Genuss intensiv (er)leben

So unterschiedlich die Konzepte auch sind, eins verbindet alle: das Ziel, die tägliche Verpflegung mit positiven Emotionen aufzuladen. Die 90 Bewohner des AWO Seniorenzentrums Inge-Gabert-Haus zum Beispiel können ihr Wissen und ihre Erfahrung in regelmäßigen Kochgruppen einbringen und dabei zugleich Erinnerungen an die eigene (kulinarische) Geschichte aufleben lassen. Alle vier Wochen findet ein Musik-und-Genuss-Abend statt, denn: Musik macht ebenso glücklich wie ein gutes Essen. Zweimal im Jahr wird in Ortenburg zudem ein festliches Galadinner abgehalten. Zu einem dieser Termine sind auch die Angehörigen herzlich eingeladen – ein echtes Highlight! Der Abend ist ein willkommener Anlass, um sich zurechtzumachen und Essen sowie Geselligkeit bewusst zu genießen – generationenübergreifend und emotional. Doch was hat die Jury am meisten überzeugt? „Die Einrichtung bietet ein enormes, breit gefächertes Angebot für die Bewohner“, sagt Simone Simon, Leiterin des Seniorenzentrums Carl-Joseph in Leutkirch, die als Gewinnerin des Wettbewerbs 2017 in die Jury berufen wurde. Und Burkart Schmid, Chefredakteur gv-praxis und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsgastronomie e. V., ergänzt: „In Ortenburg wird ganz normaler Alltag mit Licht und Schatten gelebt. Hinzu kommt eine abwechslungsreiche Frischküche, die individuelle Wünsche in hohem Maße berücksichtigt. Die Bewohner werden intensiv eingebunden und sind gefordert – und auch die Verbindung zur Außenwelt wird durch offene Veranstaltungen regelmäßig gepflegt.“

Selbstbestimmt und motiviert – trotz Demenz

Innovativ und beispielgebend ist auch das Konzept des AWO-Zentrums Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz in Bayreuth. In einem Bereich angesiedelt, der häufig der Tabuisierung unterworfen ist, wirkt die Einrichtung bewusst gegen die Ausgrenzung der Betroffenen und integriert sie über einen genussvollen Alltag in das tägliche Leben. Die 48 Bewohner werden angeregt, sich aktiv in die Gestaltung des Speiseplans einzubringen. Immer wieder erhalten sie zudem alltagsnahe Aufgaben, die sie selbstständig übernehmen können, etwa bei der Vor- und Zubereitung der Speisen. Sinnliche Tätigkeiten wie das Kartoffelschälen oder Gemüseschnippeln schaffen Sicherheit und bilden wohltuende Rituale. Zehnmal im Jahr geht es hoch her in Bayreuth: Dann nämlich finden – je nach Jahreszeit – besondere kulinarische Abende statt. So wird zum Beispiel im Herbst frischer Federweißer zum köstlichen Zwiebelkuchen serviert. „In Bayreuth hat man erkannt, wie wichtig Selbstbestimmung auch für Demenzkranke ist“, betont Juror Frank Dornsiepen, selbst Küchenleiter im Alten-Wohn-Pflegeheim Christkönig in Bad Wildungen. „Modernste wissenschaftliche Erkenntnisse kommen hier direkt den Bewohnern zugute.“ Das führt in der Praxis zu einem Höchstmaß an Souveränität, kombiniert mit der nötigen Unterstützung durch die 19 Alltagsbegleiter.

Individualität und Spontaneität

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung sind es auch, die die 80 Bewohner der CMS Dienstleistungs- und Objektservice GmbH in Greven jeden Tag aufs Neue zu aktiven Mitgliedern einer Genussgemeinschaft anstatt zu bloßen Mahlzeiten-Empfängern machen: So kümmert sich die Gartengruppe liebevoll um den Anbau von Gemüse und Salat – das geht dank Hochbeet sogar vom Rollstuhl aus. Ein mobiler Kiosk bietet regelmäßig kleine Leckereien an, mit denen sich die Bewohner zwischendurch verwöhnen können. Und das alle vier Wochen stattfindende „Ernährungs-ABC“ mit Vorträgen und Informationen stellt das Thema Essen ganz bewusst in den Mittelpunkt. Nicht nur, weil gute Ernährung in jedem Alter wichtig ist, sondern auch, weil sie alle – buchstäblich – an einen Tisch bringt. Kleine Verkostungen und die gemeinsame Speiseplanerstellung runden die Veranstaltungen ab. „Diese gelebte Ideenkultur mit viel Raum für Individualität und Spontaneität hat uns begeistert“, sagt Burkart Schmid. „Und natürlich das klare Bekenntnis, die Bewohner abzuholen und eine Inspirationsquelle für die Branche in Sachen attraktive Kulinarik zu sein.“

Best Practice macht Schule

Mit der Prämierung der drei Sieger am 7. März auf der ALTENPFLEGE 2018 ist die zweite Runde des Wettbewerbs um emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung nun abgeschlossen. „Das hohe Maß an Partizipation und emotionalem Erleben in allen drei Einrichtungen ist sehr erfreulich“, fasst Prof. Dr. Christoph Klotter, Gesundheitspsychologe an der Hochschule Fulda und Juror, das Ergebnis noch einmal zusammen. Transgourmet wird sich weiterhin für innovative Konzepte starkmachen und bereits im Sommer 2018 die nächste Wettbewerbsrunde einläuten. „Unser Ziel ist es nach wie vor, die Seniorenverpflegung aus der ‚Kostenecke‘ zu holen und ihr die Bedeutung zu verleihen, die sie verdient: als wichtiger Teil des Lebens und als soziales Erlebnis. Wir sind stolz darauf, dass immer mehr Einrichtungen diese Philosophie verfolgen und innovative Konzepte in ihren Häusern umsetzen“, erklärt Martin Kölle, Leitung Vertrieb Gemeinschaftsverpflegung Transgourmet Deutschland und Initiator des Projekts. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf http://www.kochen-fuer-senioren.de/projekt/
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