Dienstag, 26. September 2017


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Ein Urgestein geht in den Un-Ruhestand

Freiburg, (lifePR) - Mit der Begrifflichkeit „Urgestein“ wird man ihm sicher nicht gerecht. Aber wenn jemand 30 Jahre lang die Geschicke eines Unternehmens mit vielen auf und ab‘s mitgestaltet und  miterlitten hat, dann darf man das schon mal sagen. Bernd Steyer, Vorstandssprecher der OEKOGENO eG,  wird demnächst 70 Jahre und setzt sich verdientermaßen zur Ruhe. Jetzt übergibt er das Staffelholz an seine jüngeren Kollegen Rainer Schüle und Joachim Bettinger, die beide die jüngste strategische Ausrichtung der Genossenschaft ganz maßgeblich mitgestaltet haben.

Bernd Steyer war einer der ersten Gründungsmitglieder der Ökobank und seit der Gründung 1988 immer in einer Funktion für die Ökobank tätig. Und dann 17 Jahre Vorstandssprecher der OEKOGENO eG. Er blieb nach dem Verkauf der Ökobank an Bord. „Ganz selbstverständlich“, wie er meint, „denn die Ideale der Ökobank mussten doch irgendwie weiterleben und mit konkreten Ideen und Projekten umgesetzt werden“.  Damals, Ende 2000, blieb nach der Insolvenz nur die Gründungsgenossenschaft der Ökobank zurück, die sich dann den Namen OEKOGENO eG gab. Noch heute ist Bernd Steyer davon überzeugt, dass die Ökobank damals bewusst von außen in die Liquidierung getrieben wurde. „Man hat die Ökobank damals wegen einem Verlust von 15 Mio. DM über die Klinge springen lassen und gleichzeitig die Berliner Volksbank mit über 1,5 Mrd. DM saniert. Die Ökobank war ein Unruheherd für die etablierte Finanzbranche. Zu revolutionär. Sie wurde auf allen Ebenen bekämpft. Mit ethisch sauberen Geschäften konnte das System der Finanzwirtschaft keine zweistelligen Renditen machen und auch die Politik konnte mit der unkonventionellen Frische der Turnschuhbanker nichts anfangen. Als Nicht-Gewinnmaximierer warst Du einfach zu suspekt“.

Umso erfreulicher, dass sich die OEKOGENO eG berappelt hat und wieder Akzente setzt. Ihre Ideale sind die gleichen wie damals. OEKOGENO ist anders -  einfacher, ehrlicher, unkomplizierter. „Wir sind einfach näher am Menschen“, so Bernd Steyer. Die OEKOGENO gestaltet heute Zukunft, mit ökologischen Projekten und mit sozialen Wohnformen, die Soziales und Ökologisches miteinander verbinden. Gerade erst hat der Vorstand das Ergebnis für 2016 präsentiert und dabei die Erwartungen der Mitglieder in puncto Umsatz- und Gewinnsteigerung übertroffen.

Wie schreibt Bernd Steyer in seinem jüngsten Schreiben an die Mitglieder so treffend: „Die OEKOGENO eG ist heute wichtiger denn je. Wir verstehen uns als eine Bürgerbewegung, wir möchten mit Ihnen als Mitglied eine lebbare Zukunft gestalten“. Vielleicht hatte er ja beim Schreiben dieses Satzes die aktuelle weltpolitische Lage im Kopf. Schließlich ist Bernd Steyer nicht nur ein sehr kultureller, sondern auch politischer Mensch.

Rainer Schüle kommentiert den Ausstieg seines Kollegen Steyer mit einem Blick in die Zukunft: “Zum Glück müssen wir ja nicht ganz auf ihn verzichten“, und schmunzelt dabei. “Er wird uns projektbezogen auch weiterhin beratend zur Seite stehen. Ein Mann mit seiner Erfahrung und seinen langjährigen Kontakten ist ohnehin nicht zu ersetzen.“ 

Und wie äußert sich der frankophile Bernd Steyer selbst zu seinem Rentendasein? Das hat er in seinem persönlichen Abschiedsschreiben an alle Mitglieder verraten. Er wird sich einem langgehegten Buchprojekt widmen und mit Freunden in der Provence die heilige Dreifaltigkeit leben: pain, vin, fromage.

OEKOGENO eG

Die OEKOGENO eG ist eine der größten Bürgerbeteiligungs-Genossenschaften in Deutschland. Sie setzt für ihre über 15.000 Mitglieder zukunftsweisende Projekte im Sinne einer solidarischen Gemeinwohlökonomie um. Dabei werden insbesondere nachhaltige ökologische und soziale Projekte und Initiativen gefördert und unterstützt. Außerdem werden eigene innovative Vorhaben entwickelt und umgesetzt. Die Mitglieder können sich an allen Projekten direkt beteiligen.

In den vergangenen zehn Jahren wurden von über 3.000 Anlegern rund 12 Millionen Euro in der Genossenschaft angelegt. Die Wertschöpfung lag dabei bei circa 30 Millionen Euro. Das Projektvolumen hat sich 2016 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und wird bis 2018 voraussichtlich 52 Mio. EUR betragen.

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