Mittwoch, 22. November 2017


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Niedrigzins macht Pensionsverpflichtungen zum Bilanzrisiko

Auslagerung in Pensionsfonds kann Geschäftsergebnis retten

Nürnberg, (lifePR) - Trotz aller Hoffnungen der Volkswirte liegt der EZB-Leitzins seit März 2016 unverändert bei null Prozent. Die Niedrigzinspolitik führt bei Unternehmen mit Pensionsverpflichtungen mitunter zu erheblichen Problemen: Durch sinkende Zinsen steigen die Belastungen in den Bilanzen. „Insbesondere für kleine und mittlere Betrieb mit einer geringen Eigenkapitalquote kann diese Situation gefährlich werden“, weiß Dominik Stadelbauer, bAV-Experte bei der NÜRNBERGER Versicherung. „In Extremfällen droht sogar eine Insolvenz.“ Schnelles Handeln ist gefragt: Einen Ausweg aus der Zinsfalle bietet die Auslagerung der Pensionszusagen in einen Pensionsfonds.

Das Problem: Niedrigzins

Seit Jahren stellt die Niedrigzinsphase für Arbeitgeber mit Pensionszusagen ein dauerhaftes, sich zunehmend verschärfendes Problem dar: Durch den sinkenden Rechnungszins bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen steigen die notwendigen Rückstellungen. „Um die Versorgung zu finanzieren, muss der Arbeitgeber kalkulatorisch immer mehr Geld zurücklegen. Durch den Zinseszinseffekt wirkt ein sinkender Rechnungszins aber nicht linear, sondern exponentiell“, weiß bAV-Experte Dominik Stadelbauer. Berücksichtigt man noch den üblichen Anstieg der Verpflichtungen durch laufende Anwartschaften, wird sich die auszuweisende Pensionsrückstellung weiterhin jährlich stetig erhöhen. Auch die ersehnte Zinswende wird sich nur sehr langsam bemerkbar machen: Nach § 253 Handelsgesetzbuch (HGB) muss nämlich der Rechnungszins für die Bewertung aus einem zehnjährigen Mittelwert eines Referenz-Marktzinses gebildet werden. Dadurch werden sich steigende Marktzinsen erst mit einigen Jahren Verzögerung positiv auf die Pensionsrückstellungen auswirken.

Die Folgen: Schlechtere Bilanzkennzahlen

Die starke Erhöhung der Pensionsrückstellungen findet zudem keinen steuerlichen Ausgleich. „Der Mehraufwand ist vollständig als Aufwand zu verbuchen und belastet damit letztlich unmittelbar den handelsrechtlichen Gewinn eines Unternehmens“, erläutert Stadelbauer. Pensionszusagen bergen aber noch weitere Risiken, da sie als schwer kalkulierbare Belastungen für ein Unternehmen gelten. Der Experte sieht vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit einer geringen Eigenkapitalquote unter Zugzwang. Bei wirtschaftlicher Schieflage eines Betriebes drohen nicht nur Liquiditätsengpässe. Negative Rankings bei Kreditinstituten verteuern durch höhere Zinsen möglicherweise dringend benötigtes Fremdkapital. Hinzu kommt: Auch ohne finanzielle Probleme können Pensionsverpflichtungen bei einem geplanten Verkauf der Firma eine schwere Hypothek darstellen.

Die Lösung: Pensionsfonds

Durch die Auslagerung von Pensionsverpflichtungen wird die Bilanz bereinigt, das heißt die bisher nach HGB gebildeten Rückstellungen werden aufgelöst und in den Anhang der Bilanz verschoben. Künftige Änderungen der Berechnungsgrundlagen – wie eine weitere Absenkung des Rechnungszinses – sind dann nicht mehr erfolgswirksam. Die Auslagerung einer Pensionszusage wirkt wie eine vertrauensbildende Maßnahme: Die so erreichte Verbesserung der Bilanzkennzahlen erhöht zudem die Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Die Entlastung von unkalkulierbaren Kosten verbessert die Verhandlungsposition bei einem späteren Unternehmensverkauf. „Die Auslagerung bietet auch steuerliche Vorteile“, betont Stadelbauer. „Die Kapitalerträge eines Pensionsfonds unterliegen nicht der Besteuerung. Die Erträge stehen ohne Abzüge zur Versorgung der Anspruchsberechtigten zur Verfügung.“ Wichtig für die Anwärter: Mit einem Pensionsfonds werden die ersparten Vermögenswerte gegen eine mögliche Unternehmensinsolvenz geschützt.

Flexibel und liquide: Individuelle Auslagerungsstrategie

Grundsätzlich gilt: Bei einer Übertragung übernimmt der Pensionsfonds gegen Zahlung einer Einmalprämie die Pensionszusage und leistet die späteren Rentenzahlungen. Das bedeutet: Auch die Auslagerung verursacht zunächst zusätzliche Kosten. „Deshalb ist für viele Unternehmen die Flexibilität des Pensionsfonds ein wichtiges Entscheidungskriterium“, weiß bAV-Experte Stadelbauer. Der NÜRNBERGER Pensionsplan L2 bietet daher zwei Optionen, durch die der Liquiditätsabfluss aus dem Unternehmen individuell und möglichst ressourcenschonend gestaltet werden kann. Zum einen kann der kalkulierte Einmalbetrag auf bis zu zehn Jahre verteilt werden. Zum anderen kann eine bestehende Rückdeckungsversicherung in die Kapitalanlage des Pensionsfonds übernommen werden. „Dadurch können mögliche Abschläge durch einen frühzeitigen Rückkauf vermieden werden“, erläutert der Experte weiter. Im Rahmen des Pensionsplans werden die bereits entstandenen Pensionsansprüche (Past Service) auf die NÜRNBERGER Pensionsfonds AG übertragen. Diese investiert die empfangenen Mittel entsprechend einer vom Kunden gewählten Kapitalanlagestrategie, die sich seit Jahren durch ihre hohe Leistungsfähigkeit beim Kapitalaufbau für Pensionsvermögen auszeichnet.

Von Sicherheit bis Rendite: Maßgeschneiderte Anlagestrategien

„Für die Auslagerung gibt es natürlich verschiedene Anlagestrategien, von sicherheits- bis renditeorientiert“, erläutert Dominik Stadelbauer. „Das richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des Unternehmens.“ Bei der bilanzförmigen Auslagerung ist ein deutlich geringerer Kapitaleinsatz nötig und durch höhere Aktienquoten bei der Kapitalanlage eine höhere Rendite möglich. Die bAV-Experten der NÜRNBERGER übernehmen die strategische Planung der Auslagerung und gewährleisten auch zukünftig eine effiziente Verwaltung aus einer Hand. „Denn natürlich bauen die aktiven Versorgungsanwärter in der Regel weitere Versorgungsansprüche auf.“ Die zukünftig entstehenden Anwartschaften (Future Service) werden dann ebenfalls steuerfrei, aber in Form von laufenden Beiträgen, an die NÜRNBERGER überbetriebliche Versorgungskasse e.V. übertragen.

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