Dienstag, 30. Mai 2017


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Untersuchung der Wohnungsbauförderanstalt (Wfa)

Öffentliche Förderung sichert Versorgung mit preisgünstigem Wohnraum / Mietpreis-Unterschiede auf angespannten Märkten besonders groß

(lifePR) (Düsseldorf/Münster, ) Öffentlich geförderte Mietwohnungen spielen in Nordrhein-Westfalen regional unterschiedlich nach wie vor eine wichtige Rolle bei der Wohnraumversorgung einkommensschwächerer Haushalte. Landesweit liegen 71 Prozent der preisgebundenen Mieten im Bereich des preisgünstigsten Viertels des aktuellen Mietwohnungsangebotes. Das hat eine Untersuchung des Bereichs Wohnungsbauförderungsanstalt (Wfa) der NRW.BANK im Auftrag des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ergeben.

Danach sind die Unterschiede zwischen den preisgebundenen und den Angebotsmieten in Städten und Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten besonders groß. So beträgt der Preisvorteil öffentlich geförderter Mietwohnungen entlang der Rheinschiene und in Münster gegenüber der Angebotsmiete durchschnittlich mehr als 1,50 Euro pro Quadratmeter. Dort liegt ein hoher Anteil der preisgebundenen Mieten im unteren und untersten Mietpreissegment und erfüllt so eine besondere Schutzfunktion für Haushalte, die sich nicht mit Wohnraum zu den dort üblichen Marktmieten versorgen können.

In Aachen, Bielefeld und Siegen sowie im näheren Umland dieser Städte bewegen sich die preisgebundenen Mieten zwar meist nicht im untersten, aber zu 80 bis 90 Prozent im unteren Bereich des Mietniveaus. Das gilt auch für die Region um die niederrheinischen Großstädte Krefeld und Mönchengladbach. In den mittleren und preisgünstigen Märkten beträgt die Mietpreisdifferenz zwischen öffentlich geförderten und freifinanzierten Wohnungen zwischen 0,50 Euro und 1,50 Euro pro Quadratmeter.

Dagegen gibt es in schrumpfenden Märkten wie in Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm und Oberhausen keine oder nur noch geringere Unterschiede zwischen preisgebundenen und Angebotsmieten. Die Untersuchung hat ergeben, dass die Marktposition öffentlich geförderter Wohnungen vor allem in Herne, in Hamm und Umgebung sowie in der Stadtregion Hagen besonders schwierig ist. Dort liegen weniger als zehn Prozent der preisgebundenen Mieten im untersten Mietpreissegment und zwischen 15 und 19 Prozent sogar über den Marktmieten. Auch in Kreisen mit eher ländlicher Struktur sind die Mietpreis­unterschiede meist geringer.

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