Montag, 11. Dezember 2017


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NRW.BANK.Studierendenwettbewerb

Konzepte für neue Stadtquartiere ausgezeichnet

Düsseldorf, (lifePR) - Studierende der Hochschule Bochum sind die Gewinner des Studierendenwettbewerbs „Wachstum in Kooperation – Neue Wohnraumangebote in der Region“ für die Region Münster. Sie überzeugten am Donnerstag die Jury mit ihren Konzepten für zukunftsweisende Quartiersentwicklungen und erhalten nun neben dem Preisgeld die Chance, dass ihre Entwürfe für die beiden Flächen in Telgte und Altenberge in die Diskussion vor Ort einfließen.  

Für die Region Münster waren in Telgte der Standort Telgte Süd und in Altenberge der Standort Bahnhofshügel als Planungsgebiete ausgewiesen. Beide Standorte sind ländlich geprägt. Studierende der Studiengänge Architektur, des Städtebaus oder der Landschaftsarchitektur von zwei Hochschulen waren aufgefordert, interdisziplinäre Lösungsansätze für zwei neue Stadtquartiere zu entwickeln.

„Eine zentrale Frage des Wettbewerbs war, wie sich diese neuen Quartiere in bestehende Siedlungsstrukturen einfügen lassen und gleichzeitig ihre eigene Identität entwickeln können“, sagt Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Die prämierten Arbeiten zeigen überzeugende städtebauliche Konzepte und ansprechende architektonische Lösungen und liefern mit ihren einprägsamen Bildern wertvolle Impulse für die weitere fachliche Diskussion.“

Bürgermeister Wolfgang Pieper aus Telgte sagt: „Es kommt immer stärker darauf an, dem derzeitigen Wachstumsprozess in unserer Region mit guten städtebaulichen Konzepten zu begegnen. Die Fläche ist knapp, da sind kreative Ansätze gefragt – und die haben die Studierenden aufgezeigt.“

Spätestens seitdem immer mehr Menschen in Großstädten wohnen wollen, stehen die kommunalen Wohnungsmärkte unter enormen Druck. Die Entwicklung neuer Quartiere am Rande großer Städte oder in deren Umland ist eine Möglichkeit, den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Um die Diskussion über zukunftsweisende Konzepte zu fördern, hat die NRW.BANK im März den Studierendenwettbewerb ausgelobt. Konkret betrachtet werden die drei Wachstumsregionen Düsseldorf, Münster und Bielefeld. Insgesamt beteiligen sich neun Hochschulen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden an dem Wettbewerb.

Die Wettbewerbsbeiträge werden im Herbst von drei regionalen Jurys unter Vorsitz von Prof. Johannes Ringel, Direktor des Instituts für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, bewertet und im Rahmen des NRW.Symposiums am 30. November 2017 in Düsseldorf prämiert.

Weitere Informationen, u. a. eine Liste der neun teilnehmenden Hochschulen und Informationen zu den sechs Wettbewerbsflächen, erhalten Sie unter www.nrwbank.de/studierendenwettbewerb

Die Preisträger
Unter dem Vorsitz von Prof. Johannes Ringel hat sich das Preisgericht am
12. Oktober in der Wettbewerbsregion Münster für zwei erste, einen zweiten Platz, einen dritten Platz sowie zwei Ankäufe entschieden.

1. Preis Telgte: Gemeinsam zukunftsfähig leben
Henry Dahl
Jonas Rödel
Karolina Sosniak
(Hochschule Bochum)

1. Preis Altenberge: Bahnhofshügel Altenberge
Polina Popova
Vanessa Nett
Felix Bollmann
(Hochschule Bochum)

2. Preis Altenberge: Altenberghain
Maximilian Agricola
Maximilian Voss
Lokas Beckert
(Hochschule Bochum)

3. Preis Telgte: mehrSTATTland
Franziska Fischer
Lisa Wulff
Lena Wollenweber
(Hochschule Bochum)

Ankauf Telgte: Telgte+
David Laska
Kyrylo Sobolyev
Marija Lawrinjuk
(Hochschule Bochum)

Ankauf Altenberge: Gemeinsam gesund umweltbewusst
Ayse Bilgin
Mamoun Nkangabanshi
Rima El-Salti
(Hochschule Bochum)

Das sagt die Jury zu den Arbeiten:

1. Platz Telgte: Gemeinsam zukunftsfähig leben
„Die Arbeit überzeugt durch ihre Ausbildung des neuen Stadtrands und die Verzahnung zwischen bebautem und unbebautem Raum. Dabei integrieren die Verfasser gleichzeitig auch eine neue Typologie für Telgte, die in Maßstäblichkeit und Bauform zum Bestand passt. Der Nutzungsmix ist gelungen und die Idee der Ausbildung einer Nachbarschaft innerhalb der Höfe macht das Quartier zu einem lebenswerten durchmischten neuen Stadtteil. Die Ausbildung eines großen Parks, der Alt und Neu verbindet, und Funktionen anbietet, die sowohl den alteingesessenen als auch den neuen Bewohnern dient, wird als besonders positiv bewertet.“

1. Platz Altenberge: Bahnhofshügel Altenberge
„Der Entwurf besticht durch seine klare und nachvollziehbare Konzeptherleitung und die daraus resultierende gekonnte Einbindung des Bestands. Umsäumt werden die entworfenen Hofstrukturen durch einen mäandrierenden Grünzug, der den Bewohnern ein gelungenes Erholungsgebiet zur Verfügung stellt, auf gelungene Art Bezüge zur bestehenden Nachbarschaft herstellt und die Topographie des Plangebiets gekonnt mit in den Entwurf integriert, um eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung anbieten zu können.“

2. Platz (Altenberge): Altenberghain
„Die Entwurfsverfasser schaffen eine klare städtebauliche Struktur, die die zukünftige Allee an der Bahnhofsstraße im Norden, sowie die kleinteilige Bestandsstruktur im Süden angemessen berücksichtigt. Das Preisgericht würdigt insbesondere den Ansatz, Wohnangebote für Jung und Alt zusammenzubringen und wertet dies als einen möglichen Lösungsansatz für die von Einfamilienhäusern geprägten Wohnstandorte wie Altenberge. Das Verkehrskonzept ist schlüssig strukturiert und bietet mit ÖPNV und Sharing-Angeboten Anreize für eine nachhaltige Mobilität.“

3. Platz (Telgte): mehrSTATTland
„Die Arbeit reflektiert den regionalen Kontext des Bearbeitungsgrundstücks im Verhältnis zu Münster mit Aspekten zu Lebensmustern, Bildung, Mobilität und phasenweiser Entwicklung. Aus diesen Prämissen heraus wird ein buntes, vielfältiges Repertoire von Höfen entwickelt, die jeweils aus verschiedenen typologischen Bausteinen bestehen und durch eine grüne Fuge angemessen mit dem nördlichen Bestand verbunden werden. Die bestehenden Höfe werden in das Konzept integriert, übernehmen Funktionen des Gemeinbedarfs und dienen als Mittelpunkt des neuen Quartiers. Das Preisgericht begrüßt den zentralen Gedanken des Wohnkonzepts aus dem glaubhaft nachbarschaftliche Wohngemeinschaften entstehen können, sowie Vorschläge für zukünftige Mobilität.“

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