Mittwoch, 22. November 2017


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NGOs - Die fünfte Gewalt?

Frankfurt/Main, (lifePR) - Kampagnenorganisationen nehmen eine immer größere Rolle in unserer Demokratie ein. Ob sie wirklich glaubwürdiger als andere organisierte Interessen sind und mit welchen Mitteln sie ihre Agenda durchsetzen, war Gegenstand einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, dem 19. Juli 2017, in der BiTS Hochschule Berlin.

Impulsvorträge hielten Wissenschaftsjournalist Dr. Ludger Weß, Thilo Spahl, Ressortleiter Wissenschaft beim Magazin Novo und Dr. Matthias Bauer, als Ökonom beim Europäischen Zentrum für internationale Politische Wirtschaft (ECIPE) tätig. Die mit knapp 100 Gästen gut besuchte Veranstaltung trug den Titel „NGOs – Die fünfte Gewalt? Über die Rolle von Kampagnenorganisationen in der Demokratie“.

Als Moderator eröffnete Novo-Chefredakteur Johannes Richardt den Abend mit der These, dass NGOs keineswegs „die Verbraucher“, „die Umwelt“ oder „die Bevölkerung“ vertreten, sondern vergleichbar mit Industrielobbyisten für Partikularinteressen einstehen. Thilo Spahl warf Vereinen wie Foodwatch vor, auf „Wut und Empörung statt rationale Debatte“ zu setzen. Die Art und Weise der Kampagnenführung sei mit der von Populisten vergleichbar. Bei Kampagnen gegen Gentechnik schüren Greenpeace und Co. Ludger Weß zufolge irrationale Ängste und bedienen eine „Klaviatur der Desinformation“. Medien greifen diese leider zu oft auf, nicht zuletzt, weil es immer weniger ausgebildete Wissenschaftsjournalisten in den Redaktionen gibt. Unmut über das Freihandelsabkommen TTIP, so Matthias Bauer – Autor einer Studie zum Thema –, wurde durch die zweifelhaften Kampagnen eines vor allem deutschen und teilweise steuergeldfinanzierten NGO-Netzwerks geschürt. Diese hatte hierzulande die Deutungshoheit über das Thema gewonnen.

Im Publikum gingen die Meinungen auseinander. Mehrere Diskutanten verfochten die Notwendigkeit der angesprochenen NGOs, kritische Stimmen brachten zum Beispiel die mangelnde Basisdemokratie in der Organisationsstruktur von etwa Campact oder Foodwatch zur Sprache. Oder den Umstand, dass kommerzielle Lobbyverbände sich gar nicht so viele Halbwahrheiten wie Greenpeace erlauben könnten. Mehrfach wurde die Rolle des kritischen Journalismus als Korrektiv für Falschmeldungen und simplifizierende Kampagnen eingefordert.

Einen Videomitschnitt der Diskussion finden Sie bei Facebook, Fotos stehen ihnen zum Download zur Verfügung und ausführliche Informationen über die Veranstaltung und die Referenten finden Sie auf der Novo-Website. Für weitergehende Informationen, Interviewfragen, Fotos oder andere Ersuchen wenden Sie sich bitte an den Verlag.

Novo Argumente Verlag GmbH

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