Samstag, 23. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 664086

NGOs - Die fünfte Gewalt?

Frankfurt/Main, (lifePR) - Kampagnenorganisationen nehmen eine immer größere Rolle in unserer Demokratie ein. Ob sie wirklich glaubwürdiger als andere organisierte Interessen sind und mit welchen Mitteln sie ihre Agenda durchsetzen, war Gegenstand einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, dem 19. Juli 2017, in der BiTS Hochschule Berlin.

Impulsvorträge hielten Wissenschaftsjournalist Dr. Ludger Weß, Thilo Spahl, Ressortleiter Wissenschaft beim Magazin Novo und Dr. Matthias Bauer, als Ökonom beim Europäischen Zentrum für internationale Politische Wirtschaft (ECIPE) tätig. Die mit knapp 100 Gästen gut besuchte Veranstaltung trug den Titel „NGOs – Die fünfte Gewalt? Über die Rolle von Kampagnenorganisationen in der Demokratie“.

Als Moderator eröffnete Novo-Chefredakteur Johannes Richardt den Abend mit der These, dass NGOs keineswegs „die Verbraucher“, „die Umwelt“ oder „die Bevölkerung“ vertreten, sondern vergleichbar mit Industrielobbyisten für Partikularinteressen einstehen. Thilo Spahl warf Vereinen wie Foodwatch vor, auf „Wut und Empörung statt rationale Debatte“ zu setzen. Die Art und Weise der Kampagnenführung sei mit der von Populisten vergleichbar. Bei Kampagnen gegen Gentechnik schüren Greenpeace und Co. Ludger Weß zufolge irrationale Ängste und bedienen eine „Klaviatur der Desinformation“. Medien greifen diese leider zu oft auf, nicht zuletzt, weil es immer weniger ausgebildete Wissenschaftsjournalisten in den Redaktionen gibt. Unmut über das Freihandelsabkommen TTIP, so Matthias Bauer – Autor einer Studie zum Thema –, wurde durch die zweifelhaften Kampagnen eines vor allem deutschen und teilweise steuergeldfinanzierten NGO-Netzwerks geschürt. Diese hatte hierzulande die Deutungshoheit über das Thema gewonnen.

Im Publikum gingen die Meinungen auseinander. Mehrere Diskutanten verfochten die Notwendigkeit der angesprochenen NGOs, kritische Stimmen brachten zum Beispiel die mangelnde Basisdemokratie in der Organisationsstruktur von etwa Campact oder Foodwatch zur Sprache. Oder den Umstand, dass kommerzielle Lobbyverbände sich gar nicht so viele Halbwahrheiten wie Greenpeace erlauben könnten. Mehrfach wurde die Rolle des kritischen Journalismus als Korrektiv für Falschmeldungen und simplifizierende Kampagnen eingefordert.

Einen Videomitschnitt der Diskussion finden Sie bei Facebook, Fotos stehen ihnen zum Download zur Verfügung und ausführliche Informationen über die Veranstaltung und die Referenten finden Sie auf der Novo-Website. Für weitergehende Informationen, Interviewfragen, Fotos oder andere Ersuchen wenden Sie sich bitte an den Verlag.

Novo Argumente Verlag GmbH

Seit 1992 steht Novo für unabhängigen politischen Journalismus in der Tradition von Aufklärung und Humanismus. Unser Profil: Meinungsstarke Kommentare, scharfe Analysen und kluge Essays für den Fortschritt.



Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Eine Liebe auf dem Lande, Eisengießer und Lokomotiven, Licht und Musik und ein Gleismädchen – Fünf E-Books von Freitag bis Freitag zum Sonderpreis

, Medien & Kommunikation, EDITION digital Pekrul & Sohn GbR

Eines der ältesten Themen der Literatur ist eines der ältesten Themen der Menschen – die Liebe. Es mag wohl keine Zeit und keine mitunter noch...

Hybrid-Superyacht von Dynamiq und Studio F. A. Porsche feiert Weltpremiere

, Medien & Kommunikation, Kruger Media Brand Communication

Yachtbauer Dynamiq und Designunternehmen Studio F. A. Porsche zeigen erstmals GTT 115 Superyacht auf der Monaco Yacht Show vom 27.- 30.09.2017 Innen-...

Zur Kombination mit breiten Tastaturen: Die RollerMouse Pro3 Plus

, Medien & Kommunikation, ERGOTRADING GmbH

Immer wieder gleiche Mausbewegungen – das ist nicht nur ermüdend, sondern belastet Arm, Schultern und Nacken auf Dauer sehr. Insbesondere, wenn...

Disclaimer