NORD/LB baut Gewinn im ersten Halbjahr weiter aus

(lifePR) ( Hannover, )
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- Ergebnis vor Steuern bei 409 Mio. Euro
- Abbau des Schiffsfinanzierungsportfolios schneller als erwartet
- Kapitalquote steigt auf 11,5 Prozent
- Risikovorsorge weiter durch Schiffskrise belastet
- Fusion mit BLB am 31. August

Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat im ersten Halbjahr 2017 ein Ergebnis vor Steuern von 409 Mio. Euro erzielt. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 271 Mio. Euro. Damit konnte die Bank den im ersten Quartal erzielten Vorsteuergewinn in Höhe von 255 Mio. Euro weiter ausbauen. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte die Bank noch einen Vorsteuerverlust von minus 364 Mio. Euro verzeichnet.

„Die Entwicklung im ersten Halbjahr ist zufriedenstellend. Es ist uns wie angekündigt gelungen, die harte Kernkapitalquote wieder zu steigern.  Sie beläuft sich jetzt auf 11,5 Prozent. Zudem konnten wir das Schiffsfinanzierungsportfolio schneller als geplant reduzieren. Nach derzeitigem Stand werden wir unser Abbauziel  in der Schiffsfinanzierung bereits Ende 2017 und damit ein Jahr früher als vorgesehen erreichen“, sagte Thomas Bürkle, Vorstandsvorsitzender der NORD/LB. Ursprünglich wollte die Bank ihr Schiffsfinanzierungsportfolio, ausgehend von einem Wert von 19 Mrd. Euro in 2015, bis Ende 2018 auf 12 bis 14 Mrd. Euro reduzieren. Bis Mitte 2017 konnte es bereits auf 14,5 Mrd. Euro zurückgeführt werden.

„Unser Halbjahresergebnis zeigt, dass die NORD/LB eine starke Bank mit einem funktionierenden Geschäftsmodell ist. Nach wie vor sind alle Geschäftsfelder außerhalb der Schiffsfinanzierung profitabel.  Ungeachtet der Fortschritte beim Abbau des Schiffs­portfolios drückt die Risikovorsorge allerdings weiter auf unser Ergebnis. Eine nachhaltige Belebung an den Schiffsmärkten ist weiterhin nicht festzustellen. Wir bleiben daher vorsichtig, halten aber an unserem Ziel fest, für 2017 wieder einen Gewinn zu erwirtschaften. Oberste Priorität hat weiterhin die Stärkung unserer Kapitalquoten“, so Bürkle.

Nach der Mitte August erfolgten Zustimmung durch die Trägerversammlungen beider Häuser wird die Konzerntochter BLB wie vorgesehen am 31. August 2017 vollständig mit der NORD/LB fusioniert. „Es ist uns gelungen, die Fusion mit der BLB in einem vergleichsweise kurzen Zeitfenster planmäßig unter Dach und Fach zu bringen“, so Bürkle. „Damit haben wir einen ersten wichtigen Schritt in unserem konzernweiten Transformationsprogramm One Bank vollzogen.“ Das Programm ziele auf eine überschneidungsfreie Aufstellung der Geschäftsfelder im gesamten Konzern. Die dabei angestrebten Synergieeffekte würden allerdings erst mittel- bis langfristig voll zum Tragen kommen. Kurzfristig müssten hierfür zunächst erhöhte Restrukturierungsaufwände investiert werden, betonte Bürkle.

Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Halbjahr 2017

Im ersten Halbjahr 2017 belief sich der Zinsüberschuss auf 731 Mio. Euro (Vorjahreshalbjahr: 929 Mio. Euro). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert ist dabei insbesondere auf geringere Erträge aus dem Schiffsfinanzierungsportfolio, das die Bank aus strategischen Gründen zurückführt, sowie Einmaleffekte zurückzuführen. Die Nettozuführungen zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft gingen deutlich auf 446 Mio. Euro (1.003 Mio. Euro) zurück. Sie sind erneut fast ausschließlich in der Schiffsfinanzierung angefallen.

Der Provisionsüberschuss lag bei 68 Mio. Euro, wobei der Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums von 117 Mio. Euro durch Sondereffekte überzeichnet war. Das Fair-Value-Ergebnis (einschließlich Hedge Accounting) belief sich auf 164 Mio. Euro (277 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Finanzanlagen ist von 71 auf 66 Mio. Euro zurückgegangen, während das Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen von minus 7 Mio. Euro auf 27 Mio. Euro angestiegen ist.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf 601 Mio. Euro (572 Mio. Euro), was insbesondere auf erweiterte regulatorische Anforderungen zurückzuführen ist. Enthalten sind hier Aufwendungen in Höhe von 13 Mio. Euro für die Sicherungsreserve der Landesbanken sowie die EZB-Umlage. Das sonstige betriebliche Ergebnis, das stark durch Sondereffekte aus Wertpapiergeschäften begünstigt war, stieg deutlich auf 404 Mio. Euro (minus 168 Mio. Euro). Es beinhaltet Aufwendungen für die EU-Bankenabgabe in Höhe des voraussichtlichen Jahresbeitrags von 53 Mio. Euro. Gemäß IFRS werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Ertragssteuern in Höhe von 138 Mio. Euro (42 Mio. Euro) abgebildet.

Die Cost-Income-Ratio lag im ersten Halbjahr 2017 bei 43,1 Prozent (49,8 Prozent), der Return-on-Equity betrug 15,0 Prozent (minus 8,9 Prozent).

Die Bilanzsumme belief sich per 30. Juni 2017 auf 169,2 Mrd. Euro (Jahresultimo 2016: 174,8 Mrd. Euro). Der Gesamtrisikobetrag wurde weiter zurückgeführt auf nunmehr 53.207 Mio. Euro (59.896 Mio. Euro).

Die harte Kernkapitalquote (Common equity tier 1 ratio, CET 1-Quote) der NORD/LB stieg per 30. Juni 2017 auf 11,5 (11,3) Prozent. Nachdem sie zum 31. März aufgrund einer anteiligen Berücksichtigung des Verlustes für das Geschäftsjahr 2016 zwischenzeitlich auf 10,5 Prozent abgesunken war, liegt sie damit nun über dem Wert vom Jahresende 2016.  Hierzu haben auch positive Effekte aus der im Mai bekannt gegebenen Ausplatzierung einer weiteren Tranche der Northvest-Transaktion an institutionelle Investoren beigetragen. Fully loaded, das heißt nach vollständiger Anwendung der bis 2019 umzusetzenden Basel III-Regeln, stieg die CET 1-Quote von 9,9 auf 11,2 Prozent. Die Gesamtkapitalquote (Total regulatory capital ratio) belief sich per 30. Juni auf 16,1 Prozent (16,3 Prozent) bzw. fully loaded auf 15,9 Prozent (15,2 Prozent).
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