Mittwoch, 21. Februar 2018


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Daheim oder doch fremd?

Internationale Fachtagung zu Migration und Integration in Husum

Husum, (lifePR) - Das Bredstedter Nordfriisk Instituut und das Nordfriesland-Museum in Husum waren Gastgeber einer hochkarätigen Konferenz: Rund 50 Wissenschaftler aus 20 europäischen Staaten versammelten sich drei Tage lang zum 27. Jahrestreffen der „Association of European Migration Institutions“ (AEMI) im Nissenhaus in Husum. Die Mitglieder der Vereinigung europäischer Migrationsforschungsinstitute beschäftigen sich vor allem mit den Themen Ein- und Auswanderung sowie Integration, die von jeher auch für Nordfriesland von besonderer Bedeutung sind.

Finanziell unterstützt wurde die Konferenz vom Kreis Nordfriesland, der Stadt Husum, der Nord-Ostsee Sparkasse und dem Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther. Das Nissenhaus widmete dem Thema breiten Raum mit einer Sonderausstellung zur Biografie des Museumsstifters Ludwig Nissen. Sie bildete gute Ansatzpunkte für den ersten Konferenzteil, die europäische Auswanderung nach Amerika. Weitere Themen waren die aktuelle Einwanderung nach Europa, die unterschiedlichen Reaktionen darauf und die Möglichkeiten des Vergleichs mit anderen Migrationsbewegungen. Zentraler Aspekt hier und im dritten Konferenzteil zum Thema „Was ist Heimat?“ blieb immer die gesamteuropäische Sichtweise.

Dr. Paul-Heinz Pauseback, dem Leiter des Auswanderer-Archivs des Nordfriisk Instituut, war es gelungen, die wissenschaftliche Konferenz nach Nordfriesland zu holen. Das Bredstedter Institut ist seit 1995 Mitglied der AEMI. Pauseback organisierte die Tagung gemeinsam mit Franziska Horschig, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Nordfriesland Museum – Nissenhaus. Kathrin Rothmann und Claudia Schirmer von der Husumer Tourismus und Stadtmarketing GmbH versorgten die Gäste mit Informationen zum Tagungsort und der passenden Unterkunft. Die Husumer Landfrauen unterstützten das Team bei der Bewirtung der Gäste.

Grundlegendes Anliegen der AEMI ist es, die Idee eines vereinten Europas zu stärken. Das gilt sowohl für die Themen Migration und Integration wie auch wie für deren Schattenseiten, sogenannte Parallelgesellschaften und Fremdenfeindlichkeit. Einen leidenschaftlichen Appell für ein starkes und einiges Europa gab Salem Hattab, im Irak geborener Weltbürger und Friese aus Niebüll, den Kongressteilnehmern mit auf den Weg. Der Chef des ECCO-Schuh Konzerns war einer Einladung als Gastredner gefolgt. Grußworte von Landrat Dieter Harrsen und dem Husumer Bürgermeister Uwe Schmitz wiesen in die gleiche Richtung und bestärkten die Gäste in ihrem Bestreben, verlässliche Daten und Konzepte zur Orientierung für politische Entscheider auf allen Ebenen bereitzustellen und in der Zukunft gerade hier verstärkt den Dialog zu suchen.

Das ausführliche Kongressprogramm ist nachzulesen unter: http://aemi.eu/wp-content/uploads/2017/05/Programm-AEMI-2017-detailed-Seitenzahlen.pdf

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