Montag, 22. Januar 2018


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Wirtschaftsminister Bode: Wirtschaftsachse Küste in 2012 gestärkt und erfolgreiche Basis für Niedersachsen als Logistikland

Oldenburg / Hannover, (lifePR) - "Die Ergebnisse des vergangenen Jahres zeigen, dass unsere Strategie zur Stärkung der Wirtschaftsachse Küste erfolgreich ist. Gegenüber dem Vorjahr ist der Güterumschlag um etwa 9 % auf 50,1 Mio. Tonnen angestiegen", erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode anlässlich der Jahresbilanz der Niedersächsischen Seehäfen. Vor allem die Umschlagsmengen von Massengütern, Stahlprodukten, Projektladungen und Automobilen habe sich deutlich positiv entwickelt. "Nachdem wir in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Projekten initiiert hatten, konnten wir diese 2012 erfolgreich in Betrieb nehmen. Damit haben wir die infrastrukturellen Voraussetzungen gelegt, Niedersachsen weiter als Logistikland zu entwickeln", betonte Bode.

Bilanz:

Der Minister unterstrich das große Potenzial der maritimen Wirtschaft für Niedersachsen: "Wir haben in unsere Häfen in einem gewaltigen Umfang investiert, denn der Ausbau der Häfen ist sinnvoll und geboten. Hinzu kommt: Niedersachsen verfügt, anders als die meisten anderen Länder der Nordrange, über sehr viel geeignete Flächen für den Umschlag, die Distribution und die hafennahe Produktion von Gütern." Die multifunktionale Ausrichtung der niedersächsischen Seehäfen sichere die Unabhängigkeit bei konjunkturellen Problemen einzelner Branchen.

Die Landesregierung Niedersachsens unterstützt die Entwicklung Niedersachsens zum internationalen Logistikstandort durch zahlreiche Projekte. Allen voran steht die Realisierung des einzigen deutschen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven, dem JadeWeserPort. Mit diesem im September 2012 eröffneten logistischen Meilenstein wird Niedersachsens Stellenwert und Bedeutung innerhalb globaler Logistik- und Wertschöpfungsketten weiter zunehmen. Verbunden hiermit ist auch die stärkere Integration umliegender Standorte in die globalen Logistiknetze. Ein Beispiel hierfür ist der JadeWeserPark, der ca. 12 km entfernt zum JadeWeserPort gelegen ist. Die Bilanz der Logistikentwicklung in Niedersachsen weist auf ein solides Wachstum. Mit 111 Logistikinvestitionen war 2011 eines der erfolgreichsten Jahre für die Logistikwirtschaft in Niedersachsen. Das Investitionsvolumen erreichte knapp über 900 Mio. Euro und übertrifft damit den Vorjahreswert um fast 70 %. Dadurch konnten 5.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und fast 8.000 Arbeitsplätze gesichert werden.

Mit dem JadeWeserPort wird Wilhelmshaven zu einem zentralen Dreh- und Ankerpunkt für den internationalen Containerverkehr. Der JadeWeserPort mit seinen einmaligen Wettbewerbsvorteilen ist eine sinnvolle Ergänzung der etablierten Containerhäfen in Hamburg und Bremerhaven. Zusammen mit den neu entstehenden Arbeitsplätzen und Investitionen in und um den Hafen herum werden sich die bisher von Niedersachen und Bremen investierten Gelder auch für den Steuerzahler auszahlen. Nach den bisherigen Berechnungen wird der JadeWeserPort seine Kapazitätsgrenze von jährlich 2,7 Mio. Standardcontainern spätestens 2018 erreicht haben. Vertragsgemäß wird im August 2013 der zweite Terminalabschnitt (725 m) in Betrieb genommen. Dann ist das Terminal auf seiner gesamten Länge von 1.725 m nutzbar.

Neben dem Jahrhundertprojekt JadeWeserPort sind eine Reihe weiterer Maßnahmen 2012 fertig gestellt worden. Der Ausbau Niedersachsenbrücke (Wilhelmshaven) wurde im April eingeweiht. Seitens des Landes ist diese Investition mit rund 25 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt worden. Im Mai sind der zweite Liegeplatz am Niedersachsenkai in Brake (20 Mio. Euro) und der Fähranleger auf Langeoog (4 Mio. Euro) in Betrieb gegangen. Im September nahm die neue Hafenbetriebszentrale in Emden ihren Betrieb auf. Auch diese Maßnahme hat das Land mit rund 1 Mio. Euro unterstützt. Mit rund 65 Mio. Euro (aus dem Landeshaushalt und mit EFRE-Mitteln) wurde der Liegeplatz 9, ein weiterer Baustein im Offshore-Hafen Cuxhaven finanziert, der im Oktober fertig gestellt werden konnte.

Ausblick:

Der Warenumschlag in den deutschen Seehäfen wird in Zukunft weiter zunehmen. Ein Wachstumsmotor im Seehandel ist der Umschlag von Containern. Das Institut für Seeverkehr und Logistik rechnet in den kommenden Jahren mit einem durchschnittlichen Zuwachs von mehr als vier Prozent. Der JadeWeserPort muss dafür langfristig weiter ausgebaut werden. "Deshalb hat die Niedersächsische Landesregierung die Machbarkeitsprüfung einer zweiten Ausbaustufe des Tiefwassercontainerhafens in Wilhelmshaven beschlossen. Die Studie soll prüfen, ob die Erweiterung in nördlicher Verlängerung des bestehenden JadeWeserPort technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist", erklärte Minister Bode. "Wir wollen den zweiten Hafen im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projektes realisieren, um möglichst wenig öffentliche Mittel zu investieren. Die Untersuchungen werden unter anderem die verkehrlichen Auswirkungen und ökologischen Folgen insbesondere für das Wattenmeer, die Auswirkungen auf Deichsicherheit und Küstenschutz, Lärm- und Luftemissionen erfassen sowie die rechtlichen Voraussetzungen beschreiben."

Die Kosten für die Studie betragen rund zwei Millionen Euro. "Das ist eine gute Investition in die Wirtschaft an der niedersächsischen Küste. Nach Ende des Vergabeverfahrens kann voraussichtlich Mitte 2013 mit der konkreten Arbeit begonnen werden. Für die Studie haben wir eine Dauer von etwa eineinhalb Jahren angesetzt, so dass Ende des Jahres 2014 mit Ergebnissen zu rechnen ist", so Bode.

Nachdem die vergangenen Jahre von der Realisierung vieler großer Infrastrukturvorhaben geprägt waren, die sich nunmehr erfolgreich im Markt bewähren, plant die Landesregierung derzeit gemeinsam mit den Hafeninfrastrukturunternehmen die zukünftige strategische Ausrichtung der kommenden Dekade. Gegenwärtig werden beispielsweise folgende Maßnahmen durchgeführt bzw. befinden sich in der aktuellen Planungsphase.

Brake:
- Errichtung Zentraler Zugang/Port Security

Cuxhaven:
- Ertüchtigung des Offshore Terminals für Jack-up Schiffe
- Verbesserung des Autoumschlages im Amerikahafen

Emden:
- Nesserlander Schleuse
- Dalbenliegeplatz Emspier: Kapazitätserweiterung des Autoumschlages
- Emspier II: Planung und Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens
- Entwicklung Rysumer Nacken: Konkretisierung eines technisches Konzept mit den Beteiligten (Stadt Emden, IHK)

Norden / Inselversorgung:
- Modernisierung des Bahnhofs Norddeich-Mole: Umgestaltung der Anlage bis Ostern 2013 zu einem modernen, barrierefreien und kundenfreundlichen Personenbahnhof

Stade:
- Norderweiterung: Vorbereitung für ein neues Planfestestellungsverfahren

Wilhelmshaven:
- Entwicklung des Nordhafens wird weiter vorangetrieben
- Schleuseninsel: Interessenbekundungsverfahren zur gewerblichen Entwicklung der Flächen

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