Donnerstag, 19. Juli 2018


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Politik, Wirtschaft, Verbände und Sozialpartner diskutieren künftige EU-Förderung

Meyer: "Schwerpunkte bleiben Forschung, Innovation, Mittelstand und Energie"

Hannover, (lifePR) - Ein Jahr vor dem Start der neuen Periode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) haben heute (30. November) im "Haus der Wirtschaft" in Kiel rund 100 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über mögliche Schwerpunkte der künftigen EU-Förderung in Schleswig-Holstein diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei ein vom Land in Auftrag gegebenes Gutachten der Prognos AG, wonach die Förder-Schwerpunkte der Zukunft unter anderem auf Forschung, Technologie, Energieeffizienz sowie einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Kleinen und Mittleren Unternehmen liegen müssen.

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und seinem Staatssekretär Dr. Frank Nägele sei eine gezielte Strukturpolitik in Schleswig-Holstein ohne den EFRE, der in der vergangenen Förderperiode mit 374 Millionen Euro ausgestattet war, undenkbar. Als Beispiele nannte der Minister die mit weit über 20 Millionen Euro geförderten Fraunhofer-Institute und Einrichtungen in Itzehoe und Lübeck sowie nahezu sämtliche touristischen Einrichtungen in Schleswig-Holstein - vom Meerwasserwellenbad bis zur Strandpromenade. Laut Meyer müsse sich das Land allerdings darauf einstellen, dass der EFRE in den kommenden Jahren möglicherweise nicht mehr in derselben Höhe zur Verfügung stehe wie in der vergangenen Förderperiode.

Zur Stärkung der wettbewerbsfähigen Strukturen in Schleswig-Holstein ist nach den Worten des Ministers intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum unverzichtbar. Besonders begrüßenswert sei aus seiner Sicht deshalb die stärkere Ausrichtung auf die Ziele der Europa-2020-Strategie, die auch für Schleswig-Holstein die richtigen Zielmarken setze. Meyer warb in dem Zusammenhang nachdrücklich für das so genannte Partnerschaftsprinzip: "Die Beteiligung der Wirtschafts- und Sozialpartner, der Nicht-Regierungsorganisationen und der Regionen stellt für uns einen starken Pfeiler unserer strategischen Überlegungen dar".

Michel-Eric Dufeil, Leiter des Deutschlandreferats in der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der europäischen Kommission, stellte den Teilnehmern der Tagung die Inhalte, Ziele und Rahmenbedingungen der EU-Regionalpolitik aus europäischer Sicht dar. Ebenso wurden die Positionen der Bundesregierung vorgestellt. Im Anschluss tagte der Begleitausschuss für das EFRE-Programm, dessen Mitglieder sich vor allem für Chancengleichheit im Rahmen des EU-Programms, nachhaltige Entwicklung sowie Umweltschutz einsetzen.

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