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Pressemitteilung BoxID: 615612 (Niedersächsischer Industrie- und Handelskammertag)
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Technologischer Wandel in der niedersächsischen Wirtschaft setzt leistungsfähiges Bildungssystem und gut ausgestattete Berufsschulen voraus

"Bildungspolitische Positionen" des NIHK vorgestellt

(lifePR) (Hannover, ) Die gegenwärtige und zukünftige Berufspraxis in den niedersächsischen Unternehmen ist geprägt von einem wirtschaftlichen und technologischen Wandel. Ein anpassungsfähiges Bildungssystem, insbesondere im Bereich der Dualen Ausbildung ist Voraussetzung dafür, dass die niedersächsischen Betriebe künftig über Fachkräfte verfügen, die diesen Herausforderungen gewachsen sind. „Gute Bildung ist das Fundament der Wirtschaft“, betont Dr. Susanne Schmitt, Hauptgeschäftsführerin des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertags (NIHK) bei der Vorstellung der Broschüre ‚Bildungspolitische Positionen‘. „Das beginnt in den allgemeinbildenden Schulen und endet bei Weiterbildungsmaßnahmen. Im Fokus der Wirtschaft steht jedoch die Duale Ausbildung. Hier sehen wir mit Sorge, dass die Wertschätzung dieses in der Welt einmaligen Erfolgsmodells nicht der tatsächlichen Bedeutung entspricht. Darüber hinaus gibt es an einigen Punkten akuten und nachhaltigen Verbesserungsbedarf“, ergänzt sie.

Eines der zentralen Anliegen der niedersächsischen Wirtschaft ist die betriebsnahe Beschulung der Auszubildenden. „Wir wissen von den jungen Leuten selbst, dass es für sie von großer Bedeutung ist, dass sie keine weiten Wege für ihre Ausbildung auf sich nehmen wollen.“ Darüber hinaus ist es auch von großer Wichtigkeit, dass Betrieb und Berufsschule eng verzahnt sind. „Hier fordern wir auch die Ausbildungsverantwortlichen auf, einen engen Draht zu den Berufsschulen auf- und auszubauen“ appelliert Schmitt.

Ein weiteres Sorgenkind ist die Unterrichtsversorgung. „Aktuell haben wir bei der Teilzeitbeschulung in den Berufsbildenden Schulen eine Versorgung von unter 90 Prozent. Das ist nicht tragbar und muss unverzüglich geändert werden“, fordert Schmitt weiter. Dazu gehöre auch die Forderung des NIHK, den Beruf des Berufsschullehrers für mögliche Interessenten attraktiver zu gestalten und bestehende Engpässe in der Nachwuchssicherung umgehend zu schließen. „Hier sehen wir vor allen Dingen bei den sogenannten MINT-Berufen eine große Lücke“, so Schmitt.

Schmitt resümiert: „Wer die Duale Ausbildung aus den Augen verliert, wird in einigen Jahren mit erhöhtem Fachkräftemangel und negativen Folgen für die niedersächsische Wirtschaft rechnen müssen. Wir fordern die Politik auf, mit unseren Unternehmen gemeinsam die Bedingungen so optimal auszugestalten, dass viele junge Menschen in den nächsten Jahren mit viel Freude eine Duale Ausbildung beginnen und auch abschließen. Nur dann werden wir ausreichend Fachkräfte zur Verfügung haben, die das weitere Prosperieren der Unternehmen in Niedersachsen sichern.“

Die Broschüre „Bildungspolitische Positionen“ steht auf der Internetseite des NIHK zum Download bereit (www.n-ihk.de/publikationen/Fokus_Niedersachsen).

Niedersächsischer Industrie- und Handelskammertag

Der NIHK vertritt rund 270.000 Unternehmen und ist damit die größte Wirtschaftsvereinigung in Niedersachsen. Mitglieder sind die IHK Lüneburg-Wolfsburg, die Oldenburgische IHK, die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, die IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum.