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Pressemitteilung BoxID: 618504 (Niedersächsische Staatskanzlei)
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Starke Städte und lebendige Dörfer im ländlichen Raum in Niedersachsen

"Zukunftsforum" gibt weitere Handlungsempfehlungen an den Ministerpräsidenten

(lifePR) (Hannover, ) Beim 3. Demografiekongress der Landesregierung mit dem Titel „Zukunft vor Ort gemeinsam gestalten" am (heutigen) Dienstag in Hannover hat Niedersachsens Ministerpräsident Ste-phan Weil den demografischen Wandel weiterhin als eine der zentralen Herausforderungen für das Land bezeichnet. Der niedersächsische Ansatz, gemeinsam mit möglichst vielen Partnerinnen und Partnern Modelle für die Zukunft umzusetzen, sei wesentlicher Teil der De-mografiestrategie des Landes. Bei der Übergabe der Handlungsempfehlungen des zweiten Arbeitszyklus‘ des Zukunftsforums an den Ministerpräsidenten betonte dessen Vorsitzender, Professor Axel Priebs, die Wichtigkeit, die demografischen Veränderungen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit als Querschnittsthema zu bearbeiten. Insbesondere das Thema des zweiten Arbeitszyklus „Starke Städte und lebendige Dörfer in den ländlichen Räumen" eröffne die Möglichkeit, mit Blick auf die Kommunen das Potential des Zukunftsforums durch eine integ-rative Perspektive noch stärker zu nutzen. Das aktuelle Kongress-Thema wurde in drei Ar-beitsgruppen mit rund 140 Expertinnen und Experten bearbeitet.

Bereits 2015 hatte das Zukunftsforum in seinem ersten Arbeitszyklus Empfehlungen für die Bereiche „Mobilität und Bildung" aufgezeigt. Der Erfolg könne sich sehen lassen, sagte Weil: Viele befänden sich bereits in der Realisierung. Die Landesregierung habe Projekte in eige-ner Zuständigkeit bereits umgesetzt oder Vorhaben unterstützt: Beispielhaft etwa sei das Projekt „MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen": Zentrales Ziel sei es, die Bildungschan-cen von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte in Niedersachsen zu ver-bessern.

Die Landesregierung habe darüber hinaus ein Förderprogramm für Demografie-Projekte des Zukunftsforums aufgelegt. Die Metropolregionen Nordwest und Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg können auf jährlich je 200.000 Euro zurückgreifen. Die zusätzlichen Mittel würden bereits stark nachgefragt.

Der Ministerpräsident betonte, dass das Land für die Zukunft gut gewappnet sei, da Nieder-sachsen etwa in demografischen Schlüsselfeldern wie Arbeitsmarkt, Bildung und Breitband-versorgung im Ländervergleich gut abschneide. Er warnte aber davor, sich auf dem Erreich-ten auszuruhen. So verlaufe der demografische Wandel in Niedersachsen regional sehr un-terschiedlich. So gebe es – vor allem in den Ballungszentren und im Westen des Landes – weiterhin steigende Bevölkerungszahlen. Zugleich sei in anderen Teilen ein erheblicher Be-völkerungsrückgang die Realität; insbesondere in Südniedersachsen und im ländlichen Raum.

In den Arbeitsgruppen wurde deutlich, wie facettenreich die Projekte zu den einzelnen The-menbereichen ausgestaltet seien. So reiche die Bandbreite von kleinen Dorfläden, die im Schwerpunkt durch das bürgerschaftliche Engagement der Dorfbewohnerinnen und Dorfbe-wohner getragen werden, bis hin zu der Entwicklung einer Toolbox über neue Wohnmodelle für ganz Niedersachsen.

Viele der Projektvorschläge haben sich auf Grundlage der Empfehlungen des Zukunftsfo-rums zu den Themen Bildung und Mobilität weiterentwickelt. Dazu gehört etwa das bewilli-gungsreife Projekt „Geeste mobil". Dabei geht es um den Aufbau eines ehrenamtlichen Fahr-dienstes in der Gemeinde Geeste. Dieser Fahrdienst sei zusätzlich zum vorhandenen ÖPNV eine Ergänzung für die Begleitung nicht mobiler Bürgerinnen und Bürger..