In diesem Jahr verzeiht der Nubbel nicht mehr alles!

Karnevalsfilm des Netzwerks für Tiere Köln mit Rede des Kölner Büttenredners „Dä Nubbel“ Michael Hehn veröffentlicht

(lifePR) ( Köln, )
Pünktlich zu Sessionsbeginn am 11.11.2021 um 11:11 Uhr wendet sich der Nubbel mit einer ernsten kölschen Botschaft an die Jecken: Er hält für alles gerne seinen Kopf hin, doch eines wird er in diesem Jahr nicht verzeihen und dass sind die Pferde, die jedes Jahr im Karnevalszug gegen ihren Willen mitlaufen müssen (Rede abrufbar unter https://youtu.be/pGD26dGRnn8). Im Karneval soll jeder Spaß haben, tanzen und feiern, aber Tiere gehören dort nicht hin, sie leiden unter dem Lärm (teilweise 130 Dezibel), den Menschenmassen und umherfliegenden Kamellen.

Und nicht nur die Pferde leiden dabei, das Sicherheitsrisiko für Zuschauer und Zugteilnehmer ist immens und nicht abwendbar. Dass da Unfälle geschehen, sei kein Wunder, so der Nubbel. Ein Wunder dagegen sei es, dass bislang noch kein Mensch gestorben ist. Damit es dazu gar nicht erst kommt, mögen die Garden ihre Pferde auf den Weiden stehen lassen, wo sie ihre Ruhe haben, sodass im Karneval wirklich JEDER Spaß hat. Jecke am Zugrand sollen auf Pferden reitenden Karnevalisten eine Rote Karte zeigen, das ist der Wunsch des Nubbel. Auch wenn Karneval eine Tradition ist, könne man eine solche auch immer ändern, wenn es ihr zugutekommt. Michael Hehn verdeutlicht: „Die Teilnahme von Pferden in Karnevalsumzügen ist sehr riskant. Nach den Zwischenfällen bei verschiedenen Kölner Rosenmontagszügen, bei denen auch meine Gesellschaft betroffen war, gab es zwar keine Toten, aber Verletzte und schon das ist unzumutbar. Das Pferd eines Bekannten ist bei einem Zug gestorben. Ich hatte selbst einmal das Vergnügen, hinter einem scheuenden und sich drehenden Pferd einen kompletten Zug gehen zu müssen. Mir ist bewusst, dass es viele Befürworter gibt, für die die Teilnahme von Pferden Tradition und Selbstverständnis bedeutet. Für mich wiegen allerdings das Risiko und das Wohl der Tiere schwerer.“

Das Netzwerk für Tiere Köln setzt sich seit Jahren gegen Pferde im Karneval ein. Jedes Jahr machen die Tierschützer Aufnahmen vom Zug, die deutlich die Anzeichen von Stress bei den Pferden zeigen. Mit diesen Aufnahmen hat sich das Netzwerk im vergangenen Jahr mit Ordnungswidrigkeitsanzeigen an das Veterinäramt der Stadt Köln gewandt. Lediglich zu einer der Anzeigen wurde ein Verfahren eingeleitet, welches immer noch anhängig ist. Ein anderes, von der Stadt Köln selbst angeregtes Verfahren wurde inzwischen eingestellt. „Es geht nicht allein darum, dass die Tiere im Zug extrem gestresst sind. Es werden im Rosenmontagszug regelmäßig Verstöße gegen das Tierschutzgesetz begangen, welche jedoch ohne Ahndung und Aufmerksamkeit bleiben. Unserer Ansicht nach ist die Behörde hier verpflichtet, zur Verhütung künftiger Verstöße und zum Schutz der Tiere mit geeigneten Maßnahmen einzugreifen. Die einzig geeignete Maßnahme wäre ein Verbot von Pferden im Karnevalszug, wie es die Stadt Bonn vor Kurzem erließ,“ so Lara Casper, Pressesprecherin des Netzwerks. „Wir möchten mit dem Film die Menschen aufrütteln, die Jecken, die Karneval feiern. Je mehr Menschen darauf aufmerksam werden, dass hier Lebewesen leiden für den Spaß der Menschen, obwohl es auch anders ginge, desto stärker werden die Stimmen, die keine Pferde mehr im Zug haben wollen. Wir möchten das schaffen, bevor es zu einem tödlichen Unfall kommt.“
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.