Mittwoch, 20. Juni 2018


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Wirtschaftliche Situation bei Fachärzten der Grundversorgung ein großes Problem

Berlin, (lifePR) - Ärztemonitor - Die niedergelassenen Ärzte sind mit ihrem Beruf zufrieden, aber nicht mit den Arbeitsbedingungen. Dies hat der Ärztemonitor 2014 nachgewiesen. KBV und NAV haben in einer Detailauswertung nach möglichen Gründen für Unzufriedenheit bei Niedergelassenen gefragt.

Zwei wichtige Ergebnisse des Ärztemonitors 2014 waren die hohe Zufriedenheit mit dem Beruf als Arzt sowie die hohe Unzufriedenheit mit den Rahmenbedingungen, unter denen die Mediziner arbeiten müssen. Um den Unzufriedenen auf den Grund zu gehen, hat das Meinungsforschungsinstitut infas im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des NAV-Virchow-Bundes (NAV) eine Detailauswertung zur Verteilung der Unzufriedenheit gemacht. Das Ergebnis: Insbesondere Fachärzte in der Grundversorgung sind weit überdurchschnittlich unzufrieden mit der wirtschaftlichen Situation und sehen Nachholbedarf beim Einkommen.

"Dieses Ergebnis zeigt erneut, dass Fachärzte mit vielen Fällen in der Grundversorgung ernste wirtschaftliche Probleme haben", sagte Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes. Der Ärztemonitor hatte ergeben, dass 39 Prozent mit ihrer wirtschaftlichen Situation unzufrieden sind. Weit über diesem Wert liegen Chirurgen und Orthopäden (55%), HNO-Ärzte (51%) und Urologen (48%). Diese Fachgruppen sowie die Frauen- und Augenärzte sind ebenfalls unzufrieden mit ihrer Einkommenssituation.

"Die generellen Zufriedenheitswerte des Ärztemonitors 2014 sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem die grundversorgenden Fachärzte unter den Rahmenbedingungen leiden. Über den Ärztemangel wird viel gesprochen, doch um junge Mediziner in die Niederlassung zu bekommen, müssen wir die Bedingungen vor allem bei den Grundversorgern deutlich verbessern", erklärt Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV.

Ein weiteres Problem aller Grundversorger ist die schwierige Suche nach einem Praxisnachfolger. Hier sagten 82 Prozent der Hausärzte aus, dass sie Probleme hätten, einen Nachfolger zu finden, gefolgt von Kinderärzten (73%), Augenärzten (67%) sowie Orthopäden und Chirurgen (65%).

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):

Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 162.650 an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie ist der Dachverband der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die die ambulante medizinische Versorgung für 70 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland sicherstellen. Die KBV schließt mit den gesetzlichen Krankenkassen und anderen Sozialversicherungsträgern Vereinbarungen, beispielsweise zur Honorierung der niedergelassenen Ärzte und zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen. Die KVen und die KBV sind als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mehr Informationen im Internet unter: www.kbv.de.

NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.

Der NAV der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen von niedergelassenen, niederlassungswilligen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete auf Bundes- und Landesebene vertritt. Er vertritt die Interessen dieser Arztgruppe gegenüber den Parlamenten, den Regierungen, den Parteien, Behörden und allen anderen Organisationen und Institutionen in Deutschland und im Ausland. Mehr Informationen im Internet unter: www.nav-virchowbund.de.



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