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Pressemitteilung BoxID: 604122 (NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.)
  • NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
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PJ in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung ist eine gute Entscheidung

(lifePR) (Berlin, ) Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, NAV-Virchow-Bund, begrüßt die angekündigte Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz, im Praktischen Jahr des Medizinstudiums zukünftig ein Quartal in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung vorzuschreiben.

„Das verpflichtende Quartal im Praktischen Jahr bietet eine gute Chance für Medizinstudenten, die Arbeit in der Niederlassung aus erster Hand zu erleben. Dies ist eine gute Entscheidung und eine wichtige Verbesserung im Masterplan Medizinstudium 2020, weil die nachfolgende Arztgeneration damit frühzeitig mit der Hausarztmedizin und der Versorgung im niedergelassenen Bereich in Berührung kommt. In der Praxis und nicht in den Hochschulambulanzen lernen die Medizinstudenten direkt vom weitergebildeten Haus- und Facharzt mit umfangreicher Berufserfahrung direkt in einer Eins-zu-Eins-Lernsituation“, erklärt der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich.

Von den ablehnenden Umfrageergebnissen unter Medizinstudenten solle man sich nicht irritieren lassen, so Dr. Heinrich: „Sie sind vielmehr ein Indiz dafür, dass über die ambulante vertragsärztliche Versorgung immer noch viele Vorurteile bestehen und an den Universitäten gepflegt werden. Ich bin mir sicher, in wenigen Jahren werden sich diese Umfrageergebnisse komplett umdrehen, wenn die PJ-Studenten erst einmal die Erfahrung gemacht haben, wie viel sie in der vertragsärztlichen Praxis lernen können“, stellt Dr. Heinrich fest.

Die niedergelassenen Ärzte jedenfalls freuen sich bereits auf die Medizinstudenten: „Bei rund 2.500 Studenten pro Quartal und rund 100.000 Praxen in Deutschland sehe ich jedenfalls kein Kapazitätsproblem“, so Dr. Heinrich weiter.