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Pressemitteilung BoxID: 396991 (NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.)
  • NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
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Mehr Erkältungskrankheiten durch harten Winter - Niedergelassene fordern Berücksichtigung beim Honorar

(lifePR) (Berlin, ) Mit Blick auf die im Herbst anstehenden Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen fordern die niedergelassenen Ärzte eine angemessene Berücksichtigung der in diesem Winter deutlich gestiegenen Zahl der Erkältungskrankheiten. Nach Angabe der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) mussten allein im Januar 2013 ein Drittel mehr Arbeitnehmer erkältungsbedingt krankgeschrieben werden als im Januar des Vorjahres. "Mehr Kranke bedeuten mehr Arbeit für die Praxisärzte. Wie bei jeder anderen Berufsgruppe muss sich dieser Leistungszuwachs auch beim Honorar widerspiegeln", so Dr. Dirk. Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes.

Bei der im Herbst anstehenden Verhandlungsrunde über die Ärzte-Honorare 2014, verlangt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, sollten sich die Krankenkassen an die vollen Wartezimmer und vielen Erkältungsfälle in der kalten Jahreszeit erinnern. "Wer mehr arbeitet, soll dafür auch mehr Geld bekommen. Diese einfache Formel muss endlich auch für uns niedergelassene Ärzte gelten", fordert Dr. Heinrich.

Das derzeitige vertragsärztliche Vergütungssystem schützt die Krankenkassen vor wetterbedingten Mehrausgaben beim ärztlichen Honorar. Je nach Standort und Zugehörigkeit zu einer der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen der Bundesrepublik erhalten niedergelassene Ärzte Geld für eine maximale Anzahl von Behandlungsfällen pro Quartal zu einem festgelegten Punktwert. Überschreiten sie die Grenze und behandeln mehr Patienten - zum Beispiel in Folge eines harten Winters -, wird diese Leistung nicht mehr voll bezahlt. Die Ärztin oder der Arzt behandeln auf eigene Rechnung. "Was mit uns Ärzten gemacht wird, ist für andere Branchen undenkbar. Man stelle sich vor, dass eine Autowerkstatt in einem harten Winter die durch Eis und Schnee verursachten Schäden ab einer bestimmten Grenze selbst bezahlen müsste, weil die Versicherer nicht mehr dafür aufkommen. Das würde kein Betrieb machen", so Dr. Heinrich.

Der harte und langanhaltende Winter 2012/2013, so der Bericht der KKH, habe die Ausbreitung von Erkältungsviren stark begünstigt. Bei der Diagnose "grippaler Infekt" sei die Quote im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent angestiegen. Die vermehrten Krankenschreibungen verursachten nach Angabe der Krankenkasse einen volkswirtschaftlichen Schaden von über zwei Milliarden Euro.

NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.

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