Dienstag, 21. November 2017


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Wir brauchen grüne Qualitätshäfen!

NABU bemängelt fehlenden Einsatz des Hamburger Senats gegen schlechte Luft im Hafen / Workshop "Saubere Luft in Häfen" in Hamburg am 8. Februar

Hamburg-Borgfelde, (lifePR) - Anlässlich des ersten Workshops im Rahmen seines neuen, EU-weiten Projekts "Saubere Luft in Häfen" am 8. Februar kritisiert der NABU den Senat der Hansestadt Hamburg für die zögerliche Realisierung eines Landstromanschlusses. Erst 2015 zur Welthafenkonferenz soll dieser in Betrieb gehen. Angesichts der Investitionen der Hamburg Port Authority (HPA) von 250 Mio. Euro in die Hafeninfrastruktur fordert der NABU, dass deutlich mehr Mittel für Verbesserungen beim Umwelt- und Klimaschutz im Hafen zur Verfügung stehen müssen. Nur so könne sich Hamburg auf der eigenen Welthafenkonferenz als Qualitätshafen mit grünem Profil präsentieren.

"Dass es für den lange angekündigten und längst überfälligen Landstromanschluss als Maßnahme besserer Luftqualität offensichtlich erst eines bedeutenden Anlasses wie der Welthafenkonferenz bedarf, ist ein Trauerspiel", ärgert sich Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. "Dass wir jetzt noch bis 2015 warten sollen, ist wirklich ungeheuerlich." Um Menschen vor Ort effektiver vor den gesundheitsschädlichen Emissionen wie Feinstaub, Schwefeldioxyd oder Stickoxyd aus laufenden Schiffsmotoren wirkungsvoll zu schützen, müsse der Senat im Sinne der Betroffenen sofort handeln.

Nicht umsonst habe der amtierende EU-Umweltkommissar Janez Potočnik 2013 als europäisches "Jahr der Luft" ausgerufen. Porschke: "Wir Europäer brauchen aber angesichts des Smogalarms in Peking nicht mitleidig nach China zu schauen, denn auch in der Europäischen Union sterben jährlich rund eine halbe Million Menschen frühzeitig an den Folgen schlechter Luftqualität". Nach Einschätzung des NABU seien Hafenstädte angesichts vielfältiger Emissionsquellen zu Wasser und an Land sowie vergleichsweise hoher Emissionsmengen besonders gefährdet. Es bedürfe deswegen in Hamburg, aber auch in anderen bedeutenden Hafenstädten, deutlich mehr Anstrengungen, die Luftqualität zu verbessern.

Um auf das Problem hinzuweisen und Lösungen zu entwickeln, beteiligt sich der NABU am EU-LIFE+ Projekt "Clean Air"und veranstaltet bis 2015 Workshops in sechs europäischen Hafenstädten zum Thema "Clean Air in Ports".

Der erste Workshop des Clean Air-Projektes findet am Freitag, 8. Februar 2013 von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr in der Landesgeschäftsstelle des NABU Hamburg, Klaus-Groth-Straße 21, 20535 Hamburg-Borgfelde statt. Eine ANMELDUNG zum Workshop ist unter http://www.nabu.de/ports/registration möglich. Umfassende Informationen über das Projekt gibt es unter www.NABU.de/ports

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