Stillstand beim Landstrom

(lifePR) ( Hamburg, )
NABU bedauert Vertagung der Entscheidung zu Landstromanschluss / Porschke: "Hin und Her geht zu Lasten der Umwelt, der Anwohner und der Steuerzahler."

Der NABU Hamburg zeigt sich enttäuscht, dass Wirtschaftssenator Frank Horch die Entscheidung über einem Landstromanschluss für Kreuzfahrtschiffe am Terminal Altona erneut verschoben hat. "Trotz großer Pressekonferenz gibt es wieder keine greifbaren Ergebnisse. Kein festes Datum, keine konkrete Anzahl an Schiffen, die das Angebot nutzen können - das ist nach all den Ankündigungen wirklich ein Trauerspiel", meint Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg.

Zwar begrüßt der NABU Hamburg die grundsätzliche Bereitschaft des Wirtschaftssenators, nun endlich einen Landstromanschluss realisieren zu wollen. Allerdings kritisiert der Verband die erneut schleppende Umsetzung, da jetzt für das rund 9 Millionen Euro teure Vorhaben erst Wirtschaftspartner gewonnen werden sollen. Somit sei mit weiterer Wartezeit bis zu einer endgültigen Entscheidung zu rechnen.

Dieses unentschlossene Vorgehen hat weitreichende Auswirkungen, nicht nur für die Umwelt. Auch der Kreuzfahrt-Industrie fehlt jetzt ein klares Signal. So strebt AIDA seit Kurzem ein alternatives Stromversorgungsmodell an. Das Unternehmen will seine Schiffe ab 2013 über ein seeseitiges mobiles Flüssiggas-Kraftwerk, eine so genannte "Power-Barge", versorgen lassen, für das es bisher aber noch keine Genehmigungen gibt. "Die unterschiedlichen Systeme führen beim Senat zum Entscheidungsstau, der sowohl auf Kosten der Umwelt als auch mit immer weiteren Untersuchungen zu Lasten des Steuerzahlers geht", so Porschke.

Aus Sicht des Naturschutzverbandes drängt die Zeit, denn neben den negativen Auswirkungen auf das globale Klima schaden Dieselrußemissionen am Ort der Entstehung der Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere in der Hamburger Innenstadt. Allein für 2012 sind über 160 Liegezeiten von Kreuzfahrtschiffen angekündigt, die wegen ihres Energieverbrauchs während des Aufenthaltes Schiffsdiesel verbrennen, der hundertmal schwefelhaltiger als Autodiesel ist und dessen Abgase ungefiltert die Nachbarschaft belasten. Beispielsweise erhöht Dieselruß erheblich das Risiko an Krebs zu erkranken und verursacht auch Asthma, Allergien, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.

Weitere Informationen unter www.NABU-Hamburg.de/schiffsruss.
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