Stachelige Gartenbewohner sind jetzt aktiv

StadtNatur-Beobachtungstipp des NABU: Igel in naturnahen Gärten und Grünanlagen

(lifePR) ( Hamburg-Borgfelde, )
Jetzt im beginnenden Herbst sind Igel, entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit, auch tagsüber aktiv. Autofahrer bittet der NABU deshalb Rücksicht auf die Stachelträger zu nehmen, die sehr oft Opfer des zunehmenden Straßenverkehrs werden.

Igel fressen sich derzeit ihren Winterspeck an und können dabei erstaunliche 50 Gramm pro Woche zulegen. Besonders gut zu beobachten sind die putzigen Tiere in naturnahen Gärten. "Wo es dichte Hecken, einheimische Gehölze sowie Reisig-, Laub- und Komposthaufen gibt, fühlt sich der Igel pudelwohl. Dort findet er Nahrung und einen Unterschlupf für den Winter", erläutert NABU-Sprecher Bernd Quellmalz. Der NABU ruft daher alle Gartenbesitzer auf, durch eine naturnahe Gestaltung ihres Gartens zum Schutz der Igel beizutragen. "Am allerwichtigsten ist es, auf den Einsatz von Gift zu verzichten."

Eine weitere Hilfe kann auch eine so genannte "Igelburg" sein, die schnell selbst gebaut ist. Wenn dieser Holzkasten mit ausreichend Laub und Reisig überdeckt wird, bieten sie dem Igel ein ideales Überwinterungsquartier. Die gut gemeinte Aufnahme von Igeln ins Haus während der kalten Wintermonate ist dagegen nicht nötig. Die Tiere überleben den Winter auch ohne menschliche Hilfe. Im Haus überwinterte Igel haben im Frühjahr sogar erhebliche Anpassungsschwierigkeiten, wenn sie wieder in die Natur entlassen werden. "Es ist ganz normal, dass wir Igel auch noch im November oder schon im Februar im Garten antreffen", erklärt Quellmalz. "Bei milden Wintern ist der Winterschlaf des Igels relativ kurz und somit auch das Überwinterungsgewicht nicht von so großer Bedeutung." Deshalb sollen bei Winterbeginn auch mittelgroße Igel in der Natur und in den Gärten verbleiben. Dort kann man erforderlichenfalls ab dem Spätherbst kleinere Igel durch Zufüttern von Katzenfutter ohne Soße und ungew ürztem Rührei mit Igeltrockenfutter gemischt auf die Winterruhe vorbereiten helfen. Keinesfalls darf man den Tieren Milch anbieten.

Weitere hilfreiche Tipps zum igelfreundlichen Garten erhalten Sie in der NABU-Infozentrale, Klaus-Groth-Str. 21, 20535 Hamburg-Borgfelde (5 Minuten vom Berliner Tor). Geöffnet Di 14-19 Uhr, Mi & Do 14-17 Uhr.

Auch die NABU-Website hält viele Informationen bereit unter www.NABU-Hamburg.de/garten
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