Hanse-Umweltpreis feiert 25jähriges Jubiläum und gibt die Gewinner 2019 bekannt

NABU Hamburg, die Stiftung Globetrotter Ausrüstung und Dagmar Berghoff zeichneten Projekte im Natur- und Klimaschutz aus / Grußworte von Bürgermeister Tschentscher / Sonderpreis für Biobauer Georg Eggers aus Kirchwerder

(lifePR) ( Hamburg-Borgfelde, )
Schon seit 1995 wird der Hanse-Umweltpreis für Engagement im Natur- und Klimaschutz in Hamburg verliehen. Am vergangenen Sonntag, den 3. November 2019 fand nun die 25. Verleihung im festlichen Rahmen in der Patriotischen Gesellschaft statt. Rund 125 Gäste, darunter ehemalige Preisträger*innen aus den Vorjahren, Vertreter*innen von Verbänden und aus der Landespolitik sowie die Bewerber 2019 wohnten der Veranstaltung bei. Anlässlich des 25. Jubiläums des Preises besuchte auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher die Verleihung. In seinen Grußworten dankte er allen Bewerberinnen und Bewerber für Ihren Einsatz für Umwelt und Natur: „Dieser Senat kümmert sich um die Umwelt und die Grünflächen in Hamburg. Deshalb haben wir einen Vertrag mit der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ geschlossen, der zeigt, dass der Wohnungsbau und eine starke Wirtschaft mit dem Erhalt von Umwelt und Natur vereinbar sind. Hamburg ist damit auch in Zukunft eine grüne und wirtschaftsstarke Metropole, in der das Wohnen bezahlbar bleibt. Ich gratuliere den diesjährigen Preisträgern und wünsche Ihnen weiter viel Erfolg und Freude mit Ihren Initiativen für die Umwelt in Hamburg.“

Nach der Ansprache des Bürgermeisters erfolgte die Verleihung eines Sonderpreises. Aus den Händen von Rolf Bonkwald, früherer Vorsitzender des NABU Hamburg und einer der Initiatoren des Hanse-Umweltpreis, erhielt Georg Eggers eine Ehrung für sein Lebenswerk. Der Biobauer aus Kirchwerder war 1999 Gewinner des Hanse-Umweltpreis und setzt sich seit Jahrzehnten für ökologische Landwirtschaft, Umweltbildung und Biotoppflege ein. Der Sonderpreis, bereitgestellt von der Stiftung Globetrotter Ausrüstung, wird eine Naturschutzmaßnahme finanzieren, für die sich der Sonderpreisträger Unterstützung wünscht.

Die Vergabe des regulären Hanse-Umweltpreis 2019 war da schon schwieriger. 43 Projekt wurden in den Wettbewerb eingereicht – so viele wie noch nie. Schirmherrin Dagmar Berghoff: „Die Bandbreite der Bewerbungen war sehr groß. Private Initiativen, Vereine, Schulen, Kitas – es gab wieder viele tolle Ideen und Projekte, die alle einen Preis verdient hätten.“

Die diesjährigen Gewinner sind: Das Albrecht-Thaer-Gymnasium aus Stellingen (1. Preis), die Ganztagsgrundschule Sternschanze (2. Platz) und sowie die „Jugend forscht“-Gruppe des Hansa-Gymnasiums Bergedorf (3. Platz). Der Hanse-Umweltpreis ist mit insgesamt 6.000,– Euro dotiert und wird von der Stiftung Globetrotter Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Der Gewinner erhält 3.000,– Euro sowie die Bronzeskulptur eines auffliegenden Storches, die der Künstler Axel Richter gestaltet hat. Der 2. Platz ist mit 2.000,– Euro dotiert, der 3. Platz mit 1.000,– Euro.

Den ersten Preis erhielt in diesem Jahr das Albrecht-Thaer-Gymnasium. Die Schule setzt Umweltschutz und Nachhaltigkeit vorbildlich in ihrem Schulalltag um und überzeugte damit die Jury. So gibt es Pflanz‐ und Schulhofgestaltungstage und Urban Gardening-Projekte, bei denen die Klassen aktiv mitarbeiten, ein umfassendes Recyclingkonzept, Co2-Messgeräte und einen Energiesparknopf in den Klassenräumen. Letzterer misst, ob sich die elektronischen Geräte (Smartboard und Computer) im Klassenraum im Standby‐Modus befinden und trennen die Geräte bei Bedarf komplett vom Strom. Zudem wurde die Beleuchtung der Sporthalle optimiert und die alten Lampen in der Schule durch stromsparende LEDs ausgetauscht. Darüber hinaus besitzt die Schule auch eine eigene Solaranlage. „Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man den Alltag ressourcenschonender gestalten kann. Das Albrecht Thaer Gymnasium setzt das vorbildlich um. Hier ziehen Schüler und Lehrer an einem Strang“, zeigt sich Tobias Hinsch, Geschäftsführer des NABU Hamburg und Jurymitglied, begeistert.

Den 2. Platz belegt die Ganztagsgrundschule Sternschanze. Seit 2017 gestaltet die Schule ihr vormals graues Schulgelände in der Altonaer Straße (Klasse 2‐4) zu einem NaturErlebnisSchulhof um. Für eine große Biodiversität wurden inzwischen 4500 heimische Wildpflanzen verschiedener Arten gesetzt und kleinteilige Strukturen wie Hügelbeete mit Trockenmauern eingebaut. Es gibt eine große Wildbienennisthilfe in der Blumenwiese, eine Vielzahl von Vogelnistkästen und ‐futterstellen sowie einen Schaukasten zur Beobachtung unserer Honigbienen. Dieses Projekt zieht nun in ganz Hamburg Kreise: Stefan Behr, Initiator der Umgestaltung, arbeitet seit Februar einmal wöchentlich im Landesinstitut für Lehrerbildung (LI), um noch mehr NaturErlebnisSchulhöfe in Hamburg zu schaffen. „Schon die Umgestaltung eines Schulhofes in ein naturnahes Gelände ist eine große Aufgabe. Von diesem Projekt werden in Zukunft aber auch andere Schulen profitieren. Das ist wirklich ein tolles Konzept“, betont Thomas Lipke, Vorsitzender der Stiftung Globetrotter Ausrüstung.

Mit dem 3. Platz wurde die „Jugend forscht“-Wettbewerbsgruppe Beanbag des Hansa-Gymnasiums Bergedorf geehrt. Die Nachwuchsforscher*innen haben eine holzfreie, zu 100% biologisch abbaubare Mülltüte auf Kaffeesatzbasis und Kaffeehäutchen für die Biotonne entwickelt. Sie ist nach erfolgreiche Tests im Biogas‐ und Kompostwerk Bützberg der Stadtreinigung Hamburg nachweislich schnell kompostierbar, wasserabweisend und neutralisiert Gerüche. Philipp Rathmann, der den Preis entgegen nahm, schöpfte dazu aus Kaffeeresten und pflanzlichen Fasern mit einem selbstgebauten Schöpfrahmen Papier und falteten daraus eine Mülltüte. Eine Beschichtung aus Rapswachs sorgt dafür, dass die Tüte auch feuchtem Müll standhält ohne durchzunässen. Nach kleineren Prototypen haben die Schüler*innen außerdem eine größere Mülltüte hergestellt, welche für den Biomüll im Hausgebrauch gut geeignet ist.

Die Preise 2019 wurden übergeben von den Jurymitgliedern Dagmar Berghoff, Tobias Hinsch (Geschäftsführer des NABU Hamburg), Angelika Hillmer (Hamburger Abendblatt) und Thomas Lipke (Stiftung Globetrotter Ausrüstung).
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