Sonntag, 19. November 2017


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Elbvertiefung bedroht Lebensgrundlagen

Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung unterstützt Hamburger Aktionsbündnis "Lebendige Tideelbe" mit 10.000 Euro

Hamburg-Borgfelde, (lifePR) - Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung hat den Umweltschutzverbänden BUND, NABU und WWF heute vor dem Hamburger Rathaus Spendeneinnahmen in Höhe von insgesamt 10.000 Euro als Beitrag zur Finanzierung der Klage gegen die Elbvertiefung überreicht.

Die Klage der Umweltschutzverbände befasse sich vor allem mit den gravierenden ökologischen Auswirkungen der Elbvertiefung auf den Fluss und die gesamte Elblandschaft von Hamburg bis Cuxhaven. Für die Menschen in diesem Raum gehe es außerdem um die Deichsicherheit, die Folgen für den Obstanbau im Alten Land und das drastisch steigende Havarierisiko, das viele Menschen an der Unterelbe beunruhigt.

"Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung ist sehr dankbar für die Anstrengungen von BUND, NABU und WWF", sagt Walter Rademacher, Sprecher des Bündnisses. "Die Menschen an der Unterelbe sind juristisch ausgehebelt und von der niedersächsischen Landesregierung im Stich gelassen worden. Die laufenden Klagen der Umweltverbände sind die letzte Chance, unsere Umwelt und viele Arbeitsplätze an der Unterelbe zu erhalten. Die Elbvertiefung bedroht unsere Lebensgrundlagen", so Rademacher.

Das Bündnis hat kein Verständnis für die heftigen Angriffe der Politik und der Hafenwirtschaft, denen der BUND und der NABU derzeit in Hamburg ausgesetzt sind. Die Verbände hatten im Juni mit Unterstützung des WWF vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klage gegen die Elbvertiefung eingereicht und zunächst einen Aufschub der Baggerarbeiten erwirkt. Außerdem gibt es zwölf weitere Klagen, darunter die der Städte Otterndorf und Cuxhaven. "Wenn Ministerpräsident McAllister nicht vorschnell das Einvernehmen des Landes Niedersachsen mit der Elbvertiefung erteilt hätte, wären diese Klagen gar nicht erst nötig geworden", so das Bündnis.

Manfred Braasch vom BUND, Alexander Porschke vom NABU und Beatrice Claus vom WWF freuen sich anlässlich der Scheckübergabe über die Solidarität der Menschen an der Unterelbe mit den Hamburger Verbänden. "Wir freuen uns über Unterstützung des Regionalen Bündnisses. Die geplante Elbvertiefung hätte ja nicht nur Auswirkungen auf den hiesigen Hafen, sondern beträfe auch Menschen in weiten Teilen Norddeutschlands. In Hamburg scheint man das manchmal zu übersehen."

Am Ende könnte die Klage die Steuerzahler vor millionenschweren Mehrbelastungen bewahren. Auf rund 600 Millionen Euro werden die Kosten für die Elbvertiefung mittlerweile geschätzt, während der nagelneue Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven kaum genutzt wird. "Wollen wir einen solchen Subventionswettlauf der Häfen um jeden Preis?", fragen das Regionale Bündnis gegen die Elbvertiefung und das Aktionsbündnis "Lebendige Tideelbe". aus BUND, NABU und WWF. Und weiter: "Dürfen wir mit der Natur alles machen?"

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