Montag, 11. Dezember 2017


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Ein Platz für den Eisvogel

NABU setzt Projekt Eisvogel fort und startet nun die Renaturierung an der Osterbek

Hamburg, (lifePR) - Der NABU Hamburg hat sein bereits seit Jahren laufendes Projekt Eisvogel nun vom Stadtbach Seebek auf den Bach Osterbek ausgedehnt. An dem Einsatzort an der Straße Neusurenland stürzte die Osterbek bisher über mehrere Betonkaskaden, die ein unüberwindbares Hindernis für wandernde Fische oder Kleinstlebewesen darstellen. Grund genug für den NABU, am 13. und 14. April mit ehrenamtlichen Helfern sowie mit Bagger und Radlader den Bach naturnah zu gestalten und von seinem Betonkorsett zu befreien.

Der kleine Bach Osterbek wurde in der Vergangenheit begradigt, eingetieft und seine Ufer mit dem Tropenholz Bongos befestigt. Abstürze aus Holz und Beton im Bachbett bremsen punktuell die Strömungsgeschwindigkeit. Über viele Jahrzehnte diente die Osterbek so allein der Ableitung von Regenwasser. "Die Bedeutung als Lebensraum wurde lange Zeit nicht als wichtig erachtet", sagt Andreas Lampe, NABU-Projektleiter. "Für die Tierwelt in dem Gewässer war das verheerend. Weder Fische noch Kleinstlebewesen noch der anspruchsvolle Eisvogel konnten hier überleben." Ziel des NABU ist es nun, die Osterbek auf der gesamten Strecke wieder ökologisch so aufzuwerten, dass sich der Namensgeber des NABU-Projektes, der Eisvogel, im Oberlauf der Osterbek wieder ansiedelt. Im Unterlauf der Osterbek kann man ihn mit etwas Glück schon heute beobachten. Unterstützt wird der NABU dabei vom Bezirksamt Wandsbek, den an der Osterbek bereits aktiven Bachpaten, engagierten Anwohnern und von der Georg & Jürg en Rickertsen Stiftung.

Aktive des NABU und ehrenamtliche Helfer werden nun am Freitag und Samstag zunächst mit einem Bagger das Bachbett neu modellieren und den Betonabsturz umgehen. Lampe: "Die Osterbek wird an dieser Stelle wieder durchgängig sein. Wandernde Fischarten wie der Stichling und Kleinlebewesen wie der Bachflohkrebs können den Oberlauf als Lebensraum für sich erschließen." Anschließend werden die Naturschützer das neue Bachbett mit Geröll und Kies gestalten und auf die Böschungen Pflanzmatten legen, die mit ihren Wurzeln das Erdreich befestigen.

"Bis in die 1970er Jahre hat Hamburg viele seiner Gewässer zu Abflussrinnen degradiert, die Natur spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle", meint Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg. "Mit unserem Projekt Eisvogel an der Seebek und Osterbek, aber auch mit unseren Gewässernachbarschaftstagen im gesamten Hamburger Stadtgebiet möchten wir Hamburgs Bäche Schritt für Schritt wieder naturnah und lebendig gestalten." Viele NABU-Gruppen, wie zum Beispiel in Bramfeld / Ohlsdorf / Barmbek und in Wandsbek verfügten über jahrelange Erfahrung in der Renaturierung von Fließgewässern.

Weitere Infos unter www.NABU-Hamburg.de/projekt-eisvogel.

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