Montag, 11. Dezember 2017


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Bürgerbündnis protestiert gegen die Planung und fordert echte Bürgerbeteiligung

Hamburg-Borgfelde, (lifePR) - Mit der Lichtprojektion von Bildern und Texten an der Kattwykbrücke protestierte am 14. Januar die Initiative "Stop A 26 Moorburg" gemeinsam mit Mitstreitern des "Bündnis Verkehrswende Hamburg" und dem Naturschutzbund Hamburg (NABU) gegen die aktuelle Planung der A 26 Ost ("Hafenpassage"). Für den ersten Abschnitt soll in Kürze das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Am Standort der geplanten neuen, über 50 Meter hohen Autobahnbrücke über die Süderelbe wurden deswegen (Licht)Zeichen gegen das Ausbauvorhaben des Senats gesetzt. Mit diesem kreativen Protest soll auf die katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Natur hingewiesen werden, die nach Einschätzung von Bürgerbündnis und NABU vom Bau der "Hafenpassage" zu erwarten sind. Besonders die Anwohner von Bostelbek und Moorburg würden Tag und Nacht dem Lärm und den Abgasen von zusätzlich 45.000 Autos und 14.000 Lkw ausgesetzt. Für Moorburg, dann zwischen der A 7 und der A 26 Ost eingekesselt, bedeutete die Planung ! den schleichenden Tod.

Nach Auffassung von "Bürgerbündnis Verkehrswende Hamburg" und NABU plant die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) das Vorhaben in einer öffentlichen Veranstaltung in Moorburg kommenden Mittwoch (18. Januar, 19:00 Uhr Gaststätte Moorkathen) mit Unterstützung einer Kommunikationsagentur lediglich zu erklären, statt tatsächlich in einen ernsthaften Dialog mit den Bürgern zu treten. Deswegen wurde Staatsrat Rieckhof vom "Bündnis Verkehrswende Hamburg" und NABU vorab schriftlich aufgefordert, eine gemeinsame Veranstaltung zu gewährleisten, in der auch über Alternativen diskutiert werden müsse. "An der Bereitschaft der BWVI wird sich messen lassen, wie ernst es die Behörde tatsächlich mit der im Koalitionsvertrag verbindlich geregelten Bürgerbeteiligung meint", so Bündnis Verkehrswende und NABU.

Denn der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien lege eine "frühzeitige Bürgerbeteiligung bei umstrittenen Verkehrsprojekten" fest, so dass "bereits vor der sog. 1. Verschickung von Planunterlagen eine Grundlagenermittlung und -diskussion erfolgen (Planungswerkstatt), bei der Planungsvarianten noch ohne Vorzugsvariante erörtert werden" kann. Die Kritiker befürchten, dass angesichts des offensichtlich unmittelbar bevorstehenden Planfeststellungsverfahrens das erste Teilstück der geplanten A 26-Ost bis zum Moorburger Hauptdeich durchgesetzt werden soll.

"Für eine Pseudo-Beteiligung stehen wir bestimmt nicht zur Verfügung, wenn gleichzeitig planerisch und prozessual Fakten geschaffen werden sollen", so Bündnis Verkehrswende und NABU. "Bündnis Verkehrswende Hamburg" und NABU fordern, den öffentlichen Nahverkehr bedarfsgerecht auszubauen, statt durch das Vorhaben Pendlerverkehr von der Schiene zurück auf die Straße zu verlagern, der für mehr Lärm und Schadstoffe sorgen würde. "Die Autobahn ist mit ihrer zerschneidenden Wirkung im Süden Hamburgs nicht nur ein infrastruktureller Anachronismus und ein stadtplanerisches Armutszeugnis. Es ist zudem ein ökologisches Desaster für artenreiche und wertvolle Reste des Grüngürtels südlich von Moorburg", betonen das Bündnis "Verkehrswende Hamburg" und der NABU.

Sinnvoller sei ihrer Auffassung nach der Ausbau des Veddeler Damms als Haupthafenroute mit einer neuen Köhlbrandquerung im Westen und einem Tunnel unter der Veddel für eine direkte Anbindung des Hafens an die Bundesverkehrswege im Osten der Stadt. Im Gegensatz zur aktuellen Planung könnte so der Zugang zu den wichtigsten Hafenanlagen tatsächlich optimiert werden. Zudem würde eine teure, ökologisch schädliche und zudem überdimensionierte Doppelinfrastruktur im Süderelberaum vermieden werden.

Das Bündnis Verkehrswende Hamburg hat sich kürzlich als ein Zusammenschluss mehrerer Bürgergruppen aus dem Süderelberaum gebildet. Dazu gehören bisher: Initiative Stop A26 Moorburg, SGM Am Radeland / BI Lärm macht krank Harburg, Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V., Engagierte Wilhelmsburger, Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg. Eine Vernetzung mit weiteren Gruppen nördlich der Elbe ist in Vorbereitung.

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