Montag, 21. Mai 2018


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Zusammenarbeit für mehr Naturschutz auf Stralau

Nur was man kennt, kann man auch schützen

Berlin/Friedrichshain-Kreuzberg, (lifePR) - Was man kennt, dass schützt man auch. Nach diesem Grundsatz haben sich die Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und der NABU Berlin mit seiner örtlichen Bezirksgruppe erneut zusammengefunden, um auf der Halbinsel Stralau den Berliner Naturinteressierten die Natur ihrer unmittelbaren Umgebung nahe zu bringen.

Der NABU Berlin und die NABU-Bezirksgruppe Friedrichshain-Kreuzberg sowie das zuständige Bezirksamt bauen auf der Halbinsel Stralau ihre Zusammenarbeit weiter aus. So wurden in den letzten Wochen gleich zwei Projekte erfolgreich umgesetzt: Das Aufhängen spezieller Nistkästen bzw. sogenannter Sommerquartiere für Vögel und Fledermäuse, sowie die Aufstellung von vier Informationstafeln, die anschaulich über die Natur auf und um Stralau informieren. Die NABU-Bezirksgruppe übernahm dabei die naturschutzfachliche Konzeption und Umsetzung, während das Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirks die amtlichen Genehmigungen und finanzielle Förderung der Maßnahme sicherstellte.

Wissenswertes über die Natur

An vier verschiedenen Stellen auf der Halbinsel informieren nun Lehrtafeln über die Wasservögel auf dem Rummelsburger See, über die als Naturdenkmale geschützten Bäume, sowie über die Bedeutung von Auwald-Relikten in unmittelbarer Nähe und die Bedeutung der beiden vorgelagerten Inseln für die Berliner Artenvielfalt. Die insgesamt zehn Nistkästen und Sommerquartiere ergänzen die auf der Halbinsel vorhandenen natürlichen Strukturen und sollen den gefährdeten Fledermäusen sowie Vogelarten wie Baumläufer und Bachstelze zugutekommen. Bereits im Frühjahr hatte die Bezirksgruppe eine umfassende Untersuchung der auf der Halbinsel anzutreffenden Vogelwelt durchgeführt, auf deren Grundlage nun diese und weitere Maßnahmen erarbeitet werden können.

Solide Kooperation

Die Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt und der NABU-Bezirksgruppe Friedrichshain-Kreuzberg auf Stralau trägt gute Früchte. "Die Kooperation läuft nun seit 2009 auf einer soliden und vertrauensvollen Basis", freut sich Jan Heyen, ehrenamtlicher Leiter der NABU-Bezirksgruppe. Von Beginn an standen bei der gemeinsamen Arbeit die beiden vorgelagerten und unter Naturschutz stehenden Inseln Liebesinsel und Kratzbruch im Vordergrund. Ein gemeinsamer Pflegeeinsatz steht im November auf dem Programm und seit gut einem Jahr wird zudem die amtlich bestellte Naturwacht auf Stralau durch zwei Mitglieder der Bezirksgruppe ausgeübt. Leider steht dem hohen ökologischen Potential des Rummelsburger Sees, der Halbinsel und den Inseln jedoch die Gefährdung durch die zunehmende bauliche Verdichtung und durch die intensive Nutzung durch Wassersportler gegenüber.

Weitere Informationen zu den Inseln, den Aktionen und dem Lehrpfad finden sich auch unter http://berlin.nabu.de/nabuaktiv/bezirksgruppen/friedrichshainkreuzberg/Biber/RummelsburgerBucht/.
Informationen über die Nistkästen und die Brutvogelkartierung finden sich unter http://berlin.nabu.de/nabuaktiv/bezirksgruppen/friedrichshainkreuzberg/vogelfreunde/12984.html.

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