Montag, 22. Januar 2018


  • Pressemitteilung BoxID 347879

Wiedersehen macht manchmal wenig Freude

Halbstarker Habicht macht Zwangspause in der NABU-Wildvogelstation

Berlin, (lifePR) - Er ist zwar erst am 5. Mai 2012 aus dem Ei geschlüpft, hat aber schon ziemlich viel in seinem noch kurzem Leben erlebt. Die Rede ist von einem jungen männlichen Habicht, der seit dem 21. August in der NABU Wildvogelstation gepflegt wird. Nachdem sein Allgemeinzustand am Anfang nicht gut und es nicht sicher war, ob er überlebt, ist es umso schöner, dass der junge Vogel sich ein wenig erholt hat und ein Happy-End nicht mehr unwahrscheinlich ist.

Zurück in die Vergangenheit

Die ehrenamtliche Fachgruppe Greifvogelschutz Berlin-Bernau im NABU Berlin kümmert sich ganz intensiv um die Habichte in und um Berlin - jedes Brutpaar ist bekannt, alle Jungtiere bekommen im ersten Monat nach ihrem Schlupf einen Vogelring der Vogelwarte Radolfzell. Dafür nehmen die Aktiven extra Urlaub, denn diese wichtige Aufgabe ist in einer normalen Arbeitswoche nicht zu schaffen!

Unser junger Habicht wurde am 2. Juni 2012 gemeinsam mit seinen zwei Schwestern im Alter von 28 Tagen - das Alter kann man auf den Tag genau am Flügelmaß bestimmen - in seinem elterlichen Horst in Groß-Kienitz, nordwestlich vom Schönefelder Kreuz von Ehrenamtlichen der Fachgruppe beringt.

Abruptes Ende der Selbstständigkeit

Ein Habicht ist mit ungefähr 50 Tagen voll flugfähig. Er wird etwa bis vier Wochen nach dem Verlassen des Horstes von seinen Eltern gefüttert, ist nach und nach immer selbständiger und entwickelt sich zu einem rasanten Jäger. Einer dieser ersten Jagdversuche endete für unseren Patienten am 9. August weniger glimpflich, als er flugunfähig nur wenige Kilometer nördlich von seinem Geburtsort auf dem Gelände einer KITA in Schönefeld aufgefunden wurde. Wieder ist es ein Aktiver der Fachgruppe, in der sich auch der Leiter der NABU-Wildvogelstation, André Hallau, ehrenamtlich engagiert, der den Vogel abholte und ihn in die Kleintierklinik der Freien Universität Berlin brachte. Die Diagnose war nach dem Röntgen eindeutig: Bruch des Rabenbeins - die häufigste Fraktur bei einem Anflugtrauma. Der Bruch heilt eigentlich problemlos, allerdings bedeutet er in der freien Wildbahn wegen der Flug- und Jagdunfähigkeit den Tod.

Nach 11 Tagen Klinikaufenthalt konnte festgestellt werden, dass das Tier nach einigen Wochen weiterer Schonung wieder vollständig genesen würde. Also konnte der Junghabicht in die NABU-Wildvogelstation umziehen.

Zappelphilipp mit nervösem Magen

Die Schonung war leider nicht sehr einfach, weil Habichte besonders schreckhaft und stressanfällig sind und außerdem verweigerte er die Nahrung. Für die Komplette Heilung war Ruhe aber dringend von Nöten! Also wurde der Habicht in der ersten Woche in der engsten Voliere der Station untergebracht, damit die Gefahr weiterer Verletzungen, im schlimmsten Fall mit Todesfolge, minimiert wurde. Komplett abgeschottet von äußeren Einflüssen abgesehen von Kontrollen und Fütterungen durch eine Futterluke, wurde der Habicht endlich ruhiger und nahm an Gewicht zu.

Endlich über dem Berg

Er ist immer noch kein "guter Esser", rappelt sich aber langsam auf und konnte bereits in eine große Außenvoliere umziehen. Dort wird er bis Ende September bleiben, um dann im Süden Berlins wieder in die Freiheit entlassen zu werden.

Die Pflege und Wiederauswilderung eines Eulen- oder Greifvogels ist immer kosten- und zeitintensiv. Sie beläuft sich jeweils auf mindestes 300 Euro.

Helfen Sie mit, indem Sie Pate für ein solches Tier wie diesen jungen "Bruchpiloten" werden!

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Elektro-magnetische Strahlung harmonisieren – Produkte zur Neutralisierung der negativen Effekte auf den menschlichen Körper!

, Energie & Umwelt, Ambition AG

Die Ambition AG bietet mit viel Erfolg das harmonei® zur Neutralisierung der negativen Effekte des Elektrosmogs auf den menschlichen Körper an....

GGEW AG präsentiert Energie- & Baumesse

, Energie & Umwelt, GGEW, Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft

Die GGEW AG präsentiert am 27. und 28. Januar 2018, jeweils von 10 bis 18 Uhr, zum achten Mal die Energie- & Baumesse zu den Themen Sanieren,...

Sturmtief Friederike - Landesforsten ziehen erste Bilanz

, Energie & Umwelt, Niedersächsische Landesforsten

Nach Orkantief „Friederike“ ziehen die Niedersächsischen Landesforsten nun eine erste Bilanz. Vor allem im Süden Niedersachsens haben die starken...

Disclaimer