Samstag, 18. November 2017


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Sommerlicher Einsatz am Bullengraben

Probleme mit Ackerwinde und Co.

Berlin/Spandau, (lifePR) - In einigen Berliner Biotopen gilt der Satz „Natur auch Natur sein lassen“ leider nicht, denn eine Reihe von wildwuchernden Pflanzen halten sich nicht gerne an die Ideen, die der Naturschutz in solchen Biotopen, wie dem Bullengraben verfolgt. Am 23. Juni 2012 geht es darum, ab 9:30 Uhr mit möglichst vielen helfenden Händen das Feuchtbiotop zu erhalten.

Wie schon im vergangenen Jahr sind die NABU-Fachgruppe Naturgarten und das Grünflächenamt des Bezirks Spandau auf Unterstützung von Naturliebhaberinnen und -liebhabern angewiesen. Behutsam soll hier die wild wuchernde Ackerwinde aus dem Biotop entfernt werden, um anderen typischen Pflanzenvertretern wie Blutweiderich, Ochsenzunge oder dem Echten Nelkenwurz die Chance zum Wachsen zu geben. Außerdem wird mit diesen Pflegearbeiten der Lebensraum für Teichmolch, Libellen- und Vogelarten wieder attraktiver.

Wiederherstellung des Grünzugs Bullengraben
Über mehrere Jahrhunderte wurde der Grünzug entwässert, aber seine eigentliche Funktion verlor er trotz der industriellen Überbauung eigentlich nie. Mit Mitteln aus Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen wurde 2004 die sechs Kilometer lange Bullengrabenniederung wieder durch das Bezirksamt renaturiert. „Es wurde dabei auf ein Miteinander von Mensch und Natur besonders viel Wert gelegt“, betont die Initiatorin Elke Hube, Leiterin des Grünflächenamtes Spandau. Die abwechslungsreiche Gestaltung der Flächen mit Feuchtgebieten, Wasserflächen, Liegewiesen, Sportanlagen und Blumenwiesen wird von der Spandauer Bevölkerung sehr gut angenommen.

Gemeinsam geht es besser
Um die Biotopfunktion der unterschiedlichen Flächen entlag des Bullengrabens zu erhalten bzw. zu verbessern, setzten sich 2010 der NABU Berlin, vertreten durch die Fachgruppe Naturgarten, und das Grünflächenamt Spandau zusammen, um einen Mähplan für die verschiedenen Teilflächen zu erarbeiten. Dabei mussten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden: „Eine Blumenwiese benötigt eben eine andere Mahd zu einem ganz anderen Zeitpunkt als eine Liegewiese im intensiv von der Bevölkerung genutzten Grün“, erläutert Karla Paliege vom NABU Berlin. Diese Arbeit zwischen Ehrenamt und amtlichen Naturschutz wird in diesem Jahr weiter fortgesetzt, damit wertvolle Flächen mit ihrer Artenvielfalt uns erhalten bleiben. Doch ohne viele engagierte Helfer geht es nicht, weshalb der NABU Berlin wieder um tatkräftige Unterstützung wirbt. Wer teilnehmen möchte, sollte unbedingt an festes Schuhwerk denken. Arbeitsgeräte werden vom Bezirksamt zur Verfügung gestellt.

Was?
Biotoppflege am Bullengraben

Wann?
23. Juni 2012, ab 9:30 Uhr, Dauer: ca. 3 Stunden

Treffpunkt:
Baluschekweg/Kerrweg in Spandau (Bus M32, Haltestelle Harburger Weg, von dort aus 5 Minuten Fußweg bis zum Treffpunkt). Für erfrischende Getränke ist gesorgt.

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