Mittwoch, 22. November 2017


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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt brüskiert Naturschutzverbände

Vollendete Tatsachen auf dem Tempelhofer Feld?

Berlin, (lifePR) - Die Diskussion um die Nachnutzung des Tempelhofer Feldes ist seit einiger Zeit im Gange. Dabei unterscheiden sich die Vorstellungen der Senatsverwaltungen und der Umwelt- und Naturschutzverbände über die Gestaltung der Fläche, den Anteil naturnaher Bereiche und der Umfang der Bebauung in vielen Punkten grundsätzlich. Doch nun scheint die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit hohem Tempo Fakten schaffen zu wollen, ohne sich mit anderen Meinungen, Erkenntnissen und Überlegungen überhaupt noch gründlich zu beschäftigen.

Trotz des weiterhin erheblichen Diskussionsbedarfs, lädt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bereits morgen die Hauptstadtpresse ein, um ihr die Maßnahmen zur Umsetzung des Regenwassermanagements auf dem Tempelhofer Feld vorzustellen. Die umfangreiche Stellungnahme der zu beteiligenden Träger öffentlicher Belange zu dieser Maßnahme liegt der Senatsverwaltung allerdings erst seit 6 Tagen vor.

Fakten ignoriert?

Die bisher von der Senatsverwaltung verfolgten Pläne sehen ein großes, extrem naturfernes Betonbecken vor, Aspekte des Naturschutzes wurden bisher nicht berücksichtigt. "Daher wurden in der Stellungnahme umfangreiche Nachbesserungen angemahnt", stellt Anja Sorges, Geschäftsführerin des NABU Berlin klar. "Ebenso problematisch sind die geplante Verwendung des Aushubes, der Neubau von asphaltierten Wegen und die geplante Bepflanzung."

Vollendete Tatsachen?

"Die Senatsverwaltung ist zudem immer noch den Nachweis schuldig, wie sie für einen angemessenen Ausgleich und Ersatz sorgen will, die vorgestellten Maßnahmen stellen bisher nur Absichtserklärungen dar", so Sorges. "Die sinnvolle und hier zwingend notwendige Kooperation mit den Naturschutzverbänden scheint hier von der Senatsverwaltung nicht gewollt zu sein", stellt die Geschäftsführerin des NABU Berlin fest. Das Vorhaben konterkariert in seiner jetzigen Form nach Auffassung der Berliner Naturschutzverbände die Strategie zur biologischen Vielfalt des Senats von Berlin.

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