Freitag, 22. Juni 2018


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Nächtliche Jäger geben Laut

NABU-Berlin ruft Berliner_innen zur Meldung von Waldkäuzen auf

Berlin, (lifePR) - Der Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, ist seit vielen Jahren ein etablierter Brutvogel in der Hauptstadt. Wie viele Paare aber wirklich in Berlin leben ist nicht bekannt, denn die nachtakive Eule verhält sich meist lautlos. Jetzt in der Brutzeit allerdings locken sich die Partner mit weit hörbaren Liebesrufen. Die beste Zeit, um Brutpaare und Niststätten zu entdecken. Der NABU Berlin lädt die Berlinerinnen und Berliner ein, ihre höhlenbewohnenden Nachbarn zu melden.

Nachdem sich die Berliner Waldkäuze schon im Herbst zu Paaren zusammen gefunden und ihre Reviere durch die langgezogenen Rufe abgegrenzt haben, beginnt jetzt die eigentliche Brutzeit und damit der zweite Höhepunkt der Gesangsaktivität im Jahr. Durch die Balzfütterung überzeugt das Männchen von seinem Jagdgeschick. Dann einigt man sich lautstark auf eine Bruthöhle. Hier legt das Weibchen dann im Abstand von meist zwei Tagen meist zwei bis vier Eier und bebrütet sie durchgehend, bis die Jungen nach fast 30 Tagen schlüpfen. Versorger ist bis dahin ausschließlich das Männchen. Erst nach dem Schlupf der Jungen jagt auch das Weibchen wieder mit, bis die Jungvögel dann nach vier Monaten selbständig sind.

Den Käuzen in Berlin geht es gut - jedenfalls glauben das die Berliner Ornithologen: 60 bis 80 Brutpaare werden geschätzt. Genauere Zahlen vom Waldkauzbestand liegen aus dem Grunewald und dem Spandauer Forst vor. Auch im Berliner Osten wurde im letzten Jahr genauer gezählt. Für den Großteil der Stadt fehlen aber neuere Zahlen. Der NABU Berlin bittet daher die Berlinerinnen und Berliner um Mithilfe und Meldung von Beobachtungen der Eulen.

Besondere Unterstützung haben die Waldkäuze in Reinickendorf erfahren: Dort installierten Mitglieder der NABU-Bezirksgruppe in den letzten 13 Jahren über 30 Nisthilfen. Ob in diesem Winter alle Kästen besetzt sind, muss beobachtet werden. Eine Liste der Kästen-Standorte in Reinickendorf findet sich hier (https://berlin.nabu.de/wir-ueber-uns/bezirksgruppen/reinickendorf/aktuelles/21906.html).

Die Tiere sind an ihrem bekannten "Schauer"- Ruf leicht zu erkennen. Zusätzlich verständigen sie sich auch über ein "ku-witt" als Kontaktruf. Einen Waldkauz zu sehen, ist nicht ganz so einfach: Durch ihr rindenfarbiges Gefieder, das graubraun oder rotbraun geprägt sein kann, sind sie perfekt getarnt. Hat man die gedrungene bis 42 cm hohe Eule aber erst mal entdeckt, ist sie schnell als Waldkauz zu identifizieren: Zwei große schwarze Augen über einem blassgelben gekrümmten Schnabel schauen freundlich aus einen dunkel gerahmten Gesichtsschleier, die Ohren sind nicht zu sehen.

Ein Meldeformular (https://berlin.nabu.de/tiere-und-pflanzen/vdj/2017/meldungen/index.html) findet sich auf der Internet-Seite des NABU Berlin. Oder rufen Sie an unter: 030 / 9860837-0.

Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.

Der NABU Berlin (Naturschutzbund Landesverband Berlin e.V.) ist ein Mitgliederverband. Über 13.000 Mitglieder unterstützen die Arbeit des NABU Berlin, viele von ihnen engagieren sich in zehn Bezirks- und neun Fachgruppen für den Erhalt der Natur und eine lebenswerte Umwelt. Weitere Informationen über den NABU Berlin finden Sie unter https://berlin.nabu.de.

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