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Pressemitteilung BoxID: 339139 (Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.)
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.
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Höffner zum zweiten Mal Wildvogel-Schutzengel

Verunglückte Ringeltaube auf Dach von Höffner-Möbelhaus in Waltersdorf gerettet

(lifePR) (Berlin, ) Da staunten die Kollegen des Möbelunternehmens Höffner nicht schlecht, als sie am Ende Juli eine Ringeltaube auf einem Gitterrost fanden und diese weder fliegen, noch fliehen wollte. Nachdem sich kurzfristig Ratlosigkeit breit machte, was nun zu tun sei, fiel dem Finder ein, dass es in Berlin vom NABU eine Wildvogelstation gibt. Und daran, dass es die noch gibt, ist das Unternehmen Höffner nicht ganz unbeteiligt.

Rückblick in den Februar

Anfang 2012 musste der NABU Berlin bekannt geben, dass die Wildvogelstation zum Juli 2012 geschlossen werden muss, wenn sich das Land Berlin und der Senat nicht endlich für die Natur und Wildvögel einsetzen und sich an den jährlichen Kosten von ca. 100.000 EUR beteiligen würde. Das griff die B.Z. auf und veröffentlichte am 25. Februar auf ihrer täglichen Sonderseite "Berliner Helden" einen Hilferuf. Diesen las Höffner-Geschäftsführer Thomas Dankert beim samstäglichen Familienfrühstück und beschloss, mit einer 50.000 EUR Spende, die Arbeit der Station zumindest für das Jahr 2012 zu sichern und damit dem NABU bei seinen Gesprächen mit der Politik Zeit zu verschaffen.

Zurück in die Gegenwart

Diese schnelle Hilfe von Höffner, half jetzt im Juli wiederum Höffner selbst: Wäre die Wildvogelstation geschlossen worden, hätten die Kollegen keine Anlaufstelle für das verletzte Federvieh gewusst. Schnell war eine ehrenamtliche Helferin der Wildvogelstation gefunden, die den weiten Weg nach Waltersdorf machte, um den Vogel zur Kleintierklinik der Freien Universität Berlin zu bringen. Alle Mitarbeiter des Möbelhauses waren besorgt um das Schicksal von "Höffi", wie sie die Taube intern getauft hatten.

Aller Anfang ist schwer, mancher umso mehr

Nach einem zweitägigen Aufenthalt in der Kleintierklinik wurde Höffi zum mehrwöchigen Reha-Aufenthalt in die Wildvogelstation entlassen. Die Diagnose ergab, dass Höffi ein Jungtier und somit blutiger Fluganfänger ist. Einer der Flugversuche endete mit einem Knochenbruch im Brustbereich auf dem Dach von Möbel Höffner.

Die Erleichterung bei Höffner war groß, als dann schließlich der erlösende Anruf des NABU erfolgte, der mitteilte, dass Höffi mittlerweile bei ihrer Wildvogelstation eine Voliere bezogen hat und sich dort bis Ende August erholen darf, um dann wieder freigelassen zu werden. Die Mitarbeiter von Höffner erklärten sich sofort bereit, Geld zu sammeln und für den neuen Langzeitgast aufzukommen.

Krankenbesuch im Ausnahmefall erlaubt

Am 17. August 2012 öffnet die NABU Wildvogelstation ihre Pforten für einige geladene Gäste und interessierte Vertreter der Presse. Auch die Kollegen von Höffner werden dabei sein und zumindest aus der Ferne - denn Ringeltaube sind sehr schreckhaft - Höffi einen Krankebesuch abstatten.