Montag, 20. November 2017


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12-jhriger kennt keine Kohlmeise, 13-jhrige weder Buche noch Eiche

Natur im Garten fr Kinder erlebbar machen -- NABU gibt Tipps

Oldenburg, (lifePR) - Den Namen Kohlmeise hatte der 12-jhrige Jan noch nie gehrt, bewusst gesehen hatte er diesen Vogel, einen der hufigsten unserer Kulturlandschaft, auch noch nicht; Gleiches galt fr die 13-jhrige Meike, die erstaunt fragte, was denn den Unterschied zwischen Eiche und Buche ausmache, und den 9-jhrigen Lukas, der zwar schon gehrt hatte, dass es ein Mrchen vom Froschknig gibt, einem solchen kleinen Quaker quicklebendig jedoch noch nie leibhaftig in die gldenen Augen geblickt hatte. Typische Beispiele, bestrzende Beispiele. Beispiele aus der Realitt, wie der Bezirksgeschftsfhrer des Naturschutzbundes NABU im Oldenburger Land, Rdiger Wohlers, berichtet. Bei Naturerlebnisaktionen mit Kindern erleben wir regelmig, dass sich die Naturkenntnis, insbesondere die Artenkenntnis, immer mehr verringert, bei manchen Kindern sogar einem Nullniveau nhert. Einige Kinder kennen 13 Handy-Klingeltne, aber nicht drei Vogelarten und das ist eine Zeitbombe, denn Naturentfremdung bedeutet auch, dass die Kinder, die Entscheidungstrger von morgen, den Wert von Natur nicht mehr erkennen und sich fr deren Erhaltung nicht stark machen werden, warnt Wohlers.

Deshalb sei es wichtig, Kinder bereits frhzeitig an die Natur, an Tiere und Pflanzen, heranzufhren. Kaum ein Ort ist dafr besser geeignet als der Garten oder der Kleingarten. Und hier kann man vielfltig ansetzen, kann man durch eine Flle einfach umzusetzender Manahmen Zugang zur Natur schaffen und die Kinder dabei einbeziehen. Ein sehr guter Ansatz ist der gemeinsame Bau von Nistksten auch, wenn so manches Brettchen dabei vielleicht noch schief sitzt. Wenn dieser Kasten angebracht wird und sich alsbald brtende Meisen einstellen, wenn eines Tages dann piepsende Jungmeisen auf den sten herumhpfen, ist die Freude gro, und die Kinder erkennen, dass sie etwas Sinnvolles getan haben, lernen die Lebensweise der Gefiederten kennen und werden dies lebenslang nicht vergessen. Das ganze Jahr ber knnen Nistksten gebaut und angebracht werden - selbst im Winter sind sie von Nutzen, weil die Gefiederten dann darin kalte Winternchte geschtzt verbringen knnen. Gleiches gilt auch fr das gemeinsame Pflanzen, etwa von Fassadengrn und Brutstruchern, die Anlage einer Vogeltrnke, die bei Sommerhitze von Amseln und Spatzen auch zum Baden genutzt wird, und vieles andere mehr. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, ermuntert der NABU-Geschftsfhrer. Und dabei knnen die Kinder den Garten auch im Laufe der unterschiedlichen Jahreszeiten erleben.

Fr alle Interessenten hat der NABU Informationen zusammengestellt, wie man seinen Garten naturnah gestalten kann durch die 30-seitige Bauplansammlung fr Nisthilfen aller Art und die farbige Broschre Gartenlust. Diese Infos knnen angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort Natur im Garten, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.

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