Dienstag, 21. August 2018


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Seminar mit "Sprudelnden Gewinnen"

Besondere Umweltbildung für FÖJ-ler im Jugendwaldheim

Steinmühle, (lifePR) - Wer sieht sie nicht gerne, die "Sprudelnden Gewinne". Dahinter verbirgt sich in diesem Fall ein Rollenspiel, das FÖJ-ler am Dienstag, 20. November, in der Bildungsstätte des Nationalparkamtes Müritz, im Jugendwaldheim Steinmühle, durchgespielt haben.

"Es geht um das aktuelle Thema der Privatisierung der Wasserwirtschaft, um kurzfristige Gewinne und langfristige Nachteile", erklärt Aldo Segler, Bildungsreferent des Vereins Ökohaus e.V. Rostock. Anhand dieses Planspieles lernen die Jugendlichen verschiedene Perspektiven kennen und nehmen durch ihre Rollen auch einen Wechsel der Perspektiven vor. Gemeinsam mit seiner Kollegin Katrin Kallies gestaltete Aldo Segler einen Teil des Seminars für FÖJ-ler in Steinmühle.

Insgesamt 15 Jugendliche, die mit einem "Freiwilligen Ökologischen Jahr" (FÖJ) den Start ins Berufsleben an verschiedenen Einsatzorten testen, verbringen diese Woche im Jugendwaldheim. Bis Freitag gehören dazu Exkursionen, Vorträge und selbst gestaltete Projekte.

"Uns ist es wichtig, dass die FÖJ-ler selbständig arbeiten, also die Vorträge selbst ausarbeiten und eigene Projekte aufmachen", erklärt Dorit Fabian. Sie ist im FÖJ-Regionalbüro Waren vom Jugendwerk Aufbau Ost e.V. für die pädagogische Betreuung verantwortlich und betont die Notwendigkeit der Berufsorientierung, des Wissenszuwachses in den 12 Monaten. Dazu tragen auch insgesamt fünf Seminare bei, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien oder Ostseeraumschutz beschäftigen.

"Für mich ist das jetzt nach dem Abi ein Zwischenjahr zur persönlichen Orientierung, eventuell in die Richtung Biologie", erzählt Julius Jacob. Der 18-Jährige kommt aus dem sächsischen Radeberg und verbringt das Jahr auf dem Biberferienhof Diemitzer Schleuse. "Gut 40 Hektar sind hier zu bewirtschaften und nach dem Touristenbetrieb muss das Gelände gepflegt werden, außerdem haben wir viele Tiere zu versorgen", so Julius Jacob, dem die Arbeit sehr viel Spaß macht.

Aus der Großstadt Berlin in die idyllische Stille des Müritz-Nationalparks, konkret in das Jugendwaldheim als FÖJ-lerin, ist Charlotte Roschka gekommen. Die 19-Jährige kennt die Region aus dem Urlaub. "Das war echt schön und jetzt sind für mich hier die Arbeitsfelder total spannend. Im Jugendwaldheim unterstütze ich das Bildungsprogramm und die Arbeit mit den Kindern ist toll."

Zur Seminarwoche gehören auch Arbeitseinsätze wie zum Beispiel den Kessel für die Holzvergaserheizung im Jugendwaldheim zu füllen. "Viele Jugendliche wissen gar nicht was es heißt, selbst zu heizen", weiß aus Erfahrung der seit Jahren in der Umweltbildung des Nationalparkamtes Müritz tätige Claus Weber. Zu Hause würde einfach die Heizung aufgedreht, Wasser ständig laufen gelassen. "Bei uns wird der Verbrauch von Wasser und Strom zum Ende der Woche ausgewertet, der Prozess transparent gemacht und damit der bewusste Umgang mit den Ressourcen gefördert", geht Claus Weber auf die Verfahrensweise im Jugendwaldheim Steinmühle ein.

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