Sonntag, 25. Februar 2018


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Hauptzeit der Stöberjagden beginnt

Bestände von Reh, Hirsch und Wildschwein werden im Nationalpark reguliert

Hohenzieritz, (lifePR) - Hohenzieritz

Hundegebell und orange gekleidete Jäger sowie Treiber sind in diesen Tagen verstärkt im Müritz-Nationalpark unterwegs.

"In den Monaten November und Dezember müssen wir in möglichst kurzer Zeit und daher möglichst effektiv unseren Abschuss erfüllen", erklärt der Dezernent des Nationalparkamtes und Jagdleiter Falk Jagszent: "Wir wollen im Frühjahr und Sommer so wenig wie möglich jagdlich unterwegs sein, um die sensibelste Zeit in der Natur und auch den Urlaubsgenuss unserer Gäste nicht zu beeinträchtigen."

Dass überhaupt Tierbestände durch die Jagd reguliert werden müssen, ist im Nationalpark eine Besonderheit. Die Wälder sollen sich weg von den menschengemachten Kiefernforsten hin zu Misch- und Buchenwäldern entwickeln und zwar durch natürliche Ansamung.

Durch die in Deutschland typische nahrungsreiche Kulturlandschaft gibt es mehr Wild, als das von Natur aus der Fall wäre. Diese vielen Rehe und Hirsche können durch den so genannten übermäßigen Verbiss der Laubbäume die Waldentwicklung verhindern oder zumindest stark beeinträchtigen. Die Wildbestände müssen daher laut Nationalpark-Verordnung so reguliert werden, dass eine naturnahe Waldentwicklung möglich wird.

Darüber hinaus hat die Jagd die Aufgabe, insbesondere die durch Wildschweine verursachten Schäden auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und weiterhin den Ausbruch von Tierseuchen möglichst zu verhindern.

Bei den aktuell laufenden Gemeinschaftsjagden werden zielgerichtet viele Jäger im Wald angesetzt und das Wild mit Treibern und Stöberhunden in Bewegung versetzt. Ziel ist es, in möglichst kurzer Zeit ein möglichst hohes Streckenergebnis zu erzielen, heißt es vom Fachmann und er erklärt: "Dabei entwickeln wir ständig neue Methoden und neue Strategien, denn das Wild lernt auch dazu und muss immer wieder neu überrascht werden." In diesem Jahr hat das Nationalparkamt im südlichen Müritz-Teil zum Beispiel das System der Plätze, an denen die Jäger warten, neu gestaltet und arbeitet zudem mit einer höheren Anzahl von Hunden. Davon verspricht man sich eine höhere Ausbeute, um die Abschusspläne so früh wie möglich erfüllen zu können und das Störungspotential so gering wie möglich zu halten.

Nur in wenigen Reservaten weltweit wird auf die Regulierung des Wildbestandes ganz und gar verzichtet.

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