Montag, 20. November 2017


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Guter Rat auch per Rad nicht teuer

Naturschutzexperten aus Hessen zum Erfahrungsaustausch im Nationalpark

Hohenzieritz, (lifePR) - Im Müritz-Nationalpark gab es am Donnerstag eine Premiere, die vielleicht in den nächsten Jahren zu einer festen Tradition werden könnte: Erstmals trafen sich Experten aus den Umweltministerien von Mecklenburg-Vorpommern und Hessen im Müritz-Nationalpark zu einem Erfahrungsaustausch über das Management von Großschutzgebieten. Allerdings nutzten sie dazu keinen klimatisierten Sitzungsraum. Stattdessen "erradelten" sie bei schönstem Sommerwetter das Naturparadies mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten zwischen Federow, Boek, Speck und Schwarzenhof. Die Gäste aus Hessen, darunter der Abteilungsleiter für Forst- und Naturschutz im Umweltministerium, Carsten Wilke, sowie der Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee, Manfred Bauer, zeigten sich besonders beeindruckt von den besucherfreundlichen Informationspunkten an den Eingangsbereichen des Müritz-Nationalparks. Viel Anerkennung gab es auch für das umweltfreundliche Verkehrskonzept im Schutzgebiet, für das vor allem das Nationalpark-Ticket für Busse steht, die auch über Anhänger zur Mitnahme für Fahrräder verfügen.

Der Leiter des Müritz-Nationalparks, Ulrich Meßner, konnte außerdem über gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Nationalparkgemeinden und Möglichkeiten zur Entwicklung eines sanften Tourismus berichten.

"Für uns wiederum war interessant, wie in dem erst seit 2004 gegründeten Nationalpark Kellerwald-Edersee das Konzept zur Einstellung der Waldbehandlung gegen Forstschädlinge umgesetzt wird", erklärte Hans-Joachim Schreiber, Abteilungsleiter für Nachhaltige Entwicklung, Forsten und Naturschutz im Schweriner Umweltministerium. "Außerdem haben wir von den hessischen Kollegen einige wertvolle Argumentationshilfen bekommen, wie auch ohne forstliche Nutzung ein Nationalpark eine bestimmte Wirtschaftlichkeit erreichen kann."

Im Müritz-Nationalpark soll der bisher noch in einigen Teilbereichen erlaubte Holzeinschlag durch Forstwirtschaftsbetriebe im Jahr 2017 enden.

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