Dienstag, 19. Juni 2018


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Erstmals Praxisluft im Nationalpark geschnuppert

Studenten der HS Neubrandenburg üben sich im Kartieren von Biotopen

Hohenzieritz, (lifePR) - Gummistiefel oder wasserdichte Schuhe sowie wetterfeste Anoraks - die braucht man bei herbstlichem Regenwetter auf einer Exkursion durch den Müritz-Nationalpark. Für 22 "frisch gebackene" Studierende der Hochschule Neubrandenburg kamen noch weitere Utensilien in dieser Woche hinzu: Gebietskarten, Luftbildaufnahmen, Piktogrammlisten und wasserfeste Filzstifte. Denn als Neueinsteiger in den Studiengang Naturschutz und Landnutzungsplanung, den sie seit Ende September belegen, lernten sie fünf Tage lang rund um die Müritz jede Menge über den Schutz von Arten und Biotopen. Dabei schnupperten die jungen Studierenden am Donnerstag auch Praxisluft bei ihrer ersten echten Bewährungsprobe. In kleinen Gruppen hatten sie zwischen Waren (Müritz), Kargow und dem Müritz-Nationalpark die Struktur der Landschaft möglichst detailgetreu zu erfassen und in Karten zu dokumentieren. Einen Ulmen-Hangwald galt es dabei genauso zielsicher zu bestimmen wie eine Streuobstwiese, eine Mähweide als krautarmes Intensivgrünland ebenso wie eine Besenginster- oder Wachholderheide. Mancher hatte freilich noch seine Schwierigkeiten mit der Zuordnung von vorgegebenen Begriffen wie mesophiles Grünland oder nitrophytische Staudenflur. Aber mit gegenseitiger Hilfe sowie mit Unterstützung von Hochschulprofessor Dr. Mathias Grünwald und Diplom-Biologin Bärbel Zander wurden auch die etwas schwierigeren "Fälle" am Ende gelöst.

Begeistert zeigten sich viele Studentinnen und Studenten generell von ihrem ersten "Forschungsgebiet". So schwärmte zum Beispiel Jonas Treml, dessen kleiner Heimatort nahe Heilbronn in Baden-Württemberg liegt: "Die Artenvielfalt ist hier einfach atemberaubend. Soviel herrliche unberührte Natur gibt es bei uns im Süden leider nicht mehr."

Zum weiteren Programm der Exkursion gehörten Vorträge über den Müritz-Nationalpark und über Fledermausschutz, eine Radtour durch den Nationalpark, Besuche des Müritzeums, des Bärenwalds in Bad Stuer und des Wisentreservats am Damerower Werder sowie ein Gespräch in einen Planungsbüro in Kratzeburg.

Den Studiengang Naturschutz und Landnutzungsplatzung gibt es übrigens seit fünf Jahren an der Hochschule Neubrandenburg. Nach acht Semestern kann man dabei den Abschluss als Bachelor machen, nach zwei weiteren Semestern den Grad eines Masters erreichen. Derzeit belegen rund 250 Kommilitonen diesen Studiengang, davon haben sich Ende September 49 Studierende für das 1. Semester eingeschrieben.

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