Samstag, 25. November 2017


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Wenn Lernen nebenbei geschieht: Schnitzeljagd mit Karte und GPS-Gerät

Grundschüler begeben sich auf Bildungsschatzsuche im Nationalpark Harz

Wernigerode / Bad Harzburg, (lifePR) - Saskias Blick wechselt zwischen GPS-Gerät und dem Waldweg, der vor ihr liegt. "Wir haben's gleich geschafft, nur noch 12 Meter", verkündet sie ihren beiden Mitschülern. Wenig später hält die Gruppe strahlend eine grüne Kunststoff-Dose in den Händen. Der Inhalt: ein kindgerechter Arbeitsauftrag, bei dem Bildkarten den jeweiligen Nationalpark-Regeln zugeordnet werden sollen. Kurz darauf wird die Dose am Wegrand wieder versteckt und das nächste Ziel angepeilt: Dieses Mal jedoch nur mit einer vereinfachten Landkarte.

Die Jungen und Mädchen gehen in die 2. Klasse der Grundschule Sudmerberg. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Kathrin Liebich und den anderen Schülern der Klasse haben sie sich auf eine besondere Schnitzeljagd ins "Kalte Tal" nach Bad Harzburg begeben. Entwickelt wurde die Tour von der Lehramtsanwärterin Julia Nicolai in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit geht sie der Frage nach, wie sich Grundschüler im Gelände orientieren können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Vergleich zwischen Karten- und GPS-Nutzung.

"Es ist spannend zu beobachten, wie die Kinder mit dieser Herausforderung umgehen. Einige Stationen sind nur mit der Karte, andere nur dem GPS-Gerät zu finden. Die Orientierung steht im Vordergrund, aber auch Fachwissen, Lesekompetenz oder die Fähigkeit zum Arbeiten in der Gruppe werden gestärkt", erklärt Julia Nicolai. Berührungsängste mit den GPS-Geräten gibt es nicht, schließlich wurde die Handhabung bereits im Unterricht mit den Kindern geübt. Die Stationen selbst beschäftigen sich mit verschiedenen naturbezogenen Themen, darunter auch dem Bestimmen von Bodenlebewesen, dem Erkennen von Tierstimmen oder Sammeln von Spuren. Durch den Reiz der Schatzsuche und die abwechslungsreichen Stationen geschieht das Lernen fast nebenbei.

"Es wird eine Vielzahl von Kompetenzen bei den Schülern gefördert", fasst RUZ-Leiter Thomas Schwerdt zusammen und führt aus: "Die Schüler lernen vernetzt zu denken und bedienen sich dabei ganz unterschiedlicher Materialien und Methoden. Wenn man den Spaß der Kinder dabei sieht, ist das ein Teil der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung." Das Programm wird zukünftig in das Angebot des RUZ Nationalpark Harz integriert und steht nach den Sommerferien Grundschulklassen des 2. bis 4. Jahrgangs zur Verfügung.

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